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Installation
VMware erkennt das Hostbetriebssystem automatisch und soll laut Hersteller eine automatische Optimierung vornehmen. Beim Überprüfen der VMware-Prozesse im Task Manager stellt sich jedoch heraus, dass – im Gegensatz zu Microsoft Virtual Server – die Prozesse nur auf 32-Bit-Basis laufen.
Beide Produkte verwenden den Microsoft IIS, wobei dieser für VMware lediglich eine weitere Option darstellt. VMware lässt sich über eine gesonderte Konsole verwalten, die sich mit lokalen oder remoten VMware-Servern verbinden kann. Positiv: bei VMware wird eine SSL-Verschlüsselung hierzu gleich mit eingerichtet wird. Möchte man eine Verschlüsselung auch bei Virtual Server 2005 verwenden, muss man diese jedoch erst im IIS einrichten.
Wie bei vielen anderen Microsoftprodukten funktioniert die Verwaltung von Virtual Server 2005 nur über einen Internet Explorer ab Version 6 richtig. Ein Firefox-Browser kann verwendet werden, doch die obligatorisch zu installierende interne Remotekonsole der Website arbeitet nur mit ActiveX. Die Remotekonsole ist eines virtuellen Betriebssystems.
Die Remoteverwaltung von Microsoft und VMware ist nicht besonders schnell, wobei gerade die von VMware auch mit den mitgelieferten Tools durch schlechte Performance auffällt. Daher sollte zur späteren Verwaltung von Microsoft Produkten das in den Administrator-Tools enthaltene Programm „Remotedesktops“ verwendet werden.
Virtual Server 2005 R2 Praxis
Die Administration erfolgt über eine Website mit dem Namen „Virtual Server“ (siehe Abbildung 4), die voreingestellt auf den Port 1024 hört. Eine Verschlüsselung via SSL ist nicht Standard und sollte bei Bedarf unbedingt eingerichtet werden. Die Installation einer virtuellen Maschine erfolgt über das Menü „Virtual Machines“, wobei es besser ist, vorher schon virtuelle Disks und virtuelle Netzwerke eingerichtet zu haben. Bei der Erstkonfiguration sollten auch die Servereigenschaften mit den Suchpfaden eingestellt werden, um zum Beispiel den Speicherort der virtuellen Festplatten festzulegen.
Ein virtueller Server kann über eine virtuelle Festplatte eingerichtet werden. Diese zeigt sich auf dem Host als normale Datei. Neben der Festplatte mit einer festen Größe, die aus Performancegründen immer zu empfehlen ist, können auch Festplatten mit dynamischer Größe verwendet werden. Es ist zudem möglich, eine feste virtuelle Festplatte und eine „Differencing Virtual Hard Disk“ zu verwenden, die eine Erweiterung der bestehenden Platte ermöglicht. Eine Verkleinerung ist jedoch nicht möglich. Die virtuellen Festplatten können über IDE oder SCSI angesteuert werden. Auch ein Cluster kann simuliert werden.
Eine Besonderheit ist die Festlegung der CPU-Ressourcen (siehe Abbildung 5). Falls mehrere virtuelle Maschinen eingerichtet werden müssen, kann ein relatives Gewicht zwischen den Maschinen bestimmt werden. Bei Bedarf kann sogar eine reservierte oder eine maximale CPU-Kapazität eingestellt werden. Da meistens jedoch eine optimale Hardwareausnutzung erwünscht ist, sollten nur die Gewichtungen eingetragen werden und keine Begrenzung der CPU-Kapazität.
weiter mit: Messungen für Virtual Server 2005
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