Voller Durchblick für Administratoren: Netzwerk-Monitoring-Lösung auf dem Prüfstand

Im Test: PRTG 14.2.10 von Paessler

| Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Andreas Donner

Eine besondere Stärke der neuen PRTG-Version sind die Apps für mobile Geräte zur Fernüberwachung der Sensoren.
Eine besondere Stärke der neuen PRTG-Version sind die Apps für mobile Geräte zur Fernüberwachung der Sensoren. (Bild: IAIT/Paessler)

Mit der aktuellen Version seiner Monitoring-Lösung PRTG bietet Paessler viele neue Sensoren, unter anderem für Exchange und den Empfang von Syslog- und Trap-Nachrichten. Dazu kommen erweiterte Apps für Android, iOS und Windows Phone sowie ein neues Ticket System. Wir haben uns das Produkt mit besonderem Fokus auf die neuen Funktionen genau angeschaut.

Das Netzwerküberwachungswerkzeug PRTG von Paessler läuft auf einem Windows Server im Netz und sammelt mit Technologien wie SNMP, Syslog und WMI Daten von den zu überwachenden Systemen. Es ist also nicht erforderlich, Agenten auf den einzelnen Netzwerkkomponenten einzuspielen.

Alle Informationen landen in einer zentralen, schnellen Datenbank und ermöglichen das Auslösen von Alarmen bei Fehlern und ungewöhnlichen Ereignissen, das Erstellen von Reports sowie Langzeitanalysen und Vergleiche zu den aktuellen Leistungswerten. Alle Informationen sind im Betrieb über ein Web-Interface auf AJAX-Basis abrufbar.

Während des Tests nahmen wir zunächst einmal die neuen Apps für Android und iOS unter die Lupe. Danach widmeten wir uns im Detail den ebenfalls neuen Sensoren für den Empfang von Syslog-Daten und SNMP-Trap-Nachrichten sowie dem Ticket-System.

Die iOS-Anwendung

Die neu entwickelte iOS-Anwendung läuft auf iPhones, iPads und iPod Touch-Geräten mit der iOS Version 6 oder neuer, wobei Hintergrundbenachrichtigungen nur dann funktionieren, wenn mindestens iOS 7 zum Einsatz kommt. Serverseitig muss mindestens PRTG 12 Verwendung finden.

Das Produkt lässt sich als kostenloses Angebot über den App Store installieren. Nach dem Einspielen der Lösung ist es nur erforderlich, die Adresse des PRTG-Systems und die Zugangsdaten anzugeben, danach ist die App in vollem Umfang nutzbar.

Im Betrieb öffnet sich die App immer mit der zuletzt verwendeten Ansicht und es besteht – genau wie bei der Web-basierten Management-Konsole der Lösung – die Möglichkeit, auf die Probes und die Einträge der überwachten Geräte zuzugreifen und per Drill-Down die Daten einzelner Sensoren abzurufen. Treten Alarme auf, so können die Benutzer mit einem Tap auf den betroffenen Sensor wechseln.

Das Produkt eignet sich aber nicht nur zum Ansehen der Messwerte, sondern auch zum aktiven Arbeiten mit PRTG. So haben die Anwender unter anderem die Option, Fehlermeldungen zu bestätigen und Benachrichtigungen zu empfangen (diese lassen sich bei Bedarf auch auf bestimmte Sensortypen einschränken).

Genau wie die Managementkonsole hebt die iOS App in der Übersicht über die einzelnen Sensoren den aktuellen Status der Komponenten farblich hervor. Das einzige, was im Vergleich zum Web-Interface fehlt, sind die Übersichten mit den Gauges. In der Sensorübersicht besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Sensoreinstellungen zu bearbeiten, Logs einzusehen und Kommentare aufzurufen.

Die iOS-App eignet sich auch, um Reports und Maps einzusehen. Bei den Maps handelt es sich um grafische Visualisierungen der überwachten Netze, die beispielsweise anzeigen, welche Komponenten wie und womit verbunden sind.

Zusätzlich existiert auch noch eine Möglichkeit zum direkten Zugriff auf die vorhandenen Alarme. Im Test erwies sich die iOS App als äußerst nützlich. Sie ermöglicht – vor allem in Kombination mit einem iPad – einen sehr hilfreichen und einfachen Zugriff auf alle relevanten Funktionen des Paessler-Monitoring-Systems.

Die Android-App

Die neue PRTG-Android-App ähnelt der iOS Version stark. Sie läuft unter Android 4.0 oder neuer und setzt serverseitig den PRTG Netzwerkmonitor 13.1 voraus. Um die volle Funktionalität zu nutzen, empfiehlt Paessler PRTG 13.x.4 und Android 4.1. Das Produkt steht kostenlos im Google Play Store zum Download bereit.

Der Zugriff auf die Geräte- und Sensordaten funktioniert wie bei der iOS-App per Drill-Down. Zusätzlich ist es aber unter Android in der Sensoransicht möglich, die Daten an andere Dienste weiterzugeben, beispielsweise an Evernote.

Ein besonderes Highlight der Android-App stellen die Widgets dar. Widgets lassen sich auf Android-Geräten auf dem Home-Screen platzieren, wo sie aktuelle Informationen anzeigen, zum Beispiel neu eingegangene Mails. Mit der PRTG App nutzen die Anwender bei Bedarf alle Sensorwerte, Grafiken, Alarme und Statusanzeigen als Widgets in Tabellen- oder Tachometerform. Dazu ist es nur erforderlich, den betreffenden Wert innerhalb der App mit dem Finger zu markieren, die Option "Use as a widget" zu selektieren und anschließend ein entsprechendes Widget zum Home-Screen des Android-Devices hinzuzufügen. Auf diese Weise sind die Administratoren ohne eigenes Zutun immer über die wichtigsten Werte in ihrem Netz im Bilde, was uns im Test vollkommen überzeugte.

weiter mit: Sensoren, Tickets & Fazit

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