Die Vorbereitungen zur Umstellung von IPv4 auf IPv6 in den Unternehmen laufen

Worauf Sie bei der Einführung des neuen Internet-Protokolls IPv6 achten sollten

05.06.2008 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Andreas Donner

Von IPv4 zu IPv6 – wie wichtig ist der Wechsel wirklich? Bild: linux-ipv6.org
Von IPv4 zu IPv6 – wie wichtig ist der Wechsel wirklich? Bild: linux-ipv6.org

Auf dem German IPv6 Summit spielte der Praxisbezug eine große Rolle. Einige Vorträge sowie ein separates Tutorium widmeten sich der Marktreife von betrieblichen Einsatzszenarien. Fazit: Auf die IT-Spezialisten kommt ziemlich viel Arbeit zu, um die großen Steine aus dem Weg zu räumen. Denn die Preisfrage ist kaum mit einfachen Mitteln zu lösen: Dual-Stack-Modell oder gleich komplett migrieren?

Das Internet in seiner derzeitigen Nutzungsform stößt längst an seine Grenzen. Adressknappheit, Routing in der Default Zone, Mobilität sowie Broadcast und Multicast sind die derzeit am heftigsten diskutierten Stichworte. Unter Adressknappheit sind hier jedoch global geroutete IPv4-Adressen gemeint, die sich durch statische und dynamische Zuteilung unterscheiden. Der Einsatz von Network Address Translation (NAT) brachte bislang nur eine Teillösung für dieses komplexe Problem hervor.

Als Treiber für die Adressknappheit wirkt vor allem die zunehmende Präsenz von Web 2.0-Plattformen und Technologien im Mitmachnetz. Innovative Produkte bewirken einen zusätzlichen Adressbedarf. Aus betrieblicher Sicht lassen sich einzelne Subnetze nur noch schwer effizient routen und betreiben. Als Folgen der Adressknappheit sehen Experten eine schleichende Destabilisierung des Internets heraufziehen, mit einer damit verbundenen Ineffizienz und steigenden Kosten, bis hin zur wirtschaftlichen Untragbarkeit.

Die Folgen dieses allgemeinen Durcheinanders etwa am Beispiel von Comcast sind: Jedes Modem des amerikanischen Kabelnetzbetreibers benötigt eine eigene IP-Adresse. „Der bisherige Ansatz besteht darin, RFC-1918-Adressen, zu verwenden, die nicht global geroutet werden“, gibt IT-Berater Benedikt Stockebrand zu bedenken. Das Problem sei dabei jedoch die Vielzahl der Adressen, immerhin rund 100 Mio. Stück bei 20 Mio. Kunden.

Sprich: Pro Kunde werden etwa fünf Adressen benötigt. Wer jedoch meint, dies allein würde die Unternehmen zum Wechsel nach IPv6 bewegen und dafür sorgen, dass sich diese jetzt schon intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, der irrt gewaltig. Denn die Adressknappheit taugt als Argument kaum. Hinzu kommen weitere bedenkenswerte Argumente, die keine einfachen Rückschlüsse auf das Design der technischen Infrastruktur ermöglichen.

weiter mit: Vorteile müssen erst greifbar werden

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