Morgendämmerung für Pico-Zellen auf dem Betriebsgelände

Femtocell: Eine Technik entwickelt sich schneller als der Markt

09.09.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler

Femto-Zellen nutzen Mobilfunktechniken in einem lizenzierten Spektrum; Grafik: Femto Forum
Femto-Zellen nutzen Mobilfunktechniken in einem lizenzierten Spektrum; Grafik: Femto Forum

In Europa sollen die ersten Femto-Zellen gegen Ende dieses Jahres angeboten werden. Ob die deutschen Mobilfunkbetreiber dabei eine Rolle spielen, ist mehr als fraglich. Erst im Juni startete T-Mobile in Köln seinen ersten Pilotversuch mit der Minizelle. In Großbritannien sollen die Provider schon weiter sein.

Für die PA Consulting Group gibt es im Wesentlichen fünf Fragen, die sich Mobilfunkbetreiber und sonstige UCC-Anbieter heute stellen müssen:

  • Mit welcher Art von Geschäft will man in Zukunft Geld verdienen?
  • Welche Vorteile ergeben sich aus einem Netzwerk-Sharing?
  • Welche Strategie führt in Bezug auf drahtloses Breitband zu Erfolg?
  • Wann und wie sollen die Kunden von 2G auf 3G umsteigen?
  • Gibt es eine Zukunft für Femtocell?

Tatsächlich scheinen Femto-Zellen den heißesten Diskussionsstoff abzugeben. Das liegt zum einen an Prognosen von diversen Marktbeobachtern. So veröffentlichte IDC schon im Mai 2007 mit der Studie „Femtocell-Enabled Mobile Services in Western Europe: Forecast and Analysis 2007 – 2011“, dass es in drei bis vier Jahren bereits 5,7 Millionen Nutzer geben wird, die einen Umsatz von 900 Millionen Dollar generieren.

Nach Accenture-Studien nimmt die Datennutzung am Handy zu. Doch der Durchbruch soll erst in zwei bis fünf Jahren erfolgen. Femtocell könnte den Prozess beschleunigen.
Nach Accenture-Studien nimmt die Datennutzung am Handy zu. Doch der Durchbruch soll erst in zwei bis fünf Jahren erfolgen. Femtocell könnte den Prozess beschleunigen.

Andere sehen in den Pico-Zellen eher eine letzte Chance der Mobilfunkbetreiber, der Konvergenz von Sprache und Daten innerhalb ihrer Netze auf die Sprünge zu helfen – in Konkurrenz zu WLAN und WiMAX. Zudem bieten sich hier Chancen, die Breitband-unterversorgten Regionen kostengünstig ins digitale Informations- und Unterhaltungsgeschehen einzubinden.

Das Interesse erscheint dementsprechend riesig. Das Femto Forum, eine Non-Profit-Organisation, die sich Standardisierung und Weiterentwicklung von Femtocell-Technik auf die Fahne geschrieben hat, wurde im Juni vor einem Jahr mit nur sieben Mitgliedern gegründet, zählte aber ein Jahr später bereits 83 Teilnehmer. Zudem hat das Forum bereits einen 3GPP-Standard durchgeboxt. (3GPP = 3rd Generation Partnership Project ist eine weltweite Kooperation von Standardisierungsgremien für die Standardisierung im Mobilfunk; insbesondere UMTS und IP Multimedia Subsystem.)

weiter mit: Wie die Pico-Zellen arbeiten

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