Bis zu 100 MBit/s ohne terrestrische Infrastrukturen

Breitband für Kommunen via Satellit und WLAN

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Die Breitbandlösung von Eutelsat Broadband und Eusanet kombiniert satellitengestützte Breitbanddienste mit modernen WLAN-Funknetzen.
Die Breitbandlösung von Eutelsat Broadband und Eusanet kombiniert satellitengestützte Breitbanddienste mit modernen WLAN-Funknetzen. (Bild: Eusanet)

Eutelsat Broadband und Eusanet möchten schnelles Internet in Regionen ohne DSL-Versorgung bringen. Die Kombination satellitengestützter Breitbanddienste mit WLAN-Funknetzen soll in Ortschaften mit mehreren Hundert Haushalten Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s je Zugang ermöglichen.

Das technische Konzept von Eutelsat Broadband, der Breitbandtochter des Satellitenbetreibers Eutelsat, und Eusanet, einem Anbieter von satellitengestützten Breitbanddiensten, ermögliche ohne aufwendige Baumaßnahmen schnelles Internet in Regionen, in denen keine oder nur ungenügende Breitbandzugänge zur Verfügung stehen.

Ein erstes Versorgungsnetz im Ortsteil St. Wilhelm der Gemeinde Oberried im Hochschwarzwald sei Ende September 2015 in Betrieb genommen worden. Die Verbindung aus Breitbanddiensten des Eutelsat-High-Throughput-Satelliten KA-SAT mit einem Hochgeschwindigkeitsfunknetz auf Basis aktueller WLAN-Technologie gestatte die Versorgung der Gemeinde mit Internetanschlüssen von bis zu 30 MBit/s im Downlink und bis zu 5 MBit/s im Uplink sowie mit Voice-over-IP-Diensten mit Festnetz-Flatrates. Erste Tests zur Versorgung der Teilnehmer mit digitalem Satellitenfernsehen seien nach Angaben der Kooperationspartner erfolgreich gewesen. Für die Nutzung der Eusanet-Breitbanddienste benötigten Kunden einen Router und eine vom Anbieter kostenlos bereitgestellte 12-Zentimeter-Außenantenne. Das Netz habe eine Versorgungskapazität von mehreren Hundert Teilnehmern.

Kern der Ortsnetzfunklösung seien sende- und empfangsfähige Satellitenschüsseln für die Verbindung zum High-Troughput-Satelliten KA-SAT; über diesen erfolge die Breitbandverbindung ins World Wide Web. Im Ort selbst vervollständigten ein Server, ein Router, Sat-Modems sowie WLAN-Funkeinheiten die Systemlösung. Die Breitbandversorgung laufe über drei Funkzellen mit 120 Grad Strahlungscharakteristik auf freien und öffentlichen Frequenzen. Weitere Funkzellen zur Versorgung von Kunden außerhalb des Ortsteils St. Wilhelm (Hinterland) befänden sich bereits im Bau.

Der High-Troughput-Satellit KA-SAT wurde laut Eutelsat eigens für Breitbanddienste entwickelt. 82 Ka-Band-Spotbeams seien mit einem Netzwerk von zehn Bodenstationen für den Zugang zum World Wide Web verbunden. Durch Frequenzmehrfachnutzung steige der Gesamtdatendurchsatz von KA-SAT auf über 90 GBit/s. Hierüber könnten Breitbandzugänge für mehr als eine Mio. Haushalte bereitgestellt werden.

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