Meru realisiert Highspeed-WLAN bei Microsoft CeBIT mit virtuellem Wireless LAN

Autor / Redakteur: Jan Willeke-Meyer / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Ausstattung des mehr als 3.000 m² großen CeBIT-Messestands von Microsoft ist ein organisatorisches Mammutprojekt. Hier gilt es unter anderem, Personal, Besuchern und Journalisten ein hochperformantes Drahtlos-Netz zur Verfügung zu stellen. Auf der CeBIT 2013 setzte Microsoft dazu auf die virtuelle WLAN-Technik von Meru Networks.

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Die Bereitstellung des WLAN auf dem CeBIT-Stand von Microsoft war 2013 mehr denn je eine Herausforderung.
Die Bereitstellung des WLAN auf dem CeBIT-Stand von Microsoft war 2013 mehr denn je eine Herausforderung.
(Bild: Microsoft)

In Sachen Messepräsenz ist Microsoft sehr eng mit der CeBIT verbunden. Und so wie der Name Microsoft für Qualität stehen soll, so erwarten Besucher, Fachpublikum und Journalisten auch Professionalität und Qualität am Messestand – unter anderem in der WLAN-Abdeckung. Der Messestand auf der CeBIT 2013 unterstrich in seinen Dimensionen die Größe von Microsoft. Er umfasste mehr als 3000 m², verteilt auf mehreren Ebenen.

Neben den mehr als 800 Microsoft-Mitarbeitern hatte Microsoft über 50 Partner am Stand. Bereits am ersten Messetag waren 400 Geräte über das WLAN des Standes ständig online. Zudem besuchte eine riesige Zahl von Fachbesuchern aus verschiedenen Ländern, Journalisten und auch hohe Prominenz – um mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Tusk aus Polen nur zwei zu nennen – den Stand.

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Den Besuchern präsentierte Microsoft im Rahmen der Messe täglich anspruchsvolle Live-Shows. Diese Präsentationen waren für das Unternehmen enorm wichtig und setzten zuverlässige sowie hochperformante WLAN-Verbindungen voraus. Über das Netzwerk waren an manchen Tagen in der Spitze mehr als 600 Geräte wie Netbooks, Tablets, Smartphones und Präsentationstechnik unterschiedlichster Hersteller gleichzeitig mit dem WLAN des Microsoft-Standes verbunden.

Empfohlene Technologie

Bei der WLAN-Planung für den Microsoft-Stand half das IT-Systemhaus M.S. IT-Services GmbH – ein Unternehmen der URANO-Gruppe. Die Mitarbeiter von M.S. IT-Services richteten ein entsprechendes Netzwerk mit 1.050 Ports, 24 physikalischen und rund 260 virtuellen Servern und Firewalls etc. ein. In Sachen WLAN-Abdeckung sprachen sich die Experten aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung für die Technologie von Meru Networks aus.

Meru stellt virtualisierte Wireless LAN-Lösungen bereit. Dabei wird auf Performance, Zuverlässigkeit, Planbarkeit sowie auf die einfache Handhabung ähnlich einem verkabelten Netzwerk Wert gelegt. Meru ist weltweit vor allem durch seine innovative Technologie bekannt: Die Lösungen schaffen ein intelligentes, sich selbst überwachendes Netzwerk auf virtueller Basis.

Meru spannte WLAN-Schirm über den Microsoft-Stand

Gerade die virtuelle Technologie und die damit verbundene Einkanal-Architektur waren ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Verantwortlichen von Microsoft zugunsten der Meru-Infrastruktur. Die Meru-Technologie ermöglicht hohe Bandbreiten bei erhöhten Benutzerdichten. Im Gegensatz zur Mikrozellentechnologie stören sich die APs dabei nicht gegenseitig, denn bei der Meru-Methode spannt sich eine virtuelle Zelle wie ein Schirm über alle Access Points. Die Virtual Ports teilen diese Zelle in einzelne virtuelle WLANs auf, die jeweils einem WLAN-Client angehören. Somit nutzen alle APs denselben Kanal störungsfrei.

Dadurch entfällt eine aufwendige Kanalplanung, wie sie beim Mikrozellenansatz nötig ist. Denn dabei erfordert eine höhere Dichte an WLAN-Clients auch entsprechend mehr Access Points, um die nötige Bandbreite pro Client bereitstellen zu können. Der eigentliche Nachteil der Mikrozellen besteht jedoch in einer Erhöhung der Interferenzen und Kollisionen. Denn je mehr APs vorhanden sind, desto häufiger muss die Leistung und die Kanalwahl jedes einzelnen neu konfiguriert werden, um Störungen zu vermeiden. Im virtualisierten WLAN können zusätzliche APs hingegen bei Bedarf an jeder Stelle unkompliziert eingefügt werden.

