Wenn IT und Medientechnik verschmelzen

Mehr Interaktion mit dem Microsoft Surface Hub

| Autor / Redakteur: Tobias Enders / Andreas Donner

Auf dem Surface Hub sorgt die vertraute Microsoft-Umgebung für stabile Workflows.
Auf dem Surface Hub sorgt die vertraute Microsoft-Umgebung für stabile Workflows. (Bild: AMPHOTO 2014 / Microsoft)

Das Microsoft Surface Hub repräsentiert eine neue Geräteklasse, die die bekannte Medientechnik in Besprechungsräumen maßgeblich verändern wird. Im Zentrum des Großbild-Devices – wie Microsoft seine Innovation selbst bezeichnet – steht die Interaktion.

Anwender werden mit Geräten wie dem Surface Hub leichter kommunizieren, zusammenarbeiten und Informationen austauschen. Denn das All-in-One-System vereint die Hardware und die Funktionalitäten von Displays, Smart Boards und Videokonferenzsystemen. Darüber hinaus sorgt das Ökosystem rund um das Betriebssystem Windows 10 für eine tiefe IT-Integration und bietet dadurch Unternehmen zahlreiche Erleichterungen und Einsatzmöglichkeiten.

Weitverbreitete Microsoft-Anwendungen wie Skype, Office oder OneNote lassen sich ohne weiteres auf dem Surface Hub anwenden. Die vertraute Microsoft-Umgebung sorgt für stabile Workflows – von der Dateierstellung bis zur Präsentation. Gleichzeitig können durch das Betriebssystem Windows 10 die neuen Universal Windows Apps verwendet werden. Diese stellen sicher, dass Anwendungen auf den unterschiedlichen Geräteklassen mit Windows 10 – vom Smartphone über den normalen Desktoprechner bis hin zum Surface Hub – ausgeführt werden können.

Die IT-Abteilung behält gleichwohl die Kontrolle über die Systeme, da diese zentral über das Back-End installiert und verwaltet werden. Das Surface Hub verfügt außerdem über die hohen Sicherheitsstandards von Microsoft. So lässt sich über Windows 10 einstellen, dass Inhalte nur berechtigten Nutzern zur Verfügung stehen und nach dem Ende einer Session automatisch vom System entfernt werden. Der nächste Anwender sieht also keine Daten von vorherigen Eingaben.

Ein Gerät – viele Einsatzmöglichkeiten

Damit ist das Surface Hub mehr als nur eine Videokonferenzlösung für Besprechungsräume. So verwenden mehrere Personen das Gerät gemeinsam als interaktives Whiteboard, mit dem sie brainstormen, Ideen diskutieren und Inhalte bearbeiten können. Selbst simultane Eingaben erkennt das System. Dadurch eignet es sich für Teams aus allen Branchen, die gerne intuitiv und kreativ arbeiten. Ein ähnliches Bild lässt sich in der Forschung und Lehre zeichnen. Der Unterricht gewinnt durch die interaktiven Möglichkeiten des Surface Hubs an Qualität, da moderne und innovative Lerntechniken die Schüler oder Studenten motivieren und aktivieren.

Daneben fungiert das Surface Hub als Anzeige-Frontend im Sales-Prozess. Mit detailreichen 3D-Produktkonfiguratoren lassen sich im Beisein des Kunden individuell angepasste Wunschlösungen definieren – von Fahrzeugen über Wohnungseinrichtungen bis hin zu Fertigungslinien oder Kraftwerken. Auf ähnliche Weise können Finanzdienstleister die Vermögenswerte ihrer Kunden während der Beratung detailliert präsentieren und mit ihnen die Anlagestrategie interaktiv modifizieren.

Schließlich lässt sich das Großbild-Device für reine Visualisierungen, etwa zentral orchestrierte Digital-Signage-Anwendungen, nutzen. Microsoft hat von vornherein einige Konfigurationsfunktionen, wie die Eingabeaufforderung, die Systemsteuerung oder den Registrierungseditor, entfernt, sodass sich das Surface Hub nicht von Fremden manipulieren lässt. Dadurch ist auch ein Einsatz an öffentlich zugänglichen Plätzen gefahrlos möglich.

Integration schützt bestehende Investitionen

Generell vereinfacht das Surface Hub interaktive Situationen – innerhalb von Unternehmen, im Austausch mit Partnern und Dienstleistern sowie im direkten Kundendialog. Aber da das Großbild-Device viele Elemente eines Konferenzraums – Videokonferenzlösung, Beamer respektive Display, Mikrofone und Kameras – in sich vereint, können weitere teure Investitionen überflüssig zu werden.

