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Server 2025 als DC in Active Directory mit Server 2019/2022 einbinden Klassisches Active Directory und neuer Server: So geht’s

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

Binden Admins einen neuen Server mit Windows Server 2025 in ein Active Directory mit Windows Server 2019/2022 ein, sind einige Dinge zu beachten. Durch die Integration der neuen Version eröffnet sich aber die Möglichkeit, das gesamte Active Directory auf Windows Server 2025 umzustellen.

Windows Server 2025 bringt ein modernes Active Directory mit erweiterten Sicherheits- und Performance-Funktionen – ideal für zukunftssichere IT-Infrastrukturen.(Bild:  Bipul Kumar - stock.adobe.com)
Windows Server 2025 bringt ein modernes Active Directory mit erweiterten Sicherheits- und Performance-Funktionen – ideal für zukunftssichere IT-Infrastrukturen.
(Bild: Bipul Kumar - stock.adobe.com)

Windows Server 2025 bietet einige Neuerungen im Bereich Active Directory. Wir haben uns damit bereits in einem Beitrag auseinandergesetzt. Trotz der Neuerungen ist es aber auch möglich, Windows Server 2025 als Domänencontroller in ein bestehendes Active Directory mit Windows Server 2019/2022 einzubinden. Das ist für die Migration zu Windows Server 2025 sinnvoll, ohne in Zeitdruck zu geraten oder Domänencontroller durch Inplace-Upgrades in einen instabilen Zustand zu versetzen.

Betriebsmodus von Active Directory bleibt gleich

Mit Windows Server 2025 hat Microsoft einen neuen Betriebsmodus für Active Directory eingeführt. Dieser lässt sich aber erst aktivieren, wenn alle Domänencontroller auf Windows Server 2025 umgestellt sind. Solange noch Domänencontroller mit Windows Server 2019/2022 in der Umgebung existieren, bleibt der Betriebsmodus der Domänen und der Gesamtstruktur bei „Windows Server 2016“. Für Windows Server 2019/2022 gibt es keinen eigenen Betriebsmodus.

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Vorbereitungen: Windows Server 2025 als Domänencontroller in AD einbinden

Die Integration von Windows Server 2025 als Domänencontroller funktioniert im Grunde genommen genauso wie bei der Einbindung eines weiteren Domänencontrollers mit Windows Server 2019/2022. Wir haben die Installation von Active Directory und die Integration zusätzlicher Domänencontroller ebenfalls in einem eigenen Beitrag beschrieben.

Für die Integration von Windows Server 2025 in ein vorhandenes Active Directory aktualisieren Sie zunächst das Betriebssystem und hinterlegen die Netzwerkeinstellungen wie IP-Adresse und den Namen des Servers. Idealerweise sollte dieser bereits seinen späteren Namen erhalten, inklusive des FQDNs der Domäne. Die Netzwerkeinstellungen finden sich über „ncpa.cpl“; der Servername, inklusive FQDN , wird über „sysdm.cpl“.

Namenauflösung testen

Wenn der Server mit seinem neuen Namen, IP-Adresse und dem richtigen FQDN neu gestartet ist, sollte in der Befehlszeile oder im Terminal zunächst überprüft werden, ob die bereits vorhandenen Domänencontroller und der FQDN des Active Directory vom neuen Server aufgelöst werden können. Hier ist es auch sinnvoll, zu testen, ob der neue Name des Servers bereits in der DNS-Zone eingetragen ist. Das lässt sich mit nslookup oder „resolve-dnsname“ überprüfen. Wenn die DNS-Zone in Active Directory integriert und nur sichere Updates zulässt, kann sich der neue DC mit Windows Server 2025 natürlich erst im Rahmen der Hochstufung zum Domänencontroller registrieren oder indem der Server zunächst als Mitgliedsserver in Active Directory aufgenommen und dann hochgestuft wird.

Active Directory-Binärdateien installieren und Heraufstufung starten

Im nächsten Schritt erfolgt die Installation der Binärdateien von Active Directory. Das geht über den Server-Manager, das Windows Admin Center oder in der PowerShell mit:

powershellInstall-WindowsFeature -name AD-Domain-Services -IncludeManagementTools

Ein Neustart ist dazu nicht notwendig. Dieser ist erst notwendig, wenn der Server zum Domänencontroller heraufgestuft wird. Am einfachsten geht die Heraufstufung noch immer über den Server-Manager. Im Assistenten erfolgt dazu zunächst die Auswahl von „Domänencontroller zu einer vorhandenen Domäne hinzufügen“. Danach geben Sie die Domäne und die Authentifizierung an der Domäne ein. Hier ist bereits die Namensauflösung wichtig, da sonst die Anzeige der Domäne und die Authentifizierung am Active Directory nicht funktionieren. Nach einem letzten Klick auf „Auswählen“ bei „Domäne:“ sollte die entsprechende Domäne ohne Fehlermeldung angezeigt werden. Erscheinen Fehler, liegt es vermutlich an der Namensauflösung, also wahrscheinlich an einem fehlerhaft eingetragenen DNS-Server in den Netzwerkeinstellungen des Servers.

Danach erfolgt die Auswahl von DNS-Server und bei Bedarf auch von „Globaler Katalog“ sowie des Standorts in Active Directory. Auch das Kennwort für die Anmeldung am Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus wird an dieser Stelle eingegeben. Im Rahmen der Installation des Domänencontrollers erfolgt auch gleichzeitig die Auswahl des Replikations-Domänencontrollers für die Übertragung der Daten von Active Directory. Nach der Auswahl der Verzeichnisse für die Speicherung der Active Directory-Datenbanken erscheint eine Zusammenfassung der Optionen, bevor der Assistent prüft, ob Active Directory auf dem Server installiert werden kann.

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Passen alle Voraussetzungen, erfolgt die Installation und der Domänencontroller wird in Active Directory eingebunden. Erscheinen Fehler, müssen diese natürlich zuerst behoben werden. Warnungen lassen sich ignorieren, Fehler jedoch nicht. Generell ist es nicht zu empfehlen, einen neuen Domänencontroller zu integrieren, wenn das Active Directory fehlerhaft arbeitet. Gelingt die Installation, erfolgt im nächsten Schritt die Prüfung der erfolgreichen Installation.

Integration von Windows Server 2025 in AD überprüfen

Wenn ein neuer Domänencontroller in Active Directory eingebunden ist, dauert es noch einige Zeit, bis alle Einstellungen korrekt repliziert wurden. Eine Überprüfung mit dcdiag und anderen Tools sollte daher erst erfolgen, wenn mindestens 1-2 Stunden vergangen sind. Jedoch sollte der neue DC bereits in Active Directory-Standorte und -Dienste (dssite.msc) im jeweiligen Standort bei „Servers“ erscheinen. Nach einiger Zeit werden für das Serverobjekt auch die Replikationsverbindungen zu anderen Domänencontrollern eingerichtet.

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