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YouGov-Umfrage in 14 Ländern Mehr als jeder zweite Europäer misstraut chinesischen Routern

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Eine im Auftrag von FRITZ! durchgeführte Umfrage attestiert europäischen Routerherstellern hohes Vertrauen, während chinesische und russische Anbieter schlecht abschneiden. Auffällig ist eine andere Erkenntnis: Viele Verbraucher wissen schlicht nicht, woher ihr Router stammt.

Beim Misstrauen ist die Rangfolge klar. Bei der Frage, woher ein Router tatsächlich stammt, sind sich die meisten Befragten dagegen unsicher.(Bild:  FRITZ)
Beim Misstrauen ist die Rangfolge klar. Bei der Frage, woher ein Router tatsächlich stammt, sind sich die meisten Befragten dagegen unsicher.
(Bild: FRITZ)

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag des Berliner Routerherstellers FRITZ! (vormals AVM), der seit Sommer 2024 mehrheitlich der in London ansässigen Family Office Imker Capital Partners gehört, untersucht, wie europäische Verbraucher die Vertrauenswürdigkeit von Routerherstellern aus verschiedenen Weltregionen beurteilen. Befragt wurden im April 2026 nach Angaben des Unternehmens 16.474 Personen in 14 europäischen Ländern, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich sowie mehrere skandinavische Staaten.

Russland und China hinten, Europa vorn

Das höchste Misstrauen schlägt laut der Erhebung russischen Herstellern entgegen: 67 Prozent der Befragten im Gesamtpanel sprechen ihnen kein Vertrauen aus. Es folgen Anbieter aus China mit 52 Prozent. Damit misstraut über alle 14 Länder hinweg mehr als jeder zweite Befragte chinesischen Routern. US-amerikanische Hersteller kommen auf eine Misstrauensquote von 38 Prozent, europäischen Herstellern misstrauen lediglich 11 Prozent.

In Deutschland fällt die Skepsis gegenüber nicht-europäischen Anbietern durchgängig stärker aus. Russischen Herstellern misstrauen hier 68 Prozent, chinesischen 58 Prozent und US-amerikanischen 45 Prozent. Europäischen Herstellern stehen auch die deutschen Befragten mit 11 Prozent kaum misstrauisch gegenüber.

Unklare Herkunft als blinder Fleck

Bemerkenswerter als die Vertrauenswerte ist eine andere Erkenntnis der Befragung: Viele Verbraucher können die Herkunft gängiger Marken nicht korrekt zuordnen. Beim chinesischen Hersteller TP-Link wissen demnach nur 14 Prozent der Befragten, dass das Unternehmen aus China stammt. 16 Prozent halten es fälschlicherweise für einen europäischen Anbieter, 51 Prozent können die Frage nicht beantworten. Beim Anbieter Netgear sind sich 49 Prozent unsicher.

Eindeutiger fällt die Zuordnung nur bei wenigen Marken aus. Starlink ordnen 55 Prozent korrekt den USA zu, Huawei verbinden 77 Prozent mit China. FRITZ! selbst ordnen in Deutschland 76 Prozent richtig als europäischen Hersteller ein, in den 13 weiteren Ländern hingegen nur 34 Prozent.

Auch bei Mietgeräten über den Internet-Provider trügt der Eindruck: Über alle Länder hinweg gehen die Befragten mehrheitlich davon aus, dass Mietrouter großer Provider aus europäischer Fertigung stammen, obwohl dies vielfach nicht zutrifft. Bei Kunden der Deutschen Telekom liegt dieser Wert nach Angaben des Auftraggebers bei 79 Prozent, bei Vodafone-Kunden bei 60 Prozent.

„Made in Europe“ gewinnt an Gewicht

Für die Kaufentscheidung spielt die europäische Herkunft eine wachsende Rolle. 55 Prozent der in Europa Befragten geben an, dass ihnen eine Entwicklung und Fertigung in Europa wichtig oder sehr wichtig sei. Zwischen den einzelnen Ländern schwankt dieser Wert nur geringfügig.

Die Daten basieren laut FRITZ! auf einer repräsentativen Online-Befragung in 14 europäischen Ländern, deren Ergebnisse je Land nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und gewichtet wurden.

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