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FC-BB_GFPT
Das FC-BB_GFPT Modell definiert die Methoden, durch die FC-Verbindungen über beliebige WAN-Verbindungen verlängert werden können, sofern für diese das GFP-Mapping definiert ist. Die Generic Framing Procedure GFP wurde von ITU-T für die Abbildung von Daten wie PDUs oder 8B/10B codierte Buchstaben auf Oktett-synchrone (SONET, SDH, OTN) oder Bit-synchrone (PDH) WAN-Transport Infrastrukturen definiert.
FC-BB_GFPT erlaubt die Verbindung beliebiger zulässiger FC-Port-Kombinationen ohne weitere Anforderungen an die Topologie oder die Existenz einer FC-Fabric mit beliebigen Bandbreiten und über unter Umständen große Entfernungen. Dabei werden Klasse 2, 3 und F_Port-Traffic unterstützt. Bild 2 zeigt Perspektive und Komponenten von FC-BB_GFPT.
FC-BB_GFPT-Geräte erzeugen keine FC-Frames und nehmen auch nicht an Austauschfunktionen wie Port Initialisierung teil. Sie sind von der Port-Authentication befreit und arbeiten auch nicht mit Prozessen zusammen, die zwischen den verbundenen FC-Ports stattfinden. Sie haben innerhalb des FCs keine Identität und sind auch sonst unsichtbar. Sie müssen unabhängig von FC-Fabrics und Ports verwaltet werden.
FC-Ports werden über SONET/SDH/OTN/PDH-Netze paarweise Punkt-zu-Punkt verbunden. Es können durchaus multiple Ports mit einem FC-BB_GFPT-Gerät verbunden werden, jedes zueinander gehörende Portpaar wird durch einen Transport Trail zusammengehalten und identifiziert. FC-BB_GFPT-Geräte können auch mehrere physikalische Schnittstellen zu einem Transportnetz haben. Ihre logischen Schnittstellen werden mit individuellen Schaltkreisen assoziiert. Die entsprechenden Funktionen sind in Standards von ITU-T und ANSI-T1 festgelegt. Multiple GFPT-WAN-Links, die von einem FC-BB_GFPT-Gerät ausgehen, können an verschiedenen physikalischen Stellen enden.
Gegenüber den angeschlossenen FC-Ports erscheint eine Einheit, die FC-BB_GFPT implementiert, wie ein normaler FC-Port mit Standard-Datenraten. Die physikalischen FC-Schnittstellen der FC-BB_GFPT-Einheit müssen in der Lage sein, mit den angeschlossenen FC-Ports Verhandlungen über die Datenrate zu führen.
FC-BB_PW
Das FC-BB_PW-Modell definiert die Methoden, mit denen physikalische FC-Links über ein Wide Area MPLS-Netz verlängert werden können. FC-BB_PW wird im Zusammenhang mit einem entsprechenden IETF-Standard definiert, der die Abbildungen auf das MPLS/PW-Protokoll und die von diesem benötigten Kontrollinformationen festlegt.
Nach diesem Modell arbeitet die FC-BB_PW-Einheit als PE-Netzwerk-Element (Provider Edge) in der PW-Architektur. FC-BB_PW ist völlig unabhängig von den physikalischen und Link-Layer-Techniken, die unterhalb von MPLS eingesetzt werden. FC-BB_PW unterstützt die Verbindungen von Klasse 2 und 3 sowie F-Port-Verkehr. FC-BB_PW enkapsuliert Byte-codierte FC-Frames und eine ausgewählte Menge von Primitiven und Primitiv-Sequenzen in PW-PDUs für den Transport über das MPLS-Netz. Bild 3 zeigt Perspektive und Komponenten von FC-BB_PW.
FC-BB_GFPT-Geräte erzeugen keine FC-Frames und nehmen auch nicht an Austauschfunktionen wie Port Initialisierung teil. Sie sind von der Port-Authentication befreit und arbeiten auch nicht mit Prozessen zusammen, die zwischen den verbundenen angeschlossenen FC-Ports stattfinden. Sie haben innerhalb des FCs keine Identität und sind auch sonst unsichtbar. Sie müssen unabhängig von FC-Fabrics und Ports verwaltet werden.
FC-BB_E
Das FC-BB_E definiert die Methoden, mit denen FC-Frames über ein Lossless Ethernet übertragen werden können. Obwohl ein normales Ethernet im Rahmen von Congestions Frames verlieren kann, geht man davon aus, dass es durch geeignete Erweiterungen möglich sein wird, eine einzelne Vollduplex-Ethernet-Verbindung dazu zu bringen, dass sie sich ähnlich wie eine Verbindung verhält, die durch den Puffer-zu-Puffer-Mechanismus von FC gebildet wird und keine Pakete verliert.
Die Protokollkonversion die durch FC-BB_E definiert wird, wird als FCoE bezeichnet und verlangt von der zugrundeliegenden Ethernet-Schicht Vollduplex und Lossless, das bedeutet, dass eine Verbindung ausschließlich aus Vollduplex-Verbindungen besteht und für eine paketverlustfreie Übertragung gesorgt wird, wenn über sie FCoE-Frames übertragen werden. Bild 4 zeigt Perspektive und Komponenten von FC-BB_E.
FC-BB_E enkapsuliert Byte-codierte Klasse-2- und -3- oder F-Port-Fibre-Channel-Frames in ein geeignetes Format (FCoE-Frames) für den Transport über ein Lossless Ethernet Netzwerk. Das FC-BB_E-Protokoll stellt Mechanismen zur Schaffung von virtuellen VN_Port zu VF_Port-Links und VE_Port zu VE_Port-Links bereit. Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Referenzmodelle, siehe Abbildungen 5 und 6. Die Anforderungen beziehen sich auf die folgenden unterschiedliche Bereiche.
weiter mit: Die Unterstützung von FC-Klassen und Porttypen
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