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Abdeckung und Durchsätze von Telekom, Vodafone und O2 Opensignal misst deutsche Mobilfunknetze

| Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit jetzt veröffentlichten Zahlen liefert Opensignal realitätsnahe Anhaltspunkte zu Reichweite und Performance deutscher Mobilfunknetze. In Sachen Verfügbarkeit liefern sich Vodafone und Telekom ein enges Rennen; die Download-Geschwindigkeiten schwanken dabei jedoch teils erheblich.

Telekom und Vodafone liefern sich in den Städten ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der 4G-Versorgung.
Telekom und Vodafone liefern sich in den Städten ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der 4G-Versorgung.
(Bild: Opensignal)

Die von Opensignal vorgelegten Zahlen zeichnen ein recht umfassendes Bild zur aktuellen Mobilfunkversorgung in Deutschland, das sich bis auf Landesebene und Ballungsgebiete herunterbrechen lässt. Untersucht wurde dabei gleichermaßen die Verfügbarkeit von 4G-Netzen, wie auch die tatsächlich darüber nutzbaren Bandbreiten.

„4G Availability“ in den Städten ausgeglichen

Zu beachten ist dabei allerdings: Wenn Opensignal von „4G Availability“ spricht, bezieht sich der Dienstleister nicht auf den geographischen Ausbau von Netzwerken. Beschrieben wird vielmehr, über welche Zeiträume Endgeräte eine LTE-Verbindung haben herstellen können.

Bei Vodafone-Nutzern in der Stadt gelang das zwischen in 85,8 und 94,9 Prozent der Zeit. Das Netz der Telekom musste sich hier nur ganz knapp geschlagen geben und bewegte sich zwischen 85,7 und 93,5 Prozent. O2 folgt mit Werten zwischen 72,6 und 89,7 Prozent.

Telekom beherrscht das Land

Auf dem Land hatte derweil die Telekom die Nase deutlich vorn und konnte Endnutzer in elf der 13 Flächenländer am längsten mit 4G-Verbindungen versorgen. In Zahlen ausgedrückt sind das zwischen 84,4 und 90,9 Prozent der Zeit.

Für O2-Kunden auf dem Land sieht die Lage derweil weit weniger rosig aus. Die Negativrekorde erreichten Kunden in ländlichen Gebieten von Thüringen (58,1 Prozent), Saarland (56 Prozent) und Rheinland-Pfalz (49,8 Prozent). Selbst mit dem besten Ergebnis von 81,4 Prozent im ländlichen Nordrhein-Westfalen musste sich O2 dem schlechtesten Wert der Telekom geschlagen geben; den fuhr der Anbieter übrigens in Baden-Württemberg ein.

Durchsatzraten: O2 abgeschlagen, Vodafone durchwachsen

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Downloadraten: Die Telekom führt das Feld hier sogar in Stadt (39,5 bis 66,2 Mbit/s) und Land (27,0 bis 38,5 Mbit/s) an. Am schnellsten bediente das Telekom-Netz übrigens Nutzer in Städten Mecklenburg-Vorpommerns und ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens.

Bezeichnend ist, dass die besten per O2-Netz erreichten Durchsatzraten jeweils unter den schlechtesten Werten der Telekom liegen; O2-Nutzer erzielten maximal 27,0 Mbit/s in der Stadt und 24,8 Mbit/s auf dem Land.

Vodafone landete im Mittelfeld und erreichte Spitzenwerte von 25,9 Mbit/s auf dem Land und 50,5 Mbit/s im urbanen Umfeld. Bei Vodafone beobachtete Opensignal allerdings auch den größten Unterschied zwischen den höchsten und niedrigsten in Städten erreichten Durchsatz: Die Werte lagen hier um 33,2 Mbit/s voneinander entfernt.

Weitere Daten zur aktuellen Erhebung gibt es direkt bei Opensignal. Als Sonden nutzt Opensignal reale Endgeräte, auf denen eigene Apps oder Anwendungen eines Partners laufen. Gesammelt wurden die Daten vom 1. Oktober bis zum 30. Dezember 2019.

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