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Bürgerinitiative betreibt IoT-Hotspot Kleines IoT-Netz im Havelland

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

In der Kleinstadt Friesack gibt es seit Kurzem ein IoT-Netz mit einem Radius von vier Kilometern. Betreiber ist die Bürgerinitiative Innovation Hub Havelland (iHVL). Die Technologie kommt von Sigfox. Als Standort der Mikrobasisstation wurde der Dachboden in einem Privathaus gewählt.

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Die Bürgerinitiative Innovation Hub Havelland (iHVL) engagiert sich für mehr Hightech im ländlichen Bereich.
Die Bürgerinitiative Innovation Hub Havelland (iHVL) engagiert sich für mehr Hightech im ländlichen Bereich.
(Bild: iHVL)

Viel Geld habe die für Einrichtung des IoT-Hotspots verantwortliche Bürgerinitiative nicht in die Hand nehmen müssen. 400 Euro Investment hätten ausgereicht, um die Brandenburger Kleinstadt im Havelland mit Konnektivität des IoT-Dienstleisters Sigfox zu versorgen. Für die Installation der Sigfox Access Station Micro auf dem Dachboden eines Privathauses seien lediglich ein Stromanschluss und ein Ethernetkabel erforderlich gewesen. Die Mikrobasisstation sei binnen weniger Minuten betriebsbereit gewesen. Sie könne bei freier Sicht einen Radius von rund vier Kilometern abdecken.

„Ich verleihe Moderationskoffer mit Legomaterial europaweit für Managementtrainings und zur Strategieentwicklung. Wo sich diese befinden, möchte ich gern jederzeit wissen – dies natürlich auch in unserem ländlich gelegenen Lager im Havelland. Deshalb habe ich gern meinen Dachboden dafür bereitgestellt“, erklärt Christoph Köpernick, Initiator der Initiative Innovation Hub Havelland (iHVL).

„Wenn man rund 50 Kilometer von Berlin im Havelland wohnt und arbeitet, befindet man sich, was Hightech, Innovation und Wirtschaftskraft betrifft auf Ground Zero. Wir wollen als iHVL ein Zeichen setzen, dass man auch in Friesack neueste Technologien einsetzen kann und dass sich privates Engagement zum Wohle aller der hier lebenden und auch beruflich tätigen Menschen lohnt. Das 0G-Netz von Sigfox ist hierfür perfekt geeignet und ideal auch für Landwirte, denn sie können smarte Sensoren einsetzen, um beispielsweise den genossenschaftlich gesteuerten Landmaschineneinsatz zu optimieren. Deshalb wollten wir nicht bis zum offiziellen Netzausbau durch Sigfox warten und haben Eigeninitiative ergriffen. Viel Investment brauchte es ja auch nicht“, erklärt Dagmar Möller, aktives Gründungsmitglied vom iHVL.

„Wir freuen uns sehr über das Engagement und die kreativen Ideen des iHVL und dass unsere Technologie so begeistert angenommen wird. Ursprünglich haben wir die Mikrobasisstation für kommerzielle Applikationen in Unternehmen entwickelt, die entweder sehr abgeschottet in Kellern und unterirdischen Gängen oder auch extrem abgelegen – bisweilen in tiefen Tälern – liegen. Selbstverständlich kann aber solch eine Mikrobasisstation auch für alle weiteren im Umkreis wohnenden und arbeitenden Menschen von hohem Nutzen sein“, erklärt Aurelius Wosylus, Chief Sales Officer von Sigfox Germany. Dennoch verweist Sigfox auch darauf, dass der weitere allgemeine Netzausbau nicht auf die Anwender abgewälzt werden soll. Die Bereitstellung der Sigfox Access Station Micro sei vielmehr eine Zusatzoption, mit der Kunden ab sofort und mit geringen Investitionskosten hohe Quality-of-Service selbst sicherstellen können, sollte die allgemeine Netzabdeckung nicht hinreichend sein.

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