Unsere aktuelle IIoT-Hitparade

Die 30 besten IIoT-Anwendungen

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Andreas Donner

Der Begriff "Industrial Internet of Things" beinhaltet das Versprechen, die Effizienz im Unternehmen durch Automatisierung, Konnektivität und Analytik zu steigern. Industrie 4.0 fokussiert sich primär auf den Produktionsbereich.
Der Begriff "Industrial Internet of Things" beinhaltet das Versprechen, die Effizienz im Unternehmen durch Automatisierung, Konnektivität und Analytik zu steigern. Industrie 4.0 fokussiert sich primär auf den Produktionsbereich. (Bild: Pixabay / CC0)

Welche IIoT-Anwendungen waren in jüngster Zeit die interessantesten? Das amerikanische IoT Institute hat dazu Experten befragt und 20 Pioniere und deren Lösungen zusammengestellt. Die Redaktion unseres Schwesterportals "Industry of Things" steuert weitere zehn Lösungen bei, die von ihren Lesern besonders häufig "geklickt" wurden.

Der Begriff "Industrie 4.0 " steht für eine neue industrielle Revolution durch Smart Manufacturing. Der Begriff "Industrial Internet of Things" ist hingegen breiter angelegt und verspricht, die Effizienz im Unternehmen durch Automatisierung, Konnektivität und Analytik zu steigern. Das US-amerikanische IoT Institute hat, basierend auf Umfragen bei Branchenanalysten und Beratern, die 20 interessantesten IIoT-Pioniere und deren Anwendungen ermittelt. Die Unternehmen und Projekte werden in alphabetischer Reihenfolge kurz dargestellt. Alle genannten Unternehmen sind bereits "mittendrin" in der digitalen Transformation ihrer Prozesse und Geschäftsmodelle.

Die Auswahl des IoT Institute hat die Redaktion von "Industry of Things" um weitere zehn IIoT-Lösungen erweitert. Die entsprechenden Artikel erreichten auf unserem Portal besonders hohe Zugriffsraten.

1. ABB: Intelligente Robotik für den Menschen

ABB, ein Unternehmen, das sich auf Energie- und Robotertechnik fokussiert, setzt konsequent auf das Konzept der vorausschauenden Instandhaltung. Mithilfe entsprechender Sensorik überwacht der Technologiekonzern den Wartungsbedarf seiner Roboter auf fünf Kontinenten und kann so Reparaturen veranlassen, bevor Defekte auftreten. Mit dem IoT ist auch die kollaborative Robotik des Unternehmens verbunden. Der YuMi-Roboter, der ganz gezielt für die Zusammenarbeit mit dem Menschen konzipiert wurde, akzeptiert Eingaben über Ethernet und "versteht" Industrieprotokolle wie Profibus und DeviceNet.

2. Airbus: Die Datenbrille sorgt für Nullfehlerqualität

Die Montage eines Verkehrsflugzeugs umfasst Millionen von Komponenten und Zehntausende von Montageschritten. Treten dabei Fehler auf, sind die Kosten enorm. Um die Komplexität zu bewältigen, hat Airbus eine digitale Fertigungsinitiative mit dem Namen Factory of the Future ins Leben gerufen. Ziel ist, die Produktionsabläufe zu rationalisieren und die Produktionskapazitäten zu vergrößern.

Das Unternehmen hat Sensoren in Werkzeuge und Maschine integriert und die Beschäftigten am Shopfloor mit Wearables ausgestattet - unter anderem mit Vuzix-AR-Brillen. Dadurch sollen Montagefehler vermieden und die Sicherheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz verbessert werden. Auf diese Weise konnte Airbus beim sogenannten Cabin-Seat Marking die Produktivität um 500 Prozent steigern und nahezu Nullfehlerqualität erreichen.

3. Amazon: Warehousing neu erfunden

Amazon wird in der Regel nicht als IIoT-Unternehmen gesehen. Trotzdem ist der Online-Versandhändler ein Innovator, wenn es um die Themen Warehousing und Logistik geht. Wie MIT Technology Review es formuliert hat, teste Amazon die Möglichkeiten und Grenzen der Automatisierung und der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

Während die Idee des Unternehmens, Drohnen für die Auslieferung der Waren einzusetzen, für viel Furore in den Medien gesorgt hat, findet die "eigentliche" Revolution jedoch eher im Verborgenen, nämlich in den Auslieferungszentren des Unternehmens statt: Ganze Heerscharen von per Wi-Fi-verbundenen Kiva-Robotern sind dort im Einsatz, die Waren im Lager lokalisieren und dann zu den Kommissionierstationen transportieren. Im Jahr 2014 konnte Amazon seine Betriebskosten durch den Robotereinsatz um 20 Prozent senken.

4. Boeing: IoT macht die Fertigung effizienter

Luftfahrtpionier William Boeing soll gesagt haben, dass es niemandem zustehe, irgendeine neue Idee mit der Aussage "Das kann nicht gemacht werden" abzulehnen. Das multinationale Luftfahrttechnik-Unternehmen, das seinen Namen trägt, scheint diesem Ethos noch immer verpflichtet zu sein. So ist man überzeugt, dass das Serviceangebot im Verglich zur "Hardware" immer mehr an Bedeutung zu gewinnen wird. Gleichzeitig möchte man das wertvollste IT-Unternehmen der Luftfahrtbranche sein.

Der Flugzeugbauer hat bereits bedeutende Fortschritte bei der Digitalisierung seines Geschäfts gemacht. Boeing und seine Tochtergesellschaft Tapestry Solutions setzen die IoT-Technologie konsequent ein, um die Effizienz in den Werke des Konzerns und in den Lieferketten zu steigern. Auch die Anzahl der in die Flugzeuge eingebetteten Sensoren nimmt stetig zu.

5. Bosch: der Track & Trace-Innovator

Im Jahr 2015 hat Bosch das erste Testbed für das Industrial Internet Consortium (IIC) entwickelt. Ergebnis der Zusammenarbeit von Bosch, Cisco, National Instruments und Tech Mahindra im Projekt „Track and Trace“ ist die Möglichkeit, die Position eines Funk-Akkuschraubers innerhalb einer Werkhalle sehr genau zu lokalisieren. Abgeleitet aus der Positionsbestimmung wird automatisch das richtige Drehmoment für die jeweilige Aufgabe gewählt. Damit werden zum Beispiel sicherheitsrelevante Schrauben immer mit der genau vorgeschriebenen Kraft angezogen. Diese Werte lassen sich zudem automatisch dokumentieren, um die Qualität der Produkte zu sichern und zu prüfen.

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