Zur Gewährleistung einer hohen WLAN-Performance, mit der Personal, Partner, Fachbesucher und Journalisten schnell aufs Netz zugreifen konnten, implementierten die Systemhaus-Experten „Context-aware Application Layers (CALs)“ – ein Meru-spezifisches Channel Layering. So konnten zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Dies wurde durch die neue MobileFlex-Architektur von Meru unterstützt. Diese kann geschäftskritische Applikationen über drahtlose oder drahtgebundene Netzwerke abdecken und minimiert gleichzeitig die Arbeitsbelastung, die durch Bring-your-own-Device (BYOD) entsteht. Für den Anwender hat das spezielle Channel-Layering von Meru vor allem den Vorteil, dass Kanäle mit problematischer Verbindung gar nicht mehr genutzt werden. Zusätzlich sorgen die Funktionen Air Traffic Control und Airtime Fairness dafür, dass keine Interferenzen auftreten, wie es in der schwierigen und funktechnisch „lauten“ Umgebung von CeBIT-Halle 4 durchaus der Fall sein kann. Die 50 Meru Access Points der Serie AP332e sorgten im Zusammenspiel mit den redundant ausgelegten Netzwerk-Controllern MC4200 dafür, dass sich bis zu 600 Clients zeitgleich mit dem WLAN-Netzwerk verbinden konnten.

„Eine sehr anspruchsvolle Umgebung“

Hinsichtlich der Zufriedenheit mit der neuen Technologie wollten es die Verantwortlichen von Meru genau wissen und sammelten die eine oder andere Stimme am Messestand. So erklärte unter anderen Achim Scholz, Projektleiter M.S. IT-Services und seit drei Jahren verantwortlich für die IT-Infrastruktur am Microsoft-Stand: „Dieses Jahr hatten wir 26 physikalische Server und 260 virtuelle Maschinen am Stand, die natürlich alle über das Netzwerk verbunden werden müssen. In den vergangenen Jahren hat uns insbesondere das WLAN am Microsoft-Stand Kopfschmerzen bereitet, da die Anzahl der mobilen Clients von Jahr zu Jahr erheblich gestiegen ist. Doch dieses Jahr hat mit der Meru-Technologie alles einwandfrei funktioniert, vor allem wenn man bedenkt, dass sich der Microsoft-Stand in Halle 4 befand, die mit bis zu 70.000 Besuchern pro Tag zu den meist frequentierten Hallen der CeBIT zählt.“

Heiner Sepeur von der URANO Informationssysteme GmbH ergänzt: „Insbesondere Halle 4 war eine sehr anspruchsvolle Umgebung für das WLAN-Netz, da dort viele große Aussteller vertreten waren, die ihren Besuchern natürlich ebenfalls ein performantes WLAN-Netz bieten wollten. Doch auch diese Interferenzen bekam die Meru-Technologie bestens in den Griff.“

Auch in Sachen WLAN für Mobile Devices lief die Arbeit mit dem Meru-WLAN problemlos: Von der ersten Minute an arbeitete das Meru-WLAN auf den Mobilgeräten bei allen Nutzern am Stand sehr zuverlässig. Microsoft-Mitarbeiter bestätigten, dass in den vergangenen Jahren noch nie ein solch zuverlässiges WLAN im Einsatz war. Es habe über alle Messetage hinweg nicht eine einzige Fehlermeldung gegeben.

Jan Willeke-Meyer
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(Bild: Meru Networks)

Fazit

Nach Schwierigkeiten mit der WLAN-Abdeckung in den Vorjahren zeigte sich Microsoft nun sehr zufrieden mit der Zuverlässigkeit der Meru-Technologie in dieser schwierigen Umgebung. Monika Friedrich, Projektleitung CeBIT bei Microsoft, resümiert: „Während wir im vergangenen Jahr noch große Schwierigkeiten hatten, Netzwerkverbindungen ohne Kabel zu sichern, sind wir in diesem Jahr restlos zufrieden mit der Leistung der Meru-Technologie, die während der ganzen Messe problemlos funktionierte.“

Über den Autor

Jan Willeke-Meyer ist Territory Sales Manager bei Meru Networks.

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