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Monitoring-Stack wächst um Telemetrie und Testverfahren Checkmk 2.4 integriert OpenTelemetry und synthetische Tests

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit Version 2.4 erweitert Checkmk seine Monitoring-Plattform um OpenTelemetry-Metriken und synthetische Tests. Die Neuerungen sollen helfen, Fehlerquellen schneller aufzudecken und Cloud-Umgebungen automatisiert zu überwachen.

Checkmk 2.4: Benutzerdefiniertes Dashboard mit OpenTelemetry-Metriken(Bild:  Checkmk)
Checkmk 2.4: Benutzerdefiniertes Dashboard mit OpenTelemetry-Metriken
(Bild: Checkmk)

Checkmk hat seine Plattform in Version 2.4 um Funktionen ergänzt, die eine durchgängige Überwachung vom Backend bis zur Nutzerinteraktion ermöglichen. Dazu zählt die Integration von OpenTelemetry ebenso wie ein Ausbau des synthetischen Monitorings. Ergänzt wird das Update durch neue Werkzeuge für automatisiertes Cloud-Monitoring, verbesserte Benachrichtigungssteuerung und ein dynamisches Host-Management für volatile Infrastrukturen.

„Mit der OpenTelemetry-Integration und synthetischen Tests schaffen wir eine vollständige End-to-End-Sicht auf Applikationen. So lassen sich Fehler und ihre Ursachen trotz der komplexen Abhängigkeiten moderner IT-Stacks früher erkennen und gezielt beheben”, erklärt Jan Justus, CEO von Checkmk. „Gleichzeitig senken neue Features wie Quick-Setup und Notification Hub die Einstiegshürden für Generalisten, damit IT-Teams ihre Systeme auch bei knappen Ressourcen zuverlässig und leistungsfähig betreiben können.”

OpenTelemetry-Daten auf Host-Ebene bündeln

Mit dem integrierten OpenTelemetry-Collector erweitert Checkmk die Plattform um einen Baustein für Application Observability. Der Collector soll sowohl direkt als auch über Prometheus-Endpunkte Telemetriedaten aus Applikationen aufnehmen können. Diese sollen sich anschließend einzelnen Hosts zuordnen lassen.

Die Metriken geben laut Checkmk Aufschluss über Performance, Verfügbarkeit und Fehlerquellen – unmittelbar aus dem Anwendungscode heraus. IT-Verantwortliche sollen so nicht nur erkennen können, dass etwas nicht funktioniert, sondern auch genau wo und warum. Laut Anbieter sollen sich damit auch unbekannte Fehlerbilder schneller identifizieren und beheben lassen.

Synthetisches Monitoring ausgebaut

Ergänzt werde die Anwendungssicht durch ein überarbeitetes System für synthetische Tests. Bereits in Version 2.3 hatte Checkmk sogenannte Testroboter eingeführt, die Nutzeraktionen simulieren. Diese sollen sich nun zentral über die Weboberfläche verwalten, hochladen und konfigurieren lassen.

Die Testroboter können geklont, angepasst und automatisiert über die Checkmk-Agentenbäckerei auf Linux- oder Windows-Testknoten ausgerollt werden. Neu sei auch die Möglichkeit, Tests in abgeschotteten Offline-Umgebungen durchzuführen. Darüber hinaus erlaube ein KPI-Monitoring die gezielte Beobachtung einzelner Prozessschritte innerhalb eines Tests.

Cloud-Monitoring mit Schnellstart

Mit dem „Quick Setup“ führt Checkmk eine geführte Konfiguration für Cloud-Umgebungen ein. Der Assistent richte sich an Administratoren, die AWS, Azure oder Google Cloud Platform anbinden wollen.

Die Einrichtung erfolge schrittweise, während komplexe Konfigurationsprozesse im Hintergrund automatisiert ablaufen. Verbindungstests sollen dabei sicherstellen, dass alle Systeme korrekt eingebunden sind. Der Einstieg ins Cloud-Monitoring könne laut Anbieter damit in wenigen Minuten gelingen.

Benachrichtigungen im Hub bündeln

Auch die Alarmierung hat Checkmk überarbeitet. Der neue Notification Hub soll alle relevanten Einstellungen an einem Ort zusammen führen. Eine überarbeitete Oberfläche soll das Einrichten, Anpassen und Feintuning der Benachrichtigungen vereinfachen.

Neu sei ein geführter Modus, der Einsteiger Schritt für Schritt durch die Konfiguration leitet. Drop-down-Menüs, Slide-outs und Best-Practice-Voreinstellungen sollen die Fehlerquote senken und die Bedienung erleichtern.

Kubernetes-Umgebungen automatisch erfassen

Mit Blick auf dynamische Infrastrukturen führt Checkmk eine automatisierte Host-Verwaltung ein. In Kubernetes-Clustern oder virtualisierten Landschaften entstehen und verschwinden Hosts kontinuierlich. Die Plattform erkenne solche Änderungen in Echtzeit und passe die Überwachung automatisch an.

Nicht mehr aktive Systeme werden entfernt, neue Hosts unmittelbar integriert. Die Funktion sei auf maximale Skalierbarkeit ausgelegt – auch bei mehreren hundert Änderungen pro Minute soll die Monitoring-Plattform stabil und performant bleiben.

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