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Neue Features und Services Zoom präsentiert Neuheiten auf „Zoomtopia“ 2021

Das US-amerikanische Softwareunternehmen Zoom veranstaltete am 13. und 14. September 2021 seine jährliche „Zoomtopia“. Auf dem vollständig virtuellen Event gab Zoom einen Ausblick auf die Roadmap der kommenden Monate und stellte einige neue Services vor.

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Die „Zoomtopia“ fand komplett virtuell am 13. und 14. September 2021 statt.
Die „Zoomtopia“ fand komplett virtuell am 13. und 14. September 2021 statt.
(Bild: Lyubov Tolstova - stock.adobe.com)

„Zoomtopia“ – so heißt das jährliche Event des Softwareunternehmens Zoom. Das diesjährige Motto „Imaginarium“ unterstreicht den exotischen Klang der Veranstaltung und beschreibt das Programm. Denn nicht nur der virtuelle Hintergrund des Events wirkte futuristisch, sondern der Schwerpunkt der neuen Funktionen liegt auf dem hybriden Arbeitsplatz, der mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie Virtual Reality (VR) verwirklicht werden soll.

Eröffnet hat das vollständig virtuelle Event Gründer und CEO Eric S. Yuan, der die letzten 18 Monate als die „dynamischste Phase in der Unternehmensgeschichte“ des zehn Jahre alten Unternehmens beschreibt. Allein im vergangenen Jahr habe Zoom hunderte von neuen Funktionen, Verbesserungen und Fähigkeiten veröffentlicht. Im Rahmen der Zoomtopia stellte der US-Riese seine Roadmap für die kommenden Monate vor.

Features für den hybriden Arbeitsplatz

Für Zoom bleibt die Arbeitswelt hybrid. Daher erweitert der Anbieter auch den Funktionsumfang des Zoom Whiteboards. Mit der digitalen Leinwand können in einem Meeting Notizen gemacht werden. Nun soll das Whiteboard auch asynchrone Zusammenarbeit fördern und von jedwedem Device aus aufrufbar sein. Die Beta-Version soll Ende des Jahres erscheinen.

Für eine weltweite, inklusive Zusammenarbeit hat Zoom die Transkription und Übersetzung in Echtzeit für Meetings verbessert. Bisher sind in Meetings Real-Time-Transkriptionen nur in Englisch möglich. Bis zum Ende kommenden Jahres sollen weitere 30 Sprachen ergänzt werden. Die Übersetzung in Echtzeit plant Zoom nach eigenen Angaben um zwölf Sprachen zu erweitern.

Weitere Lösungen für die hybride Zusammenarbeit sind Hot Desking und Smart Gallery. Mit Hot Desking können Mitarbeiter Schreibtische und Räume in Büros mithilfe einer interaktiven Karten reservieren und anschließend durch eine einfache Authentifizierung nutzen.

Mit Smart Gallery sollen Remote-Teilnehmer besser in hybride Teams integriert werden. Dafür setzt die Lösung KI ein, um individuelle Video-Feeds von Teilnehmern vor Ort für zugeschaltete Teilnehmer zu erstellen, damit diese die Anwesenden gut sehen können. Beide Funktionen verwirklicht Zoom in Zusammenarbeit mit Hersteller-Partnern. Unter anderem hat Poly die Smart Gallery bereits für die Geräte Poly Studio X70 und E70, die Ende des Jahres erscheinen sollen, angekündigt.

Ferner eröffnete Zoom eine Partnerschaft mit Oculus by Facbook, um Horizon Workrooms auf Zoom herauszubringen. Oculus ist ein US-amerikanisches Unternehmen, dass sich auf VR spezialisiert hat. Horizon Workrooms ist ein Raum in der VR, in dem Teams zusammenarbeiten können. Zoom plant bis Anfang kommenden Jahres das Whiteboard sowie Videoanrufe in den VR-Raum zu integrieren. So sollen sich Teams in der Mixed Reality treffen können.

Darüber hinaus kündigte Zoom weitere Sicherheitsfeatures an. Neben „verifizierten Identitäten“, die im Meeting mit einem blauen Hacken angezeigt werden, soll bis Ende des Jahres auch Bring Your Own Key (BYOK) als Beta-Version zur Verfügung stehen. Weiter plant Zoom, die End-to-End-Verschlüsselung (E2EE) auf Zoom Phone auszudehnen, wodurch Benutzern ein Upgrade auf E2EE bei Einzelgesprächen über den Zoom-Client im kommenden Jahr ermöglicht wird.

Weitere Verbesserungen der bestehenden Lösung

Doch damit nicht genug. Zoom kündigte außerdem Verbesserungen für die bestehende Lösung an. Darunter die Chat Huddle View. Sie bietet ein visuelles Layout und zeigt Nutzern, wer auf dem Kanal ist und was sie tun. Dafür können Anwender einen virtuellen Hintergrund auswählen. Teams sollen so auf eine ganz neue Weise zusammengebracht werden. Das Feature ist für das vierte Quartal diesen Jahres geplant.

Zoom Continuous Collaboration soll die Zusammenarbeit mit Tools von Drittanbietern verbessern . Mithilfe von Slide Control können Präsentationen in Konferenzen reibungsloser moderiert werden, ohne den Navigator verbal darauf hinzuweisen, eine neue Folie einzublenden. Das Release ist für Ende 2021 geplant.

Zoom Widget ist der persönliche Assistent im Zoom-Universum. Das Tool zeigt Nutzern auf einem Zeitplan alle anstehenden Meetings an sowie wer bereits daran teilnimmt. Die Hilfestellung für Viel-Meeting-Besucher erscheint Anfang nächsten Jahres. Zudem bietet Zoom mit Video Voicemails die Möglichkeit, Videonachrichten für Kollegen in deren Voicemail-Posteingang zu hinterlassen.

Darüber hinaus wurde Zoom Events um die Funktion Conference erweitert. Nun stehen unter anderem eine Event-Lobby, Chats, Networking-Bereiche, Sponsoren, Umfragen, Aufzeichnungen und Analysen zur Verfügung. Gastgeber und Teilnehmer sollen zudem das Event-Erlebnis individuell gestalten können. Zoom Events Conference soll noch in diesem Herbst gelauncht werden. Des Weiteren hat Zoom einen Backstage-Bereich für Speaker angekündigt. Und dasZoom Video Engagement Center (VEC) soll Experten mit Kunden per Video-Call verbinden.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin, Vogel IT-Medien