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Server-Virtualisierung

VMware vs. MS Virtual Server

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Messungen für VMware Server 1.02

Für einen sinnvollen Vergleich muss sich VMware unter den gleichen Bedingungen, wie Virtual Server beweisen. Bei einer Installation von SQL Server 2005 auf dem JessenLenz Server zeigt sich das Lastverhalten der 4 CPUs. Während der Gast eine Auslastung von 100 Prozent zeigt, erkennt man auf dem Host eine Auslastung von nur 25 Prozent (siehe Abbildung 11).

Positiv ist die gute Lastverteilung zwischen den CPU-Cores zu bewerten. Dennoch ist hier noch so viel Luft drin, dass der virtuelle Server noch mehr Rechenleistung vom Host erhalten sollte. Bei einem Doppel-Core Prozessor (Windows XP-Host) sieht nur die Lastverteilung etwas besser aus. Hier werden erfreulicherweise die CPU-Kerne schön gleichmäßig belastet.

Die generelle Performance für den Gast ist akzeptabel, was für alle getesteten Hosts gilt. VMware ist mit seiner genügsamen Ressourcenausnutzung sehr gut für Windows Desktop Betriebssysteme und kleine Server geeignet.

Optimale Host-Computer

Für die optimale Ausstattung des Host-Systems ist an erster Stelle RAM notwendig. Anschließend kommen CPU und dann das Festplattensubsystem, je nach Anwendung und Präferenz. Hinsichtlich der CPU-Leistungsfähigkeit lässt sich ein Pentium 4-Server virtualisiert als Testsystem für Windows Server 2003 verwenden. Anwendungen mit schwächeren Betriebssystemen, wie Windows NT 4 SP6a dürften hingegen auch im Produktivbetrieb kein Problem darstellen.

Auch Windows XP kann sehr gut als Host zum Testbetrieb verwendet werden, wenn genügend Speicher und CPU-Leistung vorliegen. Wenn dagegen mehrere Windows Server 2003 virtualisiert werden müssen, führt kein Weg an einer leistungsfähigen Xeon Doppelprozessor-Maschine und schnellen Festplatten vorbei.

Fