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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 49

Die Metro- und Regionalnetze von TELIA und Yipes als Vorbilder

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Der Kundenzugang

In der obersten Schicht des Architekturmodells ist der Kundenzugang realisiert. Lokale Fiber Optic Ringe in den Städten werden dazu benutzt, CPE-Einrichtungen (Customer Premises Environment) bei den Kunden mit den Verteilpunkten zu verbinden. Die Verteilpunkte bestehen aus Gigabit Ethernet Switches, die in den Bürogebäuden stehen.

Normalerweise befinden sich in einem großen Bürogebäude verschiedene Mieter (Multi Tenant Units). Diese Mieter werden mittels Kat. 5 Kabel für den Zugang mit 10 oder 100 Megabit/s. oder via Fiber Optic für den Zugang mit den Verfahren 100 Base FX oder 1000 Base SX angeschlossen. Der Access Level besteht aus Fiber Ringen, die mit 1 Gigabit/s. Full Duplex arbeiten und Layer-2 Switching oder Layer-3 Switching mit dem OSPF RoutingProtokoll benutzen. Dies bietet Redundanz im Fehlerfall.

In der mittleren Schicht der Architektur befindet sich die Metropolitan Distribution Tier, die regionale Verteilebene. Diese Ebene verbindet verschiedene Glasfaserringe mit einem Yipes PoP, an dem sich ein aggregierender Gigabit Router befindet, der so genannte GigaPoP. Auf dieser Ebene werden auch im Regionalbereich befindliche GigaPoPs untereinander verbunden, um eine regionale Infrastruktur zu bilden.

Sowohl die Switches bei den Kunden als auch die Switches im Regionalbereich sind nichtblockierende Gigabit-Geräte. Deshalb erreicht man auch für alle Verbindungen im Regionalbereich Latenzzeiten von wenigen Millisekunden oder weniger. Diese architektonische Stufe bildet den Kern der „Managed IP over Fiber“-Netzwerk-Services.

Der Fiber Backbone zwischen den Giga-POPs besteht aus einem oder mehreren Gigabit-Links, je nachdem, wie dies das Verkehrsaufkommen verlangt. Und auch hier sorgt die Ringstruktur für Redundanz. Diese Technologie hebt die Beschränkung auf eine einzelne Stadt auf und führt zu einem Konzept für die regionale Vernetzung. Viele Gebäude in einer City oder in einem Regionalbereich können mit dieser Technik verbunden werden und schaffen virtuelle Private Verbindungen (VPNs) zwischen Gebäuden einer Körperschaft oder ein Extranet zwischen Handelspartnern. Besonders einfach ist dabei die Verbindung von Kunden zum Regionalnetz, die dieses Netz letztlich einfach als natürliche Erweiterung des eigenen Ethernets empfinden. Da die Verzögerungszeiten im Bereich einiger weniger Millisekunden liegen, kann auch für delaysensitiven Verkehr eine exzellente Dienstqualität erreicht werden.

Die dritte Ebene der Yipes Architektur besteht aus der Verbindung der Regionalbereiche über die Nation hinweg, und in einer späteren Ausbaustufe sicherlich weltweit. Dies wird auch als „Core“ bezeichnet. Wie schon erwähnt, benutzt man unterschiedliche IP-Carrier gleichzeitig, und die Regionalbereiche werden an diese Carrier mit äußerst leistungsfähigen Routern angeschlossen.

Technisch werden neben Gigabit Ethernet auch OC-12 oder OC-48 Links benutzt. Auf diesem Niveau verwendet Yipes vorzugsweise das BGP4 Protokoll, um den Verkehr über den effektivsten Weg zu leiten. Für die Verkehrsleitung zwischen den regionalen privaten Yipes Bereichen über die nationalen Backbones verwendet man spezifische Service Level Agreements. Dies stellt sicher, dass die Service Level Agreements zwischen Yipes und den Endkunden auch beim Verkehr über die regionalen Grenzen hinweg sichergestellt werden können. Eine Ausnahme von dieser Regel bildet der Internet-Verkehr. Er wird zum nächsten oder für eine Anwendungssession effektivsten Carrier durchgeschaltet. Um parallele Wege und vollständige Redundanz im Regionalbereich aufrecht zu erhalten, werden verschiedene Co-Lokationen aufgebaut.

weiter mit: eine skalierbare, redundante Architektur

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