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Definition Was ist der Microsoft Endpoint Manager (MEM/EM)?

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Der Microsoft Endpoint Manager, abgekürzt MEM oder EM, ist seit 2019 der Produktname einer umfassenden Endpunkteverwaltungslösung von Microsoft. Sie integriert mehrere zuvor verfügbare Einzellösungen und -komponenten wie den Configuration Manager oder Intune. Mit der Lösung lassen sich Desktops, Server, Laptops, mobile Geräte und vieles mehr im lokalen Netz und im Internet verwalten. Intune ist als Bestandteil des Endpoint Managers für die cloudbasierte Geräteverwaltung zuständig.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Auf der Microsoft Ignite 2019 in Orlando kündigte Microsoft mit dem Microsoft Endpoint Manager einen neuen Namen für eine umfassende Endpunkteverwaltungslösung an, die mehrere bisher verfügbarer Einzellösungen integriert. Die Abkürzungen für den Endpoint Manager lauten EM beziehungsweise MEM.

Bestandteile des MEM sind unter anderem Intune und der Configuration Manager (ConfigMgr). Mit dem Update 1910 für den ConfigMgr wurde der Client in Microsoft Endpoint Configuration Manager (MECM) umbenannt.

Der Endpoint Manager ist für die Verwaltung aller Endpunkte vorgesehen und eignet sich für große Unternehmen mit hunderttausenden Endpunkten. Mit der Lösung lassen sich Desktops, Server, Laptops, virtuelle Computer, mobile Geräte und vieles mehr im lokalen Netz und im Internet verwalten. Intune ist als Bestandteil des Endpoint Managers für die cloudbasierte Geräteverwaltung zuständig. Der Funktionsumfang des Microsoft Endpoint Managers soll basierend auf dem Configuration Manager und Intune kontinuierlich erweitert werden. Mit der Einführung der neuen Verwaltungsplattform hat Microsoft auch das Lizenzmodell überarbeitet und vereinfacht. Bisher getrennt benötigte Lizenzen werden zusammengeführt. So sind beispielsweise Bestandskunden mit Lizenzen für den Configuration Manager nun auch für Intune lizenziert.

Die Komponenten des Microsoft Endpoint Managers

Mit der Einführung des Microsoft Endpoint Managers im Jahr 2019 wurden folgende Komponenten und Lösungen Teil der Endpunkteverwaltungsplattform:

  • Configuration Manager
  • Intune
  • Desktop Analytics
  • Autopilot
  • Endpoint-Manager-Administratorkonsole

Der Configuration Manager, 2019 in Microsoft Endpoint Configuration Manager (MECM) umbenannt, ist eine lokale Verwaltungslösung für physische oder virtuelle Desktops, Laptops und Server im eigenen Netz und internetbasiert. Per MECM lassen sich Verwaltungs- und Konfigurationsaufgaben erledigen, Softwareupdates durchführen und Betriebssysteme oder Anwendungen verteilen.

Intune ist eine cloudbasierte Endpunkteverwaltungslösung. Sie bietet unter anderem Mobile Device Management (MDM) und Mobile Application Management (MAM). Es lassen sich Funktionen und Einstellungen auf lokalen, mobilen und virtuellen Endpunkten mit Betriebssystemen wie Android, Android Enterprise, iOS, iPadOS, macOS und Windows 10 oder 11 steuern. Intune lässt sich in Azure Active Directory (AD) und andere Dienste integrieren. Der Configuration Manager kann sich mit Intune verbinden, um eine Co-Verwaltung zu realisieren. Lokale Workloads lassen sich so in die Cloud verschieben.

Der Autopilot ist für die Einrichtung und Vorkonfiguration neuer Endpunkte vorgesehen. Vorhandene Geräte lassen sich zurücksetzen, umfunktionieren und neu erstellen.

Die Endpoint-Manager-Administratorkonsole ist der zentrale Ausgangspunkt zur Verwaltung, Konfiguration und Überwachung der Endpunkte. Die Konsole unterstützt das rollenbasierte Management und integriert alle Einzelkomponenten.

Der Funktionsumfang des Microsoft Endpoint Managers

Der Microsoft Endpoint Manager bietet als integrierte Endpunkteverwaltungsplattform einen riesigen Funktionsumfang, der ständig erweitert wird. Zu den unterstützten cloudbasiert oder lokal ausführbaren Funktionen gehören unter anderem:

  • Bereitstellung von Betriebssystemen, Applikationen und Software-Updates
  • Einrichtung und Vorkonfiguration neuer Endpunkte
  • vorhandene Geräte zurücksetzen, umfunktionieren und neu erstellen
  • Inventarisierung von Hard- und Software
  • Ausführen von Aktionen auf den Geräten in Echtzeit
  • Fernwartung und Fernsteuerung
  • Lizenzüberwachung
  • Erstellen von Berichten und aufbereiteten Auswertungen
  • Verwalten der Compliance-Einstellungen
  • automatisierte Richtlinienbereitstellung
  • Verwalten mobiler Geräteplattformen - Mobile Device Management (MDM) und Mobile Application Management (MAM)
  • mobile Bedrohungsschutzdienste
  • Zertifikatsdienste
  • Windows Deployment Services (WDS)
  • Schutz der Endpunkte durch Microsoft Zero-Trust-Technologiefunktionen
  • Self-Service-Funktionen

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