Vernetzen ohne zu programmieren

Mit ein paar Klicks ins Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Melanie Engelen / Andreas Donner

Eines der größten Hindernisse in Sachen IoT war bis dato die Netzanbindung von Maschinen; das soll sich jetzt ändern.
Eines der größten Hindernisse in Sachen IoT war bis dato die Netzanbindung von Maschinen; das soll sich jetzt ändern. (Bild: Telekom)

IT-Projekte sind teuer und dauern – für den Einstieg ins industrielle Internet der Dinge gilt das jetzt nicht mehr: Einfach die Maschine mit dem Gateway verbinden und mit ein paar Klicks im Dashboard konfigurieren – fertig ist die M2M-Lösung. Möglich macht dies der Cloud Field Bus der Telekom.

Um Geräte und Maschinen unterschiedlicher Hersteller und Bauart für eine industrielle M2M-Lösung zu vernetzen, war bisher ein enormer Integrationsaufwand mit individueller Programmierung nötig. Für Produktionsanlagen, die per Modbus TCP, Modbus RTU oder CANBus kommunizieren, hat die Telekom jetzt eine effektive Lösung zur Vernetzung parat: Der Cloud Field Bus ermöglicht es Anwendern, ihre Maschinen, Geräte und Anlagen einfach per Mausklick mit der Cloud der Dinge, der Cloud basierten IoT-Plattform der Telekom, zu vernetzen. Dank der neuen Technologie können Unternehmen die automatisierte Überwachung und Steuerung innerhalb von Minuten beginnen.

Cloud Field Bus

In offenen Wide Area Networks gelten Feldbus-Protokolle und -Gateways als zu unsicher. Cloud Field Bus in Verbindung mit der sicheren Cloud der Dinge Plattform schützt durch Vertraulichkeit, Authentifikation und Autorisierung vor unberechtigtem Zugriff. Darüber hinaus stehen ergänzende Metadaten zur Verfügung, um die verschiedensten Gerätetypen vom einfachen Switch bis zum komplexen Blockheizkraftwerk über die Cloud der Dinge zu vernetzen.

Die Plattform unterstützt so ein ganzes Ökosystem von IoT-Applikationen, die sich problemlos und ohne individuellen Programmieraufwand realisieren lassen. Unternehmen greifen einfach und ohne große Investitionen in Hard- und Software über die Lösung auf ihre Maschinendaten zu. Dank der offenen Programmierschnittstellen haben Anwender zudem die Möglichkeit, die Plattform nahtlos in ihre bestehende IT-Umgebung einzubinden und so ihre Geschäftsprozesse zu vereinfachen und weiter zu entwickeln.

Konfigurieren statt programmieren

Ein neues Modbus Gerät in der Cloud der Dinge anzumelden, funktioniert mit dem Cloud Field Bus ohne Programmierkenntnisse. Notwendig sind neben dem Zugang zur Plattform ein Modbus-TCP-Gateway und die Benutzerhandbücher bzw. Modbus-Spezifikationen der Geräte. Der Nutzer meldet sich an der IoT-Plattform an und lädt die passende Firmware des Gateways aus der Cloud der Dinge herunter. Die Installation auf dem Gateway erfolgt gemäß Anleitung des Herstellers.

Im nächsten Schritt meldet er das Gateway in der Plattform an und konfiguriert die Übertragungsparameter. Um die Anmeldung abzuschließen registriert er das Modbus Gerät in der Cloud der Dinge und konfiguriert es. Sofort liest die Vernetzungslösung die Maschinendaten aus und die Gerätedaten können im Dashboard angezeigt werden. Über das Webportal überwacht und steuert der Anwender die Geräte und greift auf sämtliche Betriebsdaten zu. Er kontrolliert beispielsweise den Status aller angebundenen Maschinen in Echtzeit, aktualisiert Firm- und Software oder visualisiert Messwerte.

Ergänzendes zum Thema
 
Cloud der Dinge der Telekom

Komplettpaket für den einfachen Einstieg

Die Cloud der Dinge ermöglicht es, die Daten verschiedenster Geräte miteinander zu verknüpfen, in die bestehende IT-Umgebung und Geschäftsprozesse eines Unternehmens zu integrieren und auszuwerten. Um Werkstück und Fertigungsstraße miteinander kommunizieren zu lassen, bietet die Telekom zudem mehr als 30 zertifizierte Geräte an, die die Plattform bereits unterstützt. Darunter finden sich sowohl Systeme für die Entwicklung von Prototypen als auch professionelle Hardware für den Einsatz unter rauen Produktionsbedingungen.

„Besonders für Mittelständler ist der Einstieg in die digitale Wirtschaft jetzt viel einfacher, erklärt Christian Krebs, Commercial Manager M2M/IoT der Telekom Deutschland. „Statt in eigene Hard- und Software sowie Integration zu investieren, buchen Unternehmen die Lösung flexibel und skalierbar zum Festpreis pro Maschine. Auch Pilotpakete zum Festpreis sind möglich. Und mit dem Cloud Field Bus ist der technische Durchstich mit dem Prototypen in wenigen Minuten geschafft und die automatische Überwachung und Steuerung beginnt.“

Melanie Engelen.
Melanie Engelen. (Bild: Palmer Hargreaves)

Data Analytics inklusive

Im Dashboard der Cloud der Dinge greift der Administrator auf sämtliche Betriebsdaten der angebundenen Geräte zu. Anhand vordefinierter Schwellenwerte lassen sich Alarme festlegen und wen das System benachrichtigt. So ermöglicht die Plattform, Maschinen aus der Ferne zu überwachen und vorausschauend zu warten. Mit der Data Analytics-Funktion der Lösung lassen sich die über einen längeren Zeitraum gesammelten Gerätedaten logisch verknüpfen und in Echtzeit auswerten. Die Nutzung der Cloud der Dinge wird im Wesentlichen nach angeschlossenem Gerät abgerechnet, dank Mobilfunknutzung kann ein Pilotversuch unabhängig von der bestehenden IT-Infrastruktur starten. Gehostet ist die Cloud-Komplettlösung auf den hochsicheren, zertifizierten Servern der Telekom in Deutschland.

Über die Autorin

Melanie Engelen ist Redakteurin für Palmer Hargreaves.

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