Mehr Qualität für mobile Lösungen

Mobile Testing im Fokus

| Autor / Redakteur: Holger Unrau / Andreas Donner

Zu einer ausgereiften Mobility-Strategie gehört auch das ausführliche Testen von Geräten und Apps – für viele Unternehmen kaum selbst zu meistern!
Zu einer ausgereiften Mobility-Strategie gehört auch das ausführliche Testen von Geräten und Apps – für viele Unternehmen kaum selbst zu meistern! ( © ellagrin - Fotolia)

Mobile Geräte etablieren sich als Standard-Endgerät. Unternehmen richten sich darauf ein und stellen mobile Business-Anwendungen be­reit. Bislang jedoch oft ohne ausreichende Qua­li­täts­si­che­rung. Dabei weisen mobile Lö­sun­gen Eigenheiten auf, die die Adaption her­kömm­li­cher QS-Verfahren nicht erlauben. Für Un­ter­neh­men, die mit dem Aufbau entsprechender Strukturen und Verfahren über­for­dert sind, bie­tet sich die Nutzung externer Test-Services an.

Mobile IT-Systeme haben sich in sehr kurzer Zeit als eigenständiger Bereich der IT etabliert: Tragbare Computer wie Laptops und Notebooks gehörten und gehören noch zur Welt der "traditionellen" IT, während "normale" Handys ihre Herkunft aus der Telefonie nie leugnen konnten. Mit dem 2007 von Apple eingeführten iPhone wurde nicht nur eine neue Geräte-Klasse geschaffen, es fiel auch der Startschuss für das Entstehen eines riesigen, weltweiten Marktes mit einem mittlerweile Milliarden zählenden und weiter wachsenden Nutzerkreis.

"Mobile Devices", also Smartphones und Tablets, künftig aber auch Smart-Watches und Wearables, beeinflussen heute auch die Verfahren, die Prozesse und die Geschäftsmodelle der herkömmlichen IT nachhaltig. Boten diese mobilen Geräte zunächst einen weiteren Zugangskanal ins Web, so ist dieser Weg heute bereits für viele Nutzer der Standard-Weg ins Internet. Es ist absehbar, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und dass Smartphones oder Tablets künftig für eine wachsende Zahl von Nutzern den einzigen Zugang zum Web bilden werden. Sie fungieren so als Enabler der Digitalen Transformation.

Auf dem Weg zur Dominanz mobiler Lösungen

Dies hat nachhaltige Auswirkungen auf das Agieren von Unternehmen, denn die Präsenz im Web allein reicht längst nicht mehr aus. Wenn die Nutzer, also die Kunden, ständig mit mobilen Geräten arbeiten, müssen Unternehmen, die ihre Kunden erreichen wollen, entsprechende Anwendungen bieten.

Es geht dabei gar nicht darum, ob Nutzer tatsächlich unterwegs – an der Bushaltestelle, am Flughafen oder im Restaurant – mit einem Unternehmen kommunizieren wollen. Diesen lange gepflegten Einwand gegen mobile Lösungen – "unsere Kunden nutzen die Software nur stationär" – hat die Entwicklung mittlerweile überrollt. Sobald mobile Lösungen der Standard-Zugang sind, heißt Kommunikation mit Kunden Mobility, auch wenn sie tatsächlich stationär erfolgt. Mobility ist generell zu einem Synonym für moderne Software geworden.

Das bedeutet auch, dass Mobility weit mehr ist, als mit einem IT-System nicht ortsgebunden zu sein. Die neuen mobilen Geräte haben auch einen neuen Umgang mit IT und neue Nutzungsweisen eingeführt, und dementsprechend neue Anforderungen. So würde heute kein Smartphone- oder Tablet-Nutzer akzeptieren, was in der herkömmlichen IT noch immer gang und gäbe ist: dass ein Gerät erst ein paar Minuten lang "hochfahren" muss, ehe man es benutzen kann.

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Andere Neuerungen betreffen die Art der Nutzung und Bereitstellung von Software, die Usability, den Austausch von Daten, die Sicherheit, Verfügbarkeit rund um die Uhr, die Integration in Netze oder auch den raschen Ersatz von Geräten durch die jeweils nächste Generation. Generell hat sich gezeigt, dass die Ansprüche der Nutzer hinsichtlich Funktionalität und Usability ihrer Anwendungen erheblich höher sind als in der herkömmlichen IT, aber auch viel höher als im klassischen Web-Umfeld.

Die rasante Verbreitung dieser mobile Geräte im Consumer-Markt führt dazu, dass auch Unternehmen von dieser Entwicklung betroffen sind, die selbst keine direkte Kommunikation mit Endkunden haben: denn auch Geschäftspartner und Mitarbeiter nutzen zunehmend diese neue IT.

Geschäftsprozesse werden daher zunächst in die mobilen Systeme verlagert, später kommen Prozesse dazu, die nur noch so abgebildet werden. Mobility wird in vielen – wenn auch nicht in allen – Bereichen zum Standard-Verfahren der Unternehmens-IT. Kein Unternehmen wird daher daran vorbei kommen, in der Mobility-Welt in irgendeiner Weise präsent zu sein – so wie heute die Präsenz im Web unverzichtbar ist, wird dies künftig für das Thema Mobility gelten. Die Situation wird künftig allerdings noch komplexer, weil auch relativ neue Themen wie Cloud Computing oder Internet der Dinge eng mit Mobility verbunden sind.

Veränderungen im Kontext Qualitätssicherung für mobile Lösungen.
Veränderungen im Kontext Qualitätssicherung für mobile Lösungen. (Bild: Mobile Testing IDC White Paper 2015, Seite 7)

Die meisten Unternehmen sind auf diese Entwicklung nicht genügend vorbereitet, auch wenn es mittlerweile überall Mobility-Strategien und zahlreiche Initiativen für eine Ausweitung des Engagements in diesem Bereich gibt. Viele Unternehmen haben erkannt, dass mobile Lösungen effiziente Geschäftsprozesse und schnelle Entscheidungen befördern. Etwa 60 Prozent der Unternehmen haben bereits entsprechende Projekte zumindest in Angriff genommen; 21 Prozent verfügen über eine Mobility-Strategie, mit der sie konkrete Kostensenkungen und Umsatzsteigerungen erreichen wollen. Spezifische Geschäftsmodelle auf Basis von Mobility sind allerdings noch selten.

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