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Die Unterstützung von FC-Klassen und Porttypen
Der Port-Type F muss und die Klassen 2 und 3 können zwischen FC-BB_IP, FC-BB_GFPT und FC-BB_PW-Einheiten unterstützt werden. Zwischen FC-BB_E-Geräten muss die Klasse 3 unterstützt werden, Klasse 2 und F-Ports können unterstützt werden. Der Grund dafür ist, dass ein Lossless Ethernet ggf. nicht genügend Funktionalität hat, um einen FC-Klasse-2-Service zu unterstützen.
Transparenz
FC-BB_IP und FC-BB_E haben jeweils eigene Mechanismen zur Encapsulation und zum Auspacken von FC-Frames. Diese müssen von den betreffenden Geräten an beiden Seiten durchgeführt werden. Dabei dürfen keine Primitive oder Primitiv-Sequenzen geforwardet werden. Bei FC-BB_GFPT und FC-BB_PW sieht das anders aus, weil hier die FC-Frames ohne wirkliche weitere Veränderung transparent übertragen werden. Für Primitive und Primitiv-Sequenzen müssen entsprechende Behandlungen definiert werden.
Latenz, Delay und Timeouts
FC-BB_IP muss sicherstellen, dass ankommende enkapsulierte FC-Frames, deren FCIP Transit Time (FTT) abgelaufen ist, herausgenommen und dem angeschlossenen FC-Netz nicht weitergegeben werden. Dazu müssen im FC-Netz Timeouts durch den Administrator gesetzt werden, die die FTT unterstützen. Es muss möglich sein, dass F-Port Frames mit dem Timeout-Wert von „0“ übertragen werden können. Ein transparenter FC-Backbone gleich welcher Technik stell bestimmte Anforderungen an die Latenz. Ein Lossless Ethernet Service, der für ein transparentes FC-BB_E benutzt werden soll, darf ein maximales Bridge Transit Delay von 500 ms nicht überschreiten.
QoS und Bandbreite
FC-BB_IP verlangt die elementare Unterstützung von QoS durch das IP-Netz, damit für den FCIP-Verkehr Latenz und notwendiges Verwerfen von Paketen minimiert werden, es wird aber keine bestimmte Form von QoS verlangt. FC-BB_GFPT hat diesbezüglich keine besonderen Anforderungen. Für FC-BB_PW wird empfohlen, dass die Primitive und Primitiv-Sequenzen mit geringer Latenz und ohne Verlust über das MPLS-Netz befördert werden. Dem FC Datenverkehr sollte eine minimale Bandbreite garantiert werden. Hierfür wäre Differentiated Services nach RFC 3246 eine geeignete Methode. Beim Entwurf von FC-BB_E ist man davon ausgegangen, dass ein Ethernet im Falle einer Congestion keine Frames wegwirft. Dies soll durch geeignete Maßnahmen wie 802.3x PAUSE oder IEEE 802.1 Qbb Priority Based Flow Control PFC erreicht werden.
Reihenfolgetreue Auslieferung
Im Rahmen einer TCP-Verbindung sollen FC-BB_IP-Geräte die reihenfolgetreue Auslieferung garantieren. Das Gleiche gilt für FC-BB_GFPT im Rahmen eines Transport-Trails und für FC-BB_E-Geräte im Rahmen der FCoE-Frames. FC-BB_PW-Geräte sollen die Reihenfolgetreue mit wenigen, genau festgelegten Ausnahmen realisieren.
Flusskontrolle
Für FC-BB_IP setzt man voraus, dass die Flusskontrolle von TCP dazu benutzt wird, den FC BB_Credit Flusskontrollmechanismus angemessen zu unterstützen. Analoges gilt auch für die in den Systemen FC-BB_GFPT und FC-BB_PW befindlichen speziellen Flusskontrollverfahren. Lediglich bei FC-BB_E setzt man darauf, dass der 802.3x PAUSE-Mechanismus und 802.1Qbb PFC es schon richten werden.
Über den Autor
Dr. Franz-Joachim Kauffels ist seit über 25 Jahren als unabhängiger Unternehmensberater, Autor und Referent im Bereich Netzwerke selbständig tätig. Mit über 15 Fachbüchern in ca. 60 Auflagen und Ausgaben, über 1.200 Fachartikeln sowie unzähligen Vorträgen ist er ein fester und oftmals unbequemer Bestandteil der deutschsprachigen Netzwerkszene, immer auf der Suche nach dem größten Nutzen neuer Technologien für die Anwender. Sein besonderes Augenmerk galt immer der soliden Grundlagenausbildung.
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