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Definition Was ist ein Wireless Wide Area Network (WWAN)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Ein Wireless Wide Area Network ist ein drahtloses Weitverkehrsdatennetzwerk. Im Gegensatz zu einem WLAN besteht nicht nur lokale, sondern weiträumige Netzabdeckung. Über ein WWAN verbinden sich beispielsweise mobile Endgeräte mit dem Internet. Typische WWAN-Technologien sind die 4G- oder 5G-Mobilfunktechnik.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - stock.adobe.com)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

WWAN ist das Akronym für Wireless Wide Area Network. Die deutsche Übersetzung lautet drahtloses Weitverkehrsnetzwerk. Ein WWAN ist eine drahtlose Variante des kabelgebundenen Weitverkehrsnetzwerks (WAN). Über ein Wireless Wide Area Network lassen sich mobile oder stationäre Geräte drahtlos vernetzen und beispielsweise mit dem Internet verbinden.

Im Gegensatz zu einem WLAN (Wireless Local Area Network) ist die Funkabdeckung nicht lokal begrenzt, sondern weiträumig vorhanden. Typischerweise sind WWANs über Mobilfunkanbieter und Technologien wie 4G oder 5G realisiert. Diese modernen Technologien erreichen teils ähnlich hohe Bandbreiten wie DSL- oder Fernsehkabelanschlüsse, bieten aber den Komfort der drahtlosen Datenkommunikation. Zur Nutzung eines Wireless Wide Area Network ist in der Regel ein Vertragsverhältnis mit dem Anbieter der Mobilfunkleistung notwendig.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen einem WLAN und einem WWAN?

WLAN und WWAN unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Merkmalen. Während ein WLAN in der Regel in privater beziehungsweise unternehmerischer Verantwortung betrieben wird und beispielsweise in einer Wohnung, einem Büro oder an einem Unternehmensstandort drahtlosen Netzwerkzugang ermöglicht, wird ein Wireless WAN von einem Dienstanbieter wie einem Mobilfunkprovider betrieben und bietet großflächigen, öffentlichen Zugang zu einem Datennetzwerke beziehungsweise zum Internet.

WLANs verwenden Wi-Fi-Technologien, die auf den IEEE-Standards 802.11 basieren; WWANs nutzen Mobilfunktechnologien wie 4G oder 5G. Während die Reichweite eines WLANs auf wenige 10 oder 100 Meter begrenzt ist, versorgen Mobilfunkmasten oft Umgebungen von mehreren Kilometern mit Funksignalen. Zudem sind viele einzelne Mobilfunkzellen zu einem großflächigen, landesweiten Netzwerk miteinander verbunden. Über internationale Roaming-Abkommen der Anbieter ist eine globale Netzwerkabdeckung vorhanden. Der Zugang zu öffentlichen WLAN-Hotspots ist häufig kostenlos möglich. Für die Nutzung eines Wireless Wide Area Network hingegen ist in der Regel ein Vertragsverhältnis mit dem Mobilfunkanbieter notwendig.

Welche verschiedenen WWAN-Technologien gibt es?

Als WWAN-Technologien werden typischerweise Mobilfunktechnologien eingesetzt. Ältere Mobilfunktechnologien zur drahtlosen Vernetzung wie 2G (GPRS und EDGE) oder 3G (UMTS) sind mittlerweile größtenteils durch modernere und leistungsfähigere Mobilfunktechnologien wie 4G (LTE) und 5G ersetzt. Auch WWAN-Technologien wie WiMAX sind heute kaum noch von Bedeutung und durch die leistungsfähigeren Mobilfunktechnologien ersetzt.

Weitere Technologien für das Wireless Wide Area Network sind satellitengestützte Netzwerkzugangstechnologien oder LPWAN-Technologien (Low Power Wide Area Network), die für eine hohe Energieeffizienz bei vergleichsweise niedrigen Bitraten optimiert sind. LPWAN-Technologien können beispielsweise zur großflächigen Vernetzung von Geräten des Internets der Dinge (Internet of Things; IoT) zum Einsatz kommen. Teilweise sind auch proprietäre drahtlose Mesh-Technologien zur Weitverkehrsvernetzung im Einsatz. Die Frequenzbereiche für die WWAN-Technologien können sowohl lizenziert als auch unlizenziert sein.

Welche Geräte und Anwendungen nutzen ein WWAN?

Typische Geräte und Anwendungen, die ein WWAN zur drahtlosen Vernetzung nutzen, sind:

  • Internetzugang für Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets
  • Internetzugang oder Zugang zu privaten Netzen für mit WWAN-Netzwerkkarten oder Mobilfunksticks ausgestattete Laptops
  • Vernetzung von Geräten des Internets der Dinge
  • Realisierung von großflächigen Sensornetzen (Wireless Sensor Network) und Vernetzung von intelligenten Messsystemen wie Smartmeter
  • Mobilfunkrouter
  • funkbasierte Backupverbindungen kabelgebundener Netzwerkzugänge
  • drahtlose M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine-Kommunikation)

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