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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 19 LAN-Switching und LAN-Bridging bei lokalen Netzwerken

| Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Moderne LANs beruhen nicht nur auf Definitionen für schnellere Schnittstellen, wie Gigabit Ethernet, sondern vor allem auf dem Prinzip des LAN-Switchings. Ein LAN-Switch ist aber dem Prinzip nach eine leistungsfähige Multiport-Bridge. Bevor wir endgültig zu den modernen LANs kommen, müssen wir uns daher die Funktionen einer klassischen LAN-Bridge genauer ansehen.

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Bridges ermöglichen die Zusammenschaltung von Subnetzen; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
Bridges ermöglichen die Zusammenschaltung von Subnetzen; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Lokales Netz unterliegt leider immer deutlichen Grenzen in seiner geographischen Ausdehnung und/oder der Anzahl anzuschließender Endgeräte. In modernen Unternehmen und Organisationen gibt es aber üblicherweise viele begrenzte LANs und das nunmehr dem Benutzer/Besitzer überlassene Problem, diese geeignet zusammenzuschalten.

Dabei gibt es unterschiedliche Gründe für eine Zusammenschaltung lokaler Netze. Insbesondere bilden LANs in den Unternehmen Informationsinseln. Im Zuge einer gewünschten Verbindung dieser Inseln durch eine zusammenhängende und flächendeckende Gesamtnetzinfrastruktur liegt z.B. der Gedanke nahe, ein standortweites Hochgeschwindigkeits-Backbonenetz einzusetzen, welches alle LANs miteinander verbindet und über eine Kopplung z.B. mit einer ISDN-Nebenstellenanlage oder einem anderen, hierfür spezifischen Gerät Übergänge zu anderen Netzen herstellt. Auf diese Weise können alle verfügbaren Dienstleistungen im gesamten Standort zugänglich gemacht werden.

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Insgesamt haben alle möglichen Techniken zur Verbindung irgendwelcher Netze untereinander den Oberbegriff „Internetworking“. Grundsätzlich kann der Einsatz von Netzkoppelkomponenten eine Reihe von Vorteilen bieten. Denn bspw. die Bildung von Subnetzen und Netzhierarchien oder auch redundanter und dadurch fehlertoleranter Netzstrukturen kann zu einer übersichtlichen Strukturierung des Netzes beitragen.

Fehler wirken sich damit im Allgemeinen nur in den Teil- oder Subnetzen und nicht „global“ aus und können somit besser lokalisiert werden. Die Überwindung netzspezifischer Beschränkungen (geographische Ausdehnung, maximale Anzahl von Netzanschlüssen, Kopplung unterschiedlich schneller Netze auf eventuell verschiedenen Medien etc.) ist aber wohl das stärkste technische Argument. Wir werden diese Aspekte später nochmals aufgreifen.

Wesentlich ist, dass eine moderne Netzwerk-Struktur nicht durch ein großes LAN, sondern durch die Zusammenschaltung Lokaler Netze implementiert wird. Dafür gibt es prinzipiell zwei Alternativen:

  • 1. bedarfsorientierte (unsystematische) Zusammenschaltung der LANs durch Brücken und Router
  • 2. systematische Zusammenschaltung der LANs durch ein Backbone-Netz

weiter mit: Eine Geräteübersicht

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