Warum die Lindner Group beim Client-Management auf Aagon setzt

Zentralisiertes Endpoint-Management für 3.500 Arbeitsplätze

| Autor / Redakteur: Alexander Stühl / Andreas Donner

Die Lindner-Group hat ihr selbst entwickeltes Client-Management-Werkzeug durch die ACMP-Suite von Aagon ersetzt.
Die Lindner-Group hat ihr selbst entwickeltes Client-Management-Werkzeug durch die ACMP-Suite von Aagon ersetzt. (Bild: © www.Lindner-Group.com)

Der Innenausbau-Spezialist Lindner Group hat mit der ACMP Suite ein eigenentwickeltes Client-Management-System abgelöst. Nach und nach werden damit nun tausende von Arbeitsplätzen in allen Niederlassungen und Tochtergesellschaften weltweit verwaltet. Eine ständig wachsende Anzahl an Clients kann so mit derselben Personaldecke betreut werden.

Als Lindner anno 1968 am Münchner Stachusbauwerk mitwirkte, war von IT-Arbeitsplätzen noch keine Rede. Dies sah 1995, beim Großauftrag des Flughafens in Hongkong, schon anders aus. Heute sind bei der Lindner Group als Europas führendem Hersteller für Innenausbau, Gebäudehülle und Isoliertechnik rund 7.100 Beschäftigte weltweit an zahlreichen Produktionsstätten und in vielen Tochtergesellschaften tätig – täglich an 2.500 Baustellen weltweit! Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet permanent am PC oder Notebook.

Den typischen Rechnerarbeitsplatz gibt es in einem heterogenen Unternehmen wie Lindner kaum. Bis auf die üblichen Büroanwendungen ist jeder Rechner – abhängig von der jeweiligen Aufgabenstellung wie Bauprojekt, Hotellerie oder Seniorenheim – mit den jeweils benötigten Softwareanwendungen bestückt. Oft sind dies CAD-Programme, die ERP-Lösung Oxaion oder exotischere Systeme. Lindner betreibt überwiegend Windows-Clients und -Server, die über VMware und Hyper-V virtualisiert werden. Daneben verrichten einige Linux-Server ihren Dienst. Zwei Drittel der Clients sind bereits mobil, der kleinere Teil – im CAD-Arbeitsbereich und kaufmännischem Umfeld – ist als PC-Arbeitsplatz ausgestaltet.

Eigenes Client-Management-System nicht mehr ausreichend

Nach wie vor wird die Rechnerlandschaft – bis auf wenige IT-Kräfte in China und UK – von der Firmenzentrale im niederbayerischen Arnstorf aus betreut. Für weltweit rund 3.500 Arbeitsplätze laufen hier die Fäden zusammen. Isidor Eichinger, Fachbereichsleitung Infrastruktur/Telekommunikation bei dem mittelständischen Unternehmen: „Dass wir bei weltweiten Aktivitäten und einer streng zentralen IT keine Turnschuh-Administration betreiben können, versteht sich von selbst.“ Deshalb begann die Lindner Group schon vor langem mit der Entwicklung eines eigenen Client-Management-Systems. Im Laufe der Jahre wurde es technisch immer weiter an die wachsenden Anforderungen angepasst. Als personelle Engpässe dies nicht mehr zuließen, fiel die Entscheidung: Eine neue Lösung sollte angeschafft werden.

„Wir wollten bestimmte Standard-Commands einfach nicht mehr selbst generieren“, erzählt Isidor Eichinger. Ein besonders wunder Punkt war stets das Lizenzmanagement. Zwar ist die IT-Abteilung ein Profit-Center im Unternehmen und verrechnet Lizenzen an die einzelnen User weiter, woraus sich auch der Lizenzbestand ableiten ließ. Aber durch die verschiedenen Betriebssysteme gab es häufiger Probleme dabei, alle Clients auszulesen und jede Software richtig zuzuordnen.

Alle Informationen zur Lizenzierung im Überblick

Benutzerfreundlich sollte das neue System sein und anpassbar an die individuellen Anforderungen von Lindner, die durch das eigene System in der Vergangenheit bereits sehr ausgeprägt waren. Auch die Tools andere Hersteller für Client Management hatte die IT-Abteilung im Vorfeld getestet. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass die Anforderungen nicht erfüllt werden. „Bei ACMP gefiel uns besonders die Übersichtlichkeit der Management-Konsole und die Möglichkeit, unkompliziert Commands für die einzelnen Programme erstellen zu können“, erklärt Samuel Reichmann, Verantwortlicher für das Client Management bei Lindner. „Mit dem Lizenzmanagement von Aagon hat man schnell und einfach alle Informationen zur Lizenzierung der Softwareanwendungen auf allen Arbeitsplätzen im Überblick. Dies ist wichtig hinsichtlich der Einhaltung von Compliance-Richtlinien.“

