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Server-Virtualisierung

VMware vs. MS Virtual Server

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Messungen für Virtual Server 2005

Auf den Hosts ist nur der virtuelle Server mit seinem Gastbetriebssystem Windows Server 2003 R2 in der 32-Bit Version (64 Bit wird nicht unterstützt) gestartet, um die Leistungsfähigkeit zu testen. Als Applikation ist auf dem Gast der SQL Server 2005 installiert, da dieser durch seine Multi-Threading-Technik Ressourcen optimal ausnutzt, aber auch hohe Anforderungen an die Hardware stellt.

Messungen auf dem Dell PowerEdge 800 (Host) bei einer Last von 100 Prozent auf dem Gast haben ergeben, dass auf dem Host immer die erste CPU und dort der erste Kern überaus stark belastet werden. Bei der echten Multiprozessor-Maschine von JessenLenz ist ein ähnlicher Effekt zu erkennen. Hier sind jeweils der erste Prozessor und dort der erste Kern stark belastet worden und anschließend der ersten Kern im zweiten Prozessor. Stellenweise war auch nur die Belastung der ersten CPU (erster Kern) zu beobachten. Auch bei zwei installierten virtuellen Servern erzeugen die jeweiligen Gäste auf der Multiprozessormaschine ähnliche Werte, wie man sie auf einem Pentium 4 Server als Host erwarten würde.

Eine gleichmäßige Verteilung der CPU-Last auf alle Kerne bei Extrembelastung ist leider nicht zu erkennen (siehe Abbildungen 6 und 7). Die CPU-Leistungsfähigkeit ist demnach nicht optimal ausgenutzt. Die hohe Belastung des ersten Kerns erweist sich als Nachteil speziell in puncto Reaktion des Gastbetriebssystems. Die Leistungsfähigkeit des Festplattensubsystems war mit dem ICP Vortex RAID Controller dagegen tadellos; mit dem SATA RAID des kleinen Dell-Servers erwartungsgemäß etwas langsamer.

VMware 1.02 Praxis

Die Administration des VMware Servers kann entweder über das Webinterface oder über eine mitgelieferte Konsole erfolgen (siehe Abbildung 8). Genau wie bei Microsoft können auch hier globale Servereinstellungen und spezielle Maschineneinstellungen der jeweiligen Gäste vorgenommen werden (siehe Abbildung 9).

Besonders positiv ist, dass USB-Hardware und bis zu zwei virtuelle CPUs angesprochen werden können. Letzterer Aspekt bringt bei entsprechender Software etwas mehr Performance für den Gast. Ebenfalls positiv sind die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten von virtuellen Netzwerken (siehe Abbildung 10) und NAT (Network Address Translation).

Eine weitere Besonderheit ist bei der Festplattenverwaltung die Möglichkeit der Defragmentierung und der Verkleinerung von virtuellen Festplatten. Laut VMware-Produktbeschreibung ist auch ein 64-Bit Gast mit zwei virtuellen CPUs möglich, was im Test jedoch leider nicht überprüft werden konnte, da die Installation von Windows Server in der zweiten Setup-Phase scheiterte.

Die Version 1.02 zeigt bei der Installation des Gastbetriebssystem zudem einen Fehler beim Erkennen des CD/DVD-Laufwerks, der sich allerdinsg mit dem Aufspielen der VMware Tools beheben lässt. Im Großen und Ganzen ist die Verwaltung von VMware 1.02 gut gelungen.

weiter mit: Messungen für VMware Server 1.02

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