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Komplettlösungen für den Datenaustausch von Maschine zu Maschine Plug an Play für drahtlose M2M-Kommunikation von Mdex – auch für kleine Maschinenparks

Redakteur: Ulrike Ostler

Mdex, ein Tochterunternehmen der IC3S AG, bietet M2M-Services auf der Basis von T-Mobile- und Vodafone-SIM Karten an. Die jüngsten Produkte „web-direct“ und „mdex in a box“ sollen die Steuerung von Maschinen vor allem sicher und anwenderfreundlich machen. Die Pakete eignen sich nicht nur für Anwender, die einen großen Maschinenpark betreuen, sondern auch für Einsteiger und wenige Objekte.

Drahtlose M2M-Kommunikation für kleine Unternehmen
Drahtlose M2M-Kommunikation für kleine Unternehmen
( Archiv: Vogel Business Media )

Durch den Dienst „Mdex fixed.IP“ erhalten Mobilfunk-fähige Geräte dauerhaft eine feste, wenngleich private IP-Adresse zugeordnet. Das Gerät, eine IP-fähige Kamera, ein Spielautomat, ein medizinisches Gerät, ein Bank- oder Getränkeautomat beispielsweise, befindet sich in einem Subnetz, das von den Mdex-Rechenzentren in Quickborn und Tangstedt verwaltet wird. Das erlaubt eine bidirektionale M2M-Kommunikation per GPRS und UMTS (siehe: Abbildung 1).

Abbildung 1: Das ist die grundlegende Struktur für feste IP-Adressen in der M2M-Kommunikation von Mdex. Anders als hier dargestellt, müssen nicht alle Endgeräte an einem Mobilfunknetz hängen. Sie können auch per WLAN verbunden sein. (Archiv: Vogel Business Media)

Da die Endgeräte über einen integrierten Web-Server verfügen, lässt sich aus einer Leitstelle, beziehungsweise einem Client, die auf dem Device befindliche Applikation ansteuern. Zum Beispiel reguliert einer der Mdex-Kunden die Wechselrichter seiner Solaranlagen auf diese Weise. Gesichert wird die Verbindung durch einen VPN-Tunnel. Dafür muss die Client-Software des Open-Source-Produkts „Open VPN“ installiert sein.

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Abbildung 2: IPsec/SSL-VPN-Zugänge funktionieren direkt und mit Client-Installation. (Archiv: Vogel Business Media)

Mit „web-direct“ soll sich die Installation des Clients erübrigen, Laut Mdex-Bereichsleiter Bernhard Bleitner ist es nunmehr möglich, direkt über ein mdex-Portal auf den Web-Server des Endgeräts zuzugreifen. „Auf Kundenseite sind lediglich ein Internet-Zugang sowie die jeweiligen Anmeldedaten erforderlich. Da die Kommunikation über ein Proxy in einem privaten Netz erfolgt, ist der unberechtigte Zugriff ausgeschlossen“, versichert Bleitner.

Sicherheit ohne Installation

Abbildung 3: Blick in eines der Portale, über die der Endanwender auf seine Geräte zugreifen kann. (Archiv: Vogel Business Media)

Der Vorteil bestehe nicht nur darin, dass sich das Installieren eines VPN-Clients erübrige. Vielmehr ließen sich auch von unterwegs, über einen beliebigen Internet-Zugang Daten weltweit direkt abrufen oder überspielen. Das gelte nicht nur für das eigne Mdex-, sondern auch für das White-Label-Portal, das der Anbieter seinen Distributoren, beziehungsweise Assemblierern, die eigene Dienstleitungen damit verknüpfen, zur Verfügung stellt.

Fertig konfiguriert

Diese – Hardwarehersteller, Distributoren, Systemhäuser und Reseller – adressiert Mdex auch mit dem Service-Paket mdex-in-a-box. Der Endkunde soll nur noch die PIN-Nummer seiner SIM-Karte eingeben müssen, um sich mit der Device-ID über das Mdex-Portal anzumelden. Der Anbieter schaltet den Zugang innerhalb von 24 Stunden frei. Die Partner bekommen die bereits konfigurierten Daten für die Nutzung des Mdex-Netzes, die sich nunmehr hinter einer Device-ID verstecken.

Im 1. Quartal 2008 etwa soll es Web-fähige Kameras geben, die mit einer Edge-Box ausgestattet und Mdex-fähig sind.

Was eine Mdex-Lösung kann, will Bleitner mit einem Beispiel aufzeigen. Er berichtet von einem Kunden, der seine Bauschutt-Deponie mit Hilfe einer Netzwerkkamera überwacht und steuert. Das Probleme des Kunden war es, dass es an der Schranke bisher weder Energie noch ein Datenanschluss gab. Das Energieproblem löste der pfiffige Betreiber mittels Solartechnik. Die Kamera und entsprechende Software sorgen nun dafür, das nur die LKWs Schutt abladen dürfen, die der betrieber zulassen will.

Was sonst wissenswert ist

Bernhard Bleitner, Mdex-Bereichsleiter (Archiv: Vogel Business Media)

„Bisher lohnte sich die Zuweisung einer festen IP-Adresse ab einer Maschinen-Stückzahl von 500“, erläutert Bleitner das Mdex-Konzept. Das schaffe für viele Unternehmen zu hohe Barrieren, um M2M-Prozesse aufzusetzen. Normal sei es vielmehr, mit vielleicht zehn Objekten anzufangen. „Da sehen wir unsere Chancen. Die vielen kleinen Kunden sind genau unsere Klientel.“

Vier Euro kostet laut Bleitner ein Anschluss pro Monat. Dazu kommt ein Vertrag mit einem Mobilfunk-Provider, etwa 4 Euro für ein Volumen von 1 Megabyte bei T-Mobile. Allerdings seien Volumentarife durchaus mit Vorsicht zu genießen, da die Provider insbesondere zulangten, wenn diese überschritten würden. Als Service, ohne Aufpreis biete Mdex an, diese Grenzen für die Kunden zu überwachen.

Kostenpunkt

Doch richtig günstig seien die Telematik-Tarife der Carrier ohnehin nicht, so der Mdex-Bereichsleiter. Besonders teuer komme die Übertragung von hohen Volumina, etwa von Werbung in Straßenbahnen oder in die Kopfstützen von Taxen. Manchmal rate er seinen Kunden sogar eher zu einem „Web´nWalk“-Tarif, der normalerweise für Handys gilt.

Mdex nahm im Dezember des vergangenen Jahres seinen Betrieb auf. Laut Bleitner zählt das Unternehmen derzeit 1.000 Testzugänge und 100 Life-Installationen.

(ID:2009132)