Ergänzendes zum Thema
 
Über die Lindner Group

Nach der Produktentscheidung im März 2018 fand im Mai ein Einführungs-Workshop statt, in dessen Verlauf Lindner mit dem Inventurmodul der ACMP Suite startete. Die ersten Programme wurden zusammengestellt und an den Arbeitsplätzen der IT-Abteilung getestet. Während eines zweiten Workshops einige Wochen später startete das OS Deployment; die Einführung der gesamten ACMP-Suite ließ sich dann mit Unterstützung von Aagon schnell durchführen. Inzwischen wird fast jeder Rechner weltweit vom neuen Client-Management-System aus verwaltet. Und in den Außenstellen synchronisiert die neue Lösung über Nacht die File Repositories. Je nachdem, in welcher Niederlassung sich ein User gerade befindet, holt er sich seine Daten vom entsprechenden Repository.

Anfang 2019 folgte als Nachzügler das ACMP Lizenzmanagement. „Hier gibt es noch einige Arbeit, denn es müssen die verschiedenen Softwarepakete und Lizenzunterlagen der Tochterunternehmen im Haus kontrolliert und im Lizenzmanagement erfasst werden“, so Sandra Schmalhofer, Mitarbeiterin Client Management bei Lindner. „Unsere Erfahrungen mit Aagon im Projekt waren insgesamt gut. Sie wissen, wovon sie sprechen und können Kundenanforderungen schnell umsetzen.“

Windows-10-Migrationen mit ACMP OS Deployment

Hardware erhält Lindner von den Herstellern stets mit vorinstalliertem Betriebssystem geliefert, gestaltet aber dann mit individuellen Einstellungen ein komplett neues Image. Dieses wird nun mit ACMP OS Deployment auf die Rechner gespielt. Auch alle Windows-10-Migrationen – zwei Drittel der Rechner sind schon umgestellt – laufen über die Aagon-Software. Inzwischen verwaltet die ACMP-Suite 90 Prozent aller Clients zentral von Arnstorf aus, nur einige Sonderkalkulationsprogramme müssen noch gesondert administriert werden.

Das Ausschlaggebende ist für die Anwender in der IT-Abteilung und im Support bei Lindner der integrative Ansatz der ACMP-Suite. Früher gab es die eigene Lösung für die Softwareverteilung und das Auslesen von Client-Daten, daneben zwei weitere Tools für OS Deployment und Patch Management. Die Software wurde damit von drei verschiedenen Stellen aus gepflegt. Mit der Aagon-Lösung findet nun alles in einer Oberfläche statt und funktioniert damit deutlich schneller.

Pro Jahr installiert das Team mehr als 1.000 Geräte und spart durch die ACMP-Suite nun, so schätzt IT-Leiter Eichinger, jedes Mal rund 40 Prozent der Arbeitszeit gegenüber einer teilautomatisierten Installation ein. „Dadurch können wir eine ständig wachsende Anzahl an Clients mit derselben IT-Mannschaft betreuen“, freut er sich. Inzwischen hat Lindner mit Unterstützung durch den Support des Software-Herstellers auch individuelle Dashboards innerhalb der ACMP-Suite definiert, um die verschiedenen Funktionen und Zustände noch besser im Blick zu haben.

Zudem nutzt Lindner die Package Cloud von Aagon. Damit spart sich das IT-Team die Arbeit, Standardprodukte wie Firefox, PDF Creator, AdobeReader etc. zu paketieren, patchen und einzeln zu testen. Es kann sie über den Cloud-Service von ACMP Desktop Automation stets aktuell online herunterladen. Auch der Kiosk, eine der wenigen ACMP-Funktionen für Enduser, wird von immer mehr Beschäftigten genutzt. Sie können sich darüber, ohne den IT-Support bemühen zu müssen, notwendige Software nachinstallieren.

Alexander Stühl.
Alexander Stühl. (Bild: Aagon)

Fazit

Für Isidor Eichinger ist das Projekt Client Management mit der Einführung der Software erst einmal abgeschlossen. Was sich der IT-Leiter für die Zukunft wünscht, ist eine Mandantenfähigkeit der Software – die mit der aktuellen Version realisiert wird. Interessant ist dies vor allem für das Lizenzmanagement, wenn verschiedene Stellen im Unternehmen (Tochterunternehmen) für Lizenzunterlagen verantwortlich sind und diese der zentralen IT übermitteln müssen. Diese muss dafür die Anzahl der Clients im jeweiligen Mandanten kennen, was über eine Mandantenfähigkeit möglich ist.

Über den Autor

Alexander Stühl ist Director Sales and Marketing bei Aagon.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46192430 / Management-Software und -Tools)