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Colt verkürzt Datenübertragungszeit zwischen europäischen Handelszentren Glasfaserverbindung von Frankfurt zum NYSE-Rechenzentrum Basildon

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Colt möchte das Rechenzentrum der New York Stock Exchange (NYSE) im englischen Basildon per Glasfaser an die Finanzmärkte in Frankfurt anbinden und so die Datenübertragungszeit um bis zu zehn Prozent verkürzen.

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Das Rechenzentrum der New York Stock Exchange in der englischen Stadt Basildon.
Das Rechenzentrum der New York Stock Exchange in der englischen Stadt Basildon.
( NYSE Technologies)

Das Projekt ist Colts Reaktion auf die Entscheidung der New York Stock Exchange (NYSE), das Rechenzentrum in Basildon erstmalig für Serviceanbieter zugänglich zu machen. Die direkte Glasfaserverbindung soll die Latenz, die bei der Übertragung der Daten entsteht, verringern. Dadurch würde Finanzdienstleistern mit automatischen Handelssystemen ermöglicht, im Rechenzentrum der NYSE in Basildon Transaktionen mit den Märkten in Frankfurt schneller abzuwickeln. Dies betreffe auch deutsche Termingeschäfte, die 2012 bereits mehr als 18 Mio. Handelstransaktionen umfassen. Dies sei ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Uwe Dünnebier, Spezialist für Financial Services bei Colt in Deutschland, meint dazu: „Während der Hochfrequenzhandel beim Aktienhandel und bei Termingeschäften bereits zur Norm geworden ist, erfreut sich diese Art des Handelns nun auch in anderen Anlageklassen – wie zum Beispiel in Devisenmärkten und bei festverzinslichen Anlagen – immer größerer Beliebtheit. Dadurch, dass das Rechenzentrum in Basildon die Pforten für andere Serviceanbieter geöffnet hat, bietet die NYSE Unternehmen mit Hochfrequenzhandel nun die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, auf welche Weise sie sich mit den Märkten verbinden möchten.“

Uwe Dünnebier fügt hinzu: „Nach der Akquise der Börsenhandelsplattform Marketprizm im vergangenen Jahr, die Hochfrequenzhändlern einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Marktinformationen wie die besten verfügbaren Preise und Aktienoptionen ermöglicht, ist die neue Verbindung ein weiteres Element unserer Services für den Finanzsektor. Die direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Basildon und Frankfurt ist Teil beträchtlicher Investitionen in IT-Dienstleistungen für Finanzkunden im Jahr 2012, durch die wir zwischen den vier wichtigsten Handelszentren London, Frankfurt, Mailand und Zürich weiterhin eine erstklassige Latenz anbieten können.“

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