Im IP-Insider-Test: CA Nimsoft Monitor Snap

Kostenloses Überwachungstool für kleine Netze

| Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Andreas Donner

Der Nimsoft Monitor Snap ist für einen Einsatz in kleinen Netzen konzipiert und ein attraktives Angebot von CA.
Der Nimsoft Monitor Snap ist für einen Einsatz in kleinen Netzen konzipiert und ein attraktives Angebot von CA. (Bild: IAIT/CA)

Mit Nimsoft Monitor Snap bietet CA Technologies eine kostenlose Variante der Nimsoft Monitor-Lösung an. Das Tool unterstützt Netzwerke mit bis zu 30 Geräten und überwacht Datenbanken, Clients, Server, virtuelle Umgebungen, Anwendungen, und Speicherprodukte. Wir haben uns im Testlabor angesehen, was das kostenfreie Werkzeug taugt.

Mit Nimsoft Monitor Snap wendet sich CA vor allem an kleinere und mittelgroße Organisationen ohne große IT-Budgets und ohne tiefgehendes Fachwissen im Bereich Netzwerküberwachung. Deswegen hat CA großen Wert darauf gelegt, dass sowohl die Installation als auch der Betrieb von Nimsoft Monitor Snap sehr einfach abläuft.

Das Produkt basiert auf der CA Nimsoft Monitor-Lösung und bringt einen wesentlichen Teil des Leistungsumfangs des kommerziellen Produkts mit. Es gibt allerdings diverse Einschränkungen: So wurde zum Beispiel die Zahl der zu überwachenden Geräte auf 30 begrenzt und die maximale Größe des Datenspeichers liegt bei zehn Gigabyte.

CA gibt an, dass die Anwender von Nimsoft Monitor Snap weniger als eine Stunde brauchen, um die Lösung in Betrieb zu nehmen. Anschließend sorgen Dashboards und Alarmfunktionen dafür, dass die Verantwortlichen und Executives Kenntnis über auftretende Schwierigkeiten erhalten und sich so frühzeitig der Problemlösung widmen können. Um einen noch besseren Überblick zu erlangen, bietet das Tool zudem umfassende Reports, die sich bei Bedarf automatisch in bestimmten Intervallen erstellen lassen.

Der Testparcours

Im Test installierten wir Nimsoft Monitor Snap auf einem IBM X-Server mit einer Quad-Core Intel Xeon-CPU mit 1,6 GHz Taktfrequenz, zehn GByte RAM und 1,5 TByte Festplattenplatz. Laut CA benötigt die Software mindestens drei GByte Arbeitsspeicher plus das RAM für das Betriebssystem, eine Dual Core-CPU mit 1,6 GHz Taktfrequenz und 15 GByte freie Harddisk-Kapazität. Als Betriebssystem können die 64-Bit-Version von Windows 7 mit Service Pack 1 oder neuer beziehungsweise Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1 oder neuer zum Einsatz kommen. Wir verwendeten im Test Windows Server 2012 R2.

Nach dem Abschluss des Setups führten wir eine Erkennung der Geräte in unserem Netz durch und fügten den gefundenen Systemen anschließend die Probes – also die Überwachungsmethoden – hinzu, die für die jeweils darauf laufenden Dienste geeignet waren. Insbesondere behielten wir dabei Datenbanken, Hypervisoren, Webseiten, diverse Anwendungen beziehungsweise Dienste sowie Netzwerkkomponenten und Datenspeicher im Auge. Anschließend nahmen wir den Leistungsumfang des Produkts unter die Lupe, setzten Alerts und Reports ein und analysierten, wie die tägliche Arbeit mit der Lösung ablief. Außerdem prüften wir, wie sich Grenzwerte zum Auslösen von Alarmen modifizieren ließen und warfen einen Blick auf die Dashboards.

Inbetriebnahme

Nach dem ersten Anmelden mit dem Administratorkonto erscheint zunächst der Assistent zum Durchsuchen des Netzwerks und zum Erkennen der Netzwerkgeräte. Er ermöglicht es, diverse Authentifizierungsprofile anzulegen, mit denen sich Nimsoft Monitor Snap bei den zu überwachenden Systemen im Netz anmelden und Informationen abrufen kann. Dazu gehören Windows-Konten für WMI-Abfragen, SSH- und Telnet-Credentials zum Überwachen von Linux-, Unix- und Vmware-Servern sowie SNMP-Profile zum Abfragen von Netzwerkgeräten.

Im nächsten Schritt geht es daran, die zu durchsuchenden Netzwerkbereiche zu definieren. Das funktioniert entweder über einzelne IP-Adressen, über IP-Adressbereiche mit Start- und Endadressen oder über die Basis-IP-Adresse des jeweiligen Netzwerks mit einem Routing-Prefix zur Definition der Maske, wie zum Beispiel 192.168.0.0/24 für ein Klasse-C-Subnetz.