Insbesondere mittelständische Unternehmen mit knapp kalkulierten Budgets werden jede Anschaffung einer intensiven Kosten-Nutzen-Analyse unterziehen. Üblicherweise werden sich Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen eher für eine Integration des Surface Hubs in die bestehenden Strukturen entscheiden.

Gleichzeitig ist bei einer Neuanschaffung oder dem Austausch einzelner Systeme nicht garantiert, dass die unterschiedlichen Geräte untereinander kompatibel sind. Beispielsweise vertrauen viele Unternehmen für ihre Videokonferenzen auf die Systeme von Herstellern wie Cisco, Polycom, LifeSize oder Huawei – und statten nicht nur ihre repräsentative Konferenzsäle damit aus, sondern auch kleinere Besprechungsräume. Alle Geräte bilden dabei ein Netzwerk mit filigran abgestimmten Prozessen und Strukturen. Zudem müssen vermehrt mobile Mitarbeiter ins Konzept eingebunden werden, da viele Unternehmen ihren Angestellten flexible Arbeitsmodelle wie Home Offices ermöglichen.

Die Integration des Surface Hubs stellt dabei ein weiteres Puzzleteil im Integrationsbild dar. Denn Microsoft stattet das Gerät werksmäßig mit der Collaboration-Lösung Skype for Business aus. Kurzum: Nicht nur die Einsatzszenarien sollten bei einer Investitionsentscheidung abgewogen werden, sondern auch der Integrationsaufwand.

Kompatibilität der Geräte fördert Zusammenarbeit von Personen

Spezialisierte Dienstleister lösen dieses Problem, indem sie bisher nicht kompatible Kommunikationslösungen durch intelligente Schnittstellen und virtuelle Meeting-Räume vereinen. Beispielsweise lässt sich durch die Lösung HubConnect von GMS Global Media Services das Surface Hub vollständig in die interne Systemlandschaft einbinden sowie das gesamte Kommunikationsnetzwerk für externe Anwender öffnen.

Partnerunternehmen mit ihren eigenen Videokonferenzlösungen können sich ebenso wie Mitarbeiter im Home Office via WebRTC in die virtuellen Besprechungen einwählen. Unabhängig von dem jeweilig eingesetzten System bleibt die Benutzeroberfläche unverändert – die Anwender agieren daher stets in ihrer gewohnten Umgebung. Zudem stehen allen Teilnehmern herstellerübergreifend Funktionalitäten für bidirektionales Content Sharing, also das Senden, Empfangen und Anzeigen von Inhalten, zur Verfügung. Die Verantwortlichen in den Unternehmen stellen so sicher, dass sich die Anwender keine Gedanken über die Kompatibilität der Systeme machen müssen und jederzeit Besprechungen mit einem beliebigen Teilnehmerkreis aufsetzen können. Die erhöhte Kompatibilität des Surface Hubs zu anderen Systemen erweitert den weitreichenden Collaboration-Anspruch des Geräts zusätzlich.

Unternehmen nutzen diesen Service als eigenständige Plattform On-Premise aber auch als Cloud-Dienst über das Rechenzentrum des Dienstleisters oder in der Cloud-Computing-Plattform Microsoft Azure. Übergeben Betriebe die Aufgabe an externe Partner, müssen sie auch keine weiteren Investitionen in zusätzliche Hardware und deren Wartung tätigen. Für Sicherheit und Aktualität des Systems sorgt schließlich der Dienstleister beziehungsweise Microsoft. Auf diese Weise können Unternehmen das Großbild-Device ohne großen Aufwand in bestehende Systemarchitekturen einbinden, die vorhandenen Investitionen in Videokonferenz- und Medientechnik schützen und die Anwenderzufriedenheit erhöhen.

Tobias Enders
Tobias Enders (Bild: GMS)

Fazit

Das Surface Hub führt Medientechnik und IT enger zusammen. Die neuen Möglichkeiten der Interaktion bieten Unternehmen Vorteile in zahlreichen Einsatzszenarien. Bestehende Investitionen lassen sich durch geeignete Schnittstellen zwischen Medientechnik und der Microsoft-Welt sichern. Hersteller von traditioneller Medientechnik stehen daher vor großen Herausforderungen. Sie müssen entsprechend reagieren und ihre eigenen Antworten auf diese tiefe IT-Integration der Microsoft-Entwicklung finden. An dem Surface Hub jedenfalls führt kein Weg mehr vorbei.

Über den Autor

Tobias Enders ist Geschäftsführer von GMS Global Media Services.

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