Studie zu flexiblen Arbeitsmodellen

Homeoffice: Millennials kämpfen gegen Vorurteile

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Laut Polycom-Studie arbeiten 70 Prozent der Millennials oft oder ab und zu außerhalb des Büros.
Laut Polycom-Studie arbeiten 70 Prozent der Millennials oft oder ab und zu außerhalb des Büros. (Bild: © – Eugenio Marongiu – stock.adobe.com)

Digital Natives erwarten flexible Arbeitsmodelle, stoßen damit aber auf wenig Akzeptanz bei ihren Kollegen. 66 Prozent dieser Generation fühlen sich deshalb unwohl. Dennoch führt am Homeoffice kein Weg mehr vorbei. Das zeige eine aktuelle Studie im Auftrag von Polycom.

Der Polycom-Studie zufolge befürchten Angehörige der Generation Y, dass ihre Einsatzbereitschaft im Homeoffice geringer eingeschätzt werde als in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers. Unabhängig davon habe sich das Homeoffice mittlerweile durchgesetzt: Nicht weniger als 70 Prozent der Millennials würden oft oder ab und zu außerhalb des Büros arbeiten. Ganze 67 Prozent seien im Homeoffice sogar produktiver. Nur 15 Prozent der Befragten hätten angegeben, es nie zu nutzen.

Diese Beliebtheit komme nicht von ungefähr: Viele Millennials könnten sich noch an den Stress ihrer Eltern mit starren Arbeitsmodellen erinnern. Deshalb würden 72 Prozent von ihnen heute eine ausgeglichene Work-Life-Balance bevorzugen. Kommen Kinder dazu, verstärke sich dieser Wunsch. 45 Prozent der Generation Y seien bereits Eltern. Flexible Arbeitsmodelle ermöglichten es, Beruf, Familie, Hobbys und Entspannung unter einen Hut zu bekommen.

Um junge Mitarbeiter dabei zu unterstützen, sei es für Unternehmen deshalb wichtig, klare Regeln und Erwartungen zu kommunizieren. „Fast drei Fünftel der Millennials (57 %) fordern klare Vorgaben von Personalern“, so Jens Brauer, Area Sales Vice President DACH, Eastern Europe, Middle East and Africa bei Polycom. „59 Prozent wünschen sich, dass für alle Mitarbeiter dieselben Richtlinien gelten. Nicht nur Eltern und Führungskräfte dürfen von flexiblen Arbeitsmodellen profitieren.“

Darüber hinaus erwarteten 61 Prozent der Millennials einfach zu bedienende UCC-Technologien, die das Arbeiten im Homeoffice unterstützen. Für eine Generation, die Skype, Facetime oder Snapchat im privaten Alltag nutzt, seien Audio- und Videokonferenzen im Arbeitsleben der nächste natürliche Schritt: 83 Prozent der Millennials verwendeten wöchentlich Collaboration-Lösungen, um sich mit Kollegen auszutauschen.

Über die Studie

Für die von Polycom in Auftrag gegebene und von Morar Consulting durchgeführte Studie „The Changing World of Work: 2017 Global Workforce Survey“ seien Daten von 25.234 Konsumenten in zwölf Ländern erhoben worden: Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan, Kanada, Russland, Singapur, USA und das Vereinigte Königreich. In Deutschland habe man 2.015 Personen befragt.

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