Den festgelegten Bereichen lassen sich beliebig viele Authentifizierungsprofile zuweisen. Die Monitoring-Lösung versucht dann, sämtliche Login-Daten bei jedem gefundenen Gerät zu verwenden, was sicherstellt, dass möglichst viele Informationen gesammelt werden können.

Zum Schluss legen die Administratoren fest, ob und wie oft der Discovery-Lauf in Zukunft automatisch wiederholt werden soll. Für unseren Test sorgten wir dafür, dass die Software die Discovery jeden Tag in der Mittagspause durchführte. In unserem Testnetz mit 2.000 vorhandenen Adressen dauerte der Erkennungslauf übrigens etwa eine halbe Stunde.

CA Nimsoft Monitor Snap im Betrieb

Nach dem Abschluss der Discovery fanden sich alle bei uns im Netz aktiven Geräte in der Übersicht. Die ersten 15 davon werden von Anfang an überwacht. Die anderen Devices lassen sich durch einen Klick auf den jeweiligen Eintrag zu den zu überwachenden Systemen hinzufügen, woraufhin die Software damit anfängt, Daten von den betroffenen Komponenten zu sammeln. Dieses Vorgehen ergibt Sinn, da ja die Zahl der Client-Systeme auf 30 beschränkt ist. Dank des beschriebenen Ansatzes stellen die zuständigen Mitarbeiter nämlich von vornherein sicher, dass das Monitoring-Tool die Komponenten im Auge behält, die für das jeweilige Unternehmen wichtig sind und nicht die, die es zufällig zuerst gefunden hat. So lässt sich der Nimsoft Monitor Snap schnell und unproblematisch in Betrieb nehmen.

Machen wir uns jetzt etwas genauer mit dem Verwaltungswerkzeug und dem allgemeinen Leistungsumfang der Lösung vertraut. Nach dem Login findet sich der Anwender in einem Managementwerkzeug wieder, das in die vier Bereiche "Home", "Reports", "Accounts" und "Community" unterteilt wurde.

Der wichtigste Teil des Interfaces ist auf jeden Fall "Home", da hier sämtliche Konfigurationsaufgaben durchgeführt werden. Auf der linken Seite findet sich eine Baumstruktur mit Gruppen, dem Inventory, einer Geo-Übersicht und Suchergebnissen. Bei Bedarf besteht auch die Option, die Einträge als Icons beziehungsweise Kacheln darzustellen.

Die Inventory-Übersicht stellt das Herzstück von CA Nimsoft Monitor Snap dar. Sie umfasst zunächst einmal den Monitoring Server mit den dazugehörigen überwachten Systemen. Rechner, bei denen die Überwachung einen Fehler zutage gefördert hat, werden an dieser Stelle farblich gekennzeichnet. Die zuständigen Mitarbeiter sind im Betrieb dazu in der Lage, einzelne Systeme einzusehen, Probleme zu lösen, das Inventory zu exportieren und Suchläufe durchzuführen.

Wechseln die Administratoren auf den Eintrag einer überwachten Komponente, so erhalten sie zunächst einmal eine Übersicht mit dem Namen des Rechners, der IP-Adresse, dem dazugehörigen Monitoring Server und einem Dashboard mit der Network Response Time. Dazu kommt ein Reiter mit Alarmen. Diese erscheinen an dieser Stelle gerätebezogen, man sieht also nur die Alarme, die für das jeweilige System relevant sind.

Unter "Metrics" findet sich eine Übersicht über alle Überwachungsdaten wie Paketverluste, HTTP-Antwortzeiten und ähnliches in grafischer Form. Interessant ist der Reiter "Monitoring"; er präsentiert die einzelnen Probes und ermöglicht es den Nutzern, weitere Probes hinzuzufügen. Dazu gehören zum Beispiel Probes zum Überwachen des Apache-Webservers, des Cisco UCS-Servers, der Dienste DHCP und DNS, der CPU-Last, der Festplatten, des Arbeitsspeichers, des Netzwerks und der Meldungen über SNMP. Außerdem existiert eine Probe, die VMware-Umgebungen überwachen kann.

Nach dem Klick auf eine Probe erhalten die zuständigen Mitarbeiter die Möglichkeit, diese zu konfigurieren. Beim Netzwerk Monitoring lässt sich beispielsweise das Intervall festlegen, in dem die Probe den Datenverkehr analysiert. Außerdem ist es auch möglich, Grenzwerte zu setzen, bei deren Überschreiten die Probe Alarm auslöst.

Die SNMP Probe überwacht im Gegensatz dazu die CPU-Auslastung, die Lüfter, den Speicher, die Netzwerkinterfaces, die Stromversorgung sowie Spannung und Temperatur. Es lassen sich hier auch jederzeit eigene Überwachungsroutinen definieren.

Die VMware-Probe zeigt im Betrieb nicht nur die auf den jeweiligen Systemen vorhandenen virtuellen Maschinen, sondern auch die Antwortzeit des Web Services API an. Virtuelle Maschinen lassen sich im Betrieb bei Bedarf übrigens genauso überwachen wie andere Komponenten.

weiter mit Reports und Fazit

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