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Oberstufenzentrum für Wirtschaftssprachen konsolidiert Computerarbeitsplätze Eine Schule verschafft sich Freiräume mit Virtualisierung

| Autor / Redakteur: Jochen Polster / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Friedrich-List-Schule in Berlin hat 200 teilweise veraltete Rechnerarbeitsplätze virtualisiert. Ziel war es, mit der nun eingesetzten VDI-Lösung (Virtual Desktop Infrastructure) von NComputing die Client-Struktur zu modernisieren, Kosten zu sparen und den administrativen Aufwand zu senken.

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Die Friedrich-List-Schule in Berlin setzt auf ein VDI-Konzept von NComputing
Die Friedrich-List-Schule in Berlin setzt auf ein VDI-Konzept von NComputing
(Bild: NComputing)

Der Computer als systematische Lernhilfe ist in Schulen noch Zukunftsmusik. Studien hierzu zeigen, dass die verfügbare IT-Ausstattung in Schulen unterdurchschnittlich genutzt wird, sofern sie heutigen Ansprüchen überhaupt genügt. Nahezu 80 Prozent der Schüler in weiterführenden Schulen nutzen Computer in den Kernbereichen Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften nie.

Die Friedrich-List-Schule in Berlin stellt sich dem Trend der unzureichenden Ausstattung durch Computer schon seit einiger Zeit entgegen. Das OSZ für Wirtschaftssprachen bietet mehr als 600 Schülern verschiedene Möglichkeiten zur Ausbildung von Fremdsprachensekretären und Fremdsprachen-Korrespondenten. Zusätzlich ist die Friedrich-List-Schule eine Fachschule für Europakorrespondenz.

Die Computerräume werden zum einen für Schulungszwecke genutzt, zum anderen arbeiten die Schüler an rund 200 Arbeitsplätzen in neun Computerräumen selbständig.

Die Wartung und Verwaltung aller PCs stellte die IT-Mitarbeiter der Schule vor immer größere Herausforderungen, die Zeit und der Aufwand dafür nahmen überhand; zudem sollte die Technik modernisiert werden.

Durch die Einrichtung einer Virtualisierungslösung erhoffte sich die Schule eine effizientere Nutzung des vorhandenen IT-Systems und damit die Modernisierung der Computerräume. Bei der Suche nach einem Anbieter für Virtualisierungslösungen kam man durch Vermittlung des IT-Lösungsanbieters F&M Computer Systemhaus GmbH auf NComputing. F&M beriet die Friedrich-List-Schule beim Aufbau und Betrieb der Infrastruktur und übernahm die ständige Betreuung. Die ersten Gespräche mit F&M fanden 2009 statt und seit knapp drei Jahren vertraut die Schule auf eine Virtualisierungslösung. Bisher wurden 120 Plätze in sieben Räumen eingebunden.

„Für uns stand bei diesem Projekt im Vordergrund, den Administrationsaufwand für die einzelnen Nutzerarbeitsplätze so weit wie möglich zu reduzieren“, erklärte Matthias Mache, Fachbereichsleiter Sekretariatspraxis an der Friedrich-List-Schule. „Wir wollten uns auf ein oder zwei Server beschränken und keine einzelnen PCs mehr installieren und verwalten müssen.“

Thin-Clients als Lösung

Die heutigen PCs sind so leistungsfähig, dass die meisten Anwendungen nur einen Bruchteil der vorhandenen Kapazität in Anspruch nehmen. Die Virtualisierung schöpft die ungenutzten Reserven eines PCs aus und ermöglicht es mehreren Nutzern, gleichzeitig an einem PC zu arbeiten. Jeder Nutzerarbeitsplatz sieht aus wie ein eigener PC-Arbeitsplatz mit einem Bildschirm, einer Tastatur und einer Maus. Sie teilen sich insgesamt drei Server und sind über ein Zugangsgerät verbunden. Dieses hat keinen eigenen Prozessor oder Speicher und ist daher kaum reparaturanfällig und nicht wartungsintensiv.

In mehreren Schritten installierte F&M in den Computerräumen der Schule insgesamt 120 L300-Client-Geräte, die die einzelnen PCs ersetzen. Alle Nutzerarbeitsplätze sind über den vSpace Server, eine Plattform für den zentralen Überblick, miteinander verbunden. An der Friedrich-List-Schule wurden drei vSpace Server unter MS Windows Server 2008 R2 mit einer Kapazität für jeweils rund 60 L300-Geräte eingesetzt.

Seit Einführung der Virtualisierungslösung ergaben sich für die Friedrich-List-Schule spürbar positive Veränderungen. Die L300-Geräte sind eine Hardware-Alternative, die nur einen Bruchteil des Verwaltungs- und Supportaufwands eines PCs erfordert. Die Geräte benötigen nur fünf Watt Leistung und senken damit im Vergleich zu einem PC nicht nur den Stromverbrauch erheblich, sondern produzieren auch nahezu keine Abwärme.

Die vorhandene IT-Struktur kann effizienter genutzt werden und dem Anwender steht eine konsistente Hardware- und Software-Plattform zur Verfügung. Insgesamt können die Arbeitsplatzkosten eines PCs um mehr als 75 Prozent verringert werden. Der vSpace Server lässt sich sehr einfach in die vorhandene Datenverarbeitungs-Infrastruktur integrieren, wobei ein Großteil der Hardware durch kleine und sehr robuste Thin Clients ersetzt wird.

Die Friedrich-List-Schule profitierte vom reduzierten Wartungsaufwand und kann die Arbeitszeit der IT-Mitarbeiter für andere Aufgaben einsetzen. Für die Schüler ist der Zugriff auf die benötigten Anwendungen schneller und unkomplizierter.

Jochen Polster
Jochen Polster
(Bild: NComputing)

Die Erwartungen der IT-Verantwortlichen an eine vereinfachte Verwaltung haben sich bisher vollständig erfüllt. In einem nächsten Schritt werden die Arbeitsplätze in allen Räumen komplett auf die L300-Geräte umgestellt. „Ein weiteres wichtiges Projekt steht noch aus“, ergänzte Mache. „Wir planen, in naher Zukunft auch die beiden Sprachlabore in die Virtualisierung einzubinden.“

Über den Autor

Jochen Polster ist Director Sales & Marketing Zentral- und Osteuropa bei NComputing.

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