Update auf Prisma Access 2.0 Palo Alto schluckt IaC-Spezialisten Bridgecrew

Der Security-Anbieter Palo Alto Networks hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Bridgecrew getroffen. Das israelische Startup hat sich auf DevOps-Sicherheit spezialisiert. Damit investiert Palo Alto in den vielversprechenden Entwicklungstrend IaC.

Mit Infrastructure as Code lassen sich Infrastrukturleistungen schneller, kostengünstiger und in beliebigem Umfang bereitstellen, anpassen oder erweitern.
Mit Infrastructure as Code lassen sich Infrastrukturleistungen schneller, kostengünstiger und in beliebigem Umfang bereitstellen, anpassen oder erweitern.
(Bild: kras99 - stock.adobe.com)

Palo Alto investiert weiter in Cloud-Technologien. Zum einen mit der neuen Version von Prisma Access. Zum anderen mit der Übernahme des israelischen Unternehmens Bridgecrew. Das Startup konzentriert sich auf Infrastruktur als Code (IaC), bei dem Infrastrukturleistungen wie Rechenleistung, Speicher und Netzwerk von maschinenlesbarem Code entwickelt werden. Durch die geplante Übernahme kann die Cloud-basierte Sicherheitsplattform von Palo Alto, Prisma Cloud, Entwicklern den gesamten DevOps-Prozess über Sicherheitsbewertungs- und Durchsetzungsfunktionen bereitstellen. Rund 156 Millionen Dollar kostet Palo Alto die Akquisition, die voraussichtlich im dritten Quartal des Geschäftsjahres abgeschlossen wird. Die Mitbegründer von Bridgecrew, Idan Tendler, Barak Schoster und Guy Eisenkot sowie ihre Teams werden Palo Alto Networks beitreten.

Laut Palo Alto hat der Open Source IaC Scanner von Bridgecrew, Checkov, im Jahr 2020 eine Millionen Downloads überschritten. Diese hohe Zahl stützt die Trendentwicklung, die hinsichtlich IaC zu erkennen ist. Schließlich profitieren Entwickler durch diese Art der Automatisierung mit Hilfe von Cloud-nativen Technologien von mehr Effizienz und Agilität.

Prisma Access 2.0

Ebenfalls in der Cloud stellt der Hersteller die SASE-Plattform (Secure Access Service Edge) Prisma Access bereit. Sie wurde zeitgleich mit der Übernahme aktualisiert und soll für einen sicheren Fernzugriff sorgen. Neue Funktionen sind:

  • ein Cloud-Management, das Sicherheits-Updates und Best Practices in Echtzeit bereitstellt,
  • eine selbstwartende Infrastruktur, die Netzwerkprobleme automatisch behebt,
  • Maschinelles Lernen (ML) zur Abwehr von Zero-Day-Angriffen in Echtzeit sowie automatisierte Empfehlungen für Sicherheitsrichtlinien,
  • Cloud Secure Web Gateway, damit Anwender von älteren Proxy-basierten Lösungen zu einer Sicherheitsplattform in der Cloud migrieren können, ohne Änderungen an der Netzwerkarchitektur vornehmen zu müssen.

Zudem weitet Palo Alto CloudBlades auf die SASE-Lösung aus. CloudBlades ist eine Plattform für die Integration von Drittanbieter-Services in CloudGenix SD-WAN und wurde im Rahmen der Akquisition von CloudGenix durch Palo Alto im April 2020 in deren Portfolio aufgenommen. Im Prisma Access 2.0 ermöglicht CloudBlades die Integration von Sicherheits- und Infrastrukturdiensten von Drittanbietern, wie zum Beispiel die Remote Browser Isolation.

Prisma Access 2.0 wird ab März verfügbar sein.

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Über den Autor

 Melanie Staudacher

Melanie Staudacher

Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH