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Problemfall Bandbreitenengpass in der First Mile
Um die Gigabit Ethernet Technologie zum Kunden zu bringen, muss der Bandbreitenengpass im Zugangsbereich (First Mile) überwunden werden. Die meisten Interessenten können damit nicht warten, bis es einen allgemeinen Ethernet Zugriffstandard gibt (EFM).
Für die Übermittlung der Geschwindigkeit bzw. Bandbreite von Gigabit Ethernet ist die lokale Kupferverkabelung technisch ungeeignet. Auch xDSL oder Koaxialkabelnetze haben erhebliche technische Limitierungen. Am besten ist es, eine Glasfaser direkt zum Kunden zu bringen und damit so eine Art „optischen Wählton“ zu realisieren.
Hier setzt eine wesentliche Arbeit von Yipes an. Für eine Anzahl von US-Städten wurden Pläne entwickelt, die bestehenden optischen Trunks für diese Anwendungen zu nutzen. Yipes versieht die vielen Besitzer und Betreiber von Glasfaserstrecken mit der notwendigen Hardware für die Netzwerkverbindungen und die Verbindungen zum Kunden. Beim Kunden selbst wird ein RJ-45 Ethernet Port bereitgestellt.
Der Kunde kann sich dann einen Dienst mit einer Datenrate zwischen 1 Megabit/s. und 1 Gigabit/s. aussuchen. Yipes bietet tatsächlich eine Granularität in Stufen von 1 Megabit/s. an. Das kann zurzeit kein anderer Provider. Der Dienst kann verschiedene Gestalten haben: Internet-Zugriff, Punkt-zu-Punkt- oder Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen oder auch Voice over IP Services. Die alten Grenzen zwischen WAN und LAN verschwinden damit völlig. Das LAN wird nur noch im Rahmen einer Organisationssturktur definiert, aber nicht mehr im Rahmen geographischer Begrenzungen.
Die Yipes Netzwerkarchitektur besteht aus einem dreilagigen Ring. Die Abbildung 2 zeigt ein Bespiel für die Yipes Architektur in der Bay Area. Hier sieht man, in welcher Art und Dimension ein Gigabit Ethernet Ring aufgebaut werden kann.
Im Zugangsbereich stehen Ethernet-Ringe. Diese Architektur ist praktisch, denn wenn einmal eine Leitung zwischen zwei Knoten ausfällt oder zerstört wird, kann man Nachrichten auf beiden Seiten des Ringes bis zu den Knoten bringen, die links und rechts an der Schadstelle sitzen. Ohne weitere Maßnahmen würde diese Architektur allerdings keinen weiteren Ausfall vertragen.
Yipes arbeitet in dieser Ebene mit den Geräten von Extreme Networks, die für Recovery-Zwecke ein eigenes Verfahren haben. Man könnte auch Spaning Tree benutzen, aber das ist einfach zu langsam und wenn man ohnehin nur Systeme eines Herstellers einsetzt, kann man an dieser Stelle auch ein proprietäres Verfahren verwenden. Bei IEEE ist allerdings auch ein standardisiertes Verfahren für derartige Aufgaben entwickelt worden, der so genannte Fast Spanning Tree.
Die Access-Ringe werden in der mittleren Ebene der Architektur konzentriert. Die Konzentratoren dieser Ebene sind für eine Lokation untereinander redundant verschaltet und besitzen Uplinks zu nationalen Carriern. Die Konzentratoren werden ebenfalls von Extreme Networks geliefert und harmonieren deshalb natürlich gut mit den Knoten im Access Bereich. Der Verkehr mit den nationalen Carriern wird über Systeme von Juniper Networks abgewickelt. In den USA gibt es für die Fernstecken meist eine Auswahl zwischen unterschiedlichen Carriern. Yipes nutzt das für die Verkehrssteuerung, Lastbalancierung und die Redundanz.
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