Fujitsu und DXC zeigen Anwendungen für Distributed Ledger

IOTA-Demos auf Hannover Messe

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

DXC und IOTA wollen am Praxisbeispiel eines Industrieroboters zeigen, wie eine hochsichere Kommunikation in der Fertigung aussieht.
DXC und IOTA wollen am Praxisbeispiel eines Industrieroboters zeigen, wie eine hochsichere Kommunikation in der Fertigung aussieht. (Bild: Deutsche Messe/ Rainer Jensen)

IOTA wird ein Thema der aktuellen Hannover Messe sein. So wollen beispielsweise DXC und Fujitsu live vorführen, wie die Blockchain-Alternative die Industrie 4.0 sicher vernetzt sowie Logistik- und Produktionsschritte unveränderbar speichert.

Roboter sind eigentlich nichts Ungewöhnliches auf Industriemessen. Auf der heute beginnenden Hannover Messe lohnt es sich dennoch genauer hinzuschauen: Denn einzelne Demo-Systeme nutzen bereits IOTA, um hochsicher zu kommunizieren.

Sichere Logistikketten über mehrere Firmen

So hat Fujitsu Technology Solutions (Fujitsu) etwa zwei voneinander unabhängige Fertigungsstraßen aufgebaut, welche die Produktion zweier Unternehmen repräsentieren. Hier werden dann nicht nur Daten aus Maschinenumgebungen extrahiert, aufbereitet und visualisiert. Mit einem integrierten Trusted Audit Trail will der Anbieter zudem das Potential von IOTA demonstrieren.

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Im IOTA-Tangle – also jenem gerichteten, azyklischen Graphen, der die Basis eines Distributed Ledgers bildet – sollen dabei Logistik- und Produktionsschritte sicher sowie unveränderbar gespeichert werden. Wird in die Produktion eingegriffen, schlägt die Lösung Alarm oder sortiert fragliche Materialien automatisch aus. So lasse sich nachweisbar sicherstellen, dass nur Originalkomponenten verbaut wurden – und keine Fälschungen. Als geeignete Anwendung nennt Fujitsu insbesondere Logistikketten die mehrere Firmen überspannen.

Objekte der realen Welt werden im beschriebenen Szenario beispielsweise optisch oder per RFID erfasst. Das IOTA-Tangle übernimmt die Rolle einer klassischen Datenbankimplementierung – sei im Gegensatz zu dieser aber bereits von Haus aus fälschungssicher. Als verteiltes Wirtschaftsbuch sei das Tangle zudem nicht an eine Institution gebunden und könne auch lange Lebenszyklen von Daten hervorragend bedienen.

Als Head of Central Europe bei Fujitsu hatte Rolf Werner die Demo bereits im Vorfeld der Hannover Messe per YouTube angekündigt. Anfang April begrüßte die IOTA Foundation Werner zudem als neues Mitglied.

Risikoschutz für neue digitale Welt

Der IT-Dienstleister DXC Technology bringt sich derweil mit „seiner Kombination aus Informationstechnik und der dazugehörigen Durchdringung von Produktionsanlagen“ als „idealer Integrationspartner für das IOTA-Protokoll“ in Stellung. Der Ansatz biete zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten und sei ein wichtiger Baustein um „[die] neue digitale Welt professionell gegen Risiken zu schützen.“

In Hannover will man mit einem Industrieroboter vorführen, wie eine hochsichere Kommunikation in der Fertigung aussieht.

Messe und Konferenzprogramm

Die Hannover Messe findet vom 23. bis 27. April 2018 statt. Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Connect & Collaborate“ präsentieren mehr als 5.000 Aussteller aus 75 Ländern ihre Technologien für die Fabriken und Energiesysteme der Zukunft. DXC Technology präsentiert sich in Halle 6, Stand B46; Fujitsu Technology Solutions ist in Halle 7, Stand E16 zu finden.

Im Konferenzprogramm können sich Messebesucher überdies am 27. April zum Thema informieren. Ab 11:30 Uhr startet dann in Halle 8 an Stand D17 der Vortrag „Sichere I4.0 Anwendungen mit Blockchains der zweiten Generation“.

Und was ist mit der Blockchain?

Übrigens: Wenngleich Fürsprecher IOTA als nächste Evolutionsstufe der Blockchain bezeichnen, ist diese auf der Hannover Messe noch lange nicht ausgestorben. Eine entsprechende Suche auf der Homepage des Veranstalters lieferte am Vorabend des Messebeginns elf Aussteller, zwölf Produkte sowie 30 Events.

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