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IT-Trends 2022 In einer digitalen Welt bestehen

Quelle: Pressemitteilung

IDC stellt die weltweiten Prognosen für die IT-Industrie für die Jahre ab 2022 vor. Die Studie „FutureScape“ beleuchtet die kritischen Transformationen, die Unternehmen meistern müssen, um in einer primär digitalen Welt bestehen zu können.

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IDC wirft einen Blick in die Zukunft.
IDC wirft einen Blick in die Zukunft.
(Bild: Pixabay)

Während die disruptiven Kräfte der Covid-19-Pandemie das globale Business weiterhin prägen, bleibt ein wichtiger Trend unverändert: die stetige Entwicklung in Richtung einer „Digital-First“-Welt. IDC geht davon aus, dass bis 2022 mehr als die Hälfte der Weltwirtschaft komplett digital funktioniert oder von der Digitalisierung beeinflusst sein wird, da die meisten Produkte und Dienstleistungen digital bereitgestellt werden oder eine digitale Ergänzung erfordern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür müssen Unternehmen ihre Investitionen in digitale Tools priorisieren, um ihre physischen Produkte und Angebote zu erweitern. Infolgedessen wird bis 2024 mehr als die Hälfte aller Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) mit der Digitalen Transformation verknüpft sein.

„Die Digitalisierung ist heute ein fester, aber dynamischer Bestandteil unserer Welt. Die IT- und Kommunikationsbranche selbst wird in den nächsten Jahren zu denen gehören, die sich am stärksten verändern. CIOs müssen Beschaffungs-, Entwicklungs- und Serviceteams aufbauen, die sich an As-a-Service- und ergebnisorientierten Modellen zur Technikbereitstellung ausrichten. Die Hauptaufgabe von ITK-Anbietern besteht dagegen darin, Unternehmen dabei zu unterstützen, den Wert ihrer Daten zu steigern, sie zu verarbeiten, nutzen und zu teilen“, sagt Rick Villars, Vice President for Worldwide Research der IDC Group.

Die FutureScape-2022-Studie von IDC konzentriert sich auf die sozialen, wirtschaftlichen und technologischen Strömungen, durch die Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren navigieren müssen, wenn sie ihre digitalen Transformationsziele verfolgen. Die Fähigkeit, sich diesen Kräften zu stellen und die Digitale Transformation zu beschleunigen, wird letztendlich über den Erfolg eines Unternehmens in der Digital-First-Wirtschaft bestimmen.

Die Top Ten der weltweiten Prognosen der IT-Branche

1. Digital First für Kunden und Betriebsabläufe: Bis 2024 werden Digital-First-Unternehmen 70 Prozent aller Technologie- und Serviceausgaben auf As-a-Service- und ergebnisorientierte Modelle verschieben, um Kunden zu begeistern und Betriebsabläufe robuster zu machen. Diese Investitionen sind nötig, um verschiedene Kundenbindungsmodelle und datengetriebene Prozesse zu implementieren.

2. Neue Cloud-Treiber: Bis 2023 werden 40 Prozent der G2000-Unternehmen Cloud-Auswahlprozesse neu aufsetzen, um sich stärker auf Geschäftsergebnisse (und nicht nur IT-Anforderungen) zu fokussieren. Sie werden bei Service-Providern mehr auf Edge-Computing setzen und den Blick stärker auf Gesamtsysteme (und nicht nur Einzeldaten) richten. Die Verwaltung, Optimierung und Sicherung verschiedener Cloud-Ressourcen und -Daten werden für IT-Organisationen die größten Herausforderungen im IT-Betrieb sein.

3. Steuerungsmechanismen werden für IT-Teams sehr wichtig: Bis 2023 werden 80 Prozent der Unternehmen KI-gestützte, Cloud-verknüpfte Steuerungsmechanismen nutzen, um verteilte Ressourcen und Daten zu verwalten, zu optimieren und zu sichern. Aber 70 Prozent schöpfen die Möglichkeiten aufgrund fehlender IT-Skills nicht voll aus. Praktisch alle IT-Organisationen sehen große Schwierigkeiten, Governance-fokussierte Automatisierung in ihrem gesamten Unternehmen effektiv einzusetzen.

4. „As-a-Service“ setzt sich durch: Bis 2022 werden 40 Prozent der IT-Budgets großer Unternehmen aufgrund der Einführung integrierter As-a-Service-Anwendungen in den Bereichen Sicherheit, Cloud-Plattformen, virtueller Arbeitsplatz und Konnektivität neu verteilt. Während die Vorteile von Agilität, kurzfristiger Optimierung und Ausrichtung auf aktuelle Geschäftsziele anerkannt sind, müssen IT-Teams den Portfolio-Wildwuchs ständig einhegen.

5. Systemweite Technologiewechsel stehen an: Bis 2026 werden branchenführende Unternehmen, die im kommenden Jahrzehnt mit systemischen Technologieübergängen konfrontiert sind, ihre IT-Ausgaben für neue Technologieumgebungen verdreifachen. Sie werden jedoch nur schwerlich die dafür nötigen 6-fachen IT-Effizienzsteigerungen erzielen. IT-Organisationen in vielen Branchen sollten jetzt darüber nachdenken, wie mehrere systemische Veränderungen (z.B. 5G, Elektromobilität, Blockchain) die Technologiepläne und -prioritäten ihres Unternehmens beeinflussen werden.

6. Automatisieren und unterstützen: Bis 2024 werden 70 Prozent der G2000-Unternehmen doppelt so hohe Renditen bei Technologieinvestitionen erwirtschaften, die Mitarbeiter- und Kundenaktivitäten technisch unterstützen (engl. augmenting) und nicht nur einzelne Prozesse automatisieren. Die größten Gewinne werden Verbesserungen bei Kunden, Patienten, Studenten und Mitarbeitenden erzielen, die besonderen Wert auf die Unterstützung von Entscheidungsprozessen und Produktnutzungen legen.

7. Daten-Kuratierung bringt Herausforderungen und Chancen: Bis 2025 werden regional unterschiedliche Vorgaben bei Datenschutz, -Sicherheit, -Nutzung und -Transparenz 80 Prozent der Unternehmen dazu zwingen, ihre Data Governance-Prozesse selbst neu zu strukturieren. Erfolgreiche Organisationen werden die digitale Souveränität als entscheidenden Impuls für neue Investitionen in Ressourcen- und Daten-Management-Strukturen nutzen. Dazu gehören IT-Automatisierungsbemühungen, die Vertrauensrisiken in Bereichen wie Cybersicherheit reduzieren und gleichzeitig eine Grundlage für neue Kunden- und Mitarbeitererfahrungen sowie Remote-Initiativen bieten.

8. Digital Experience überdenken: Bis 2023 werden 50 Prozent der G2000 die Hälfte ihrer Ausgaben in neue Hardware und Konnektivität verlagern, um das persönliche Umfeld von Mitarbeitern und Kundenerlebnisse neu zu konzeptionieren und zu modernisieren. Unternehmen, die digital optimierte Erfahrungen für Arbeits-, Spiel- und Gesundheitssituationen ermöglichen, werden einen langfristigen Vorteil zum Aufbau und Erhalt dauerhafter Kundenbindungen erzielen.

9. Nachhaltigkeit wird Realität: Bis 2025 werden 60 Prozent der G2000 über digitale Nachhaltigkeits-Teams verfügen, die die Nutzung von Geschäftsdaten und Nachhaltigkeitsindikatoren sowie Analyseplattformen von ITK-Anbietern bewerten, zertifizieren und koordinieren. In den nächsten Jahren werden neue Tools, Daten und Analysen die Festlegung sinnvoller Nachhaltigkeitsvorgaben erleichtern – die Erreichung dieser geschäftlichen und regulatorischen Ziele bleibt aber eine Herausforderung.

10. Datenkontrolle wird hinterfragt: Für die Bewertung börsennotierter Unternehmen werden bis 2025 das Vertrauen in Datenkontrollen zur ordnungsgemäßen und effektiven Nutzung von Daten, Finanzkontrollen und erhöhte Ausgaben für datenzentrierte Lösungen eine Rolle spielen. IT-Führungskräfte sollten die Auswahl von Technologie- und Servicepartnern danach ausrichten, wie gut sie die wichtigsten Herausforderungen meistern können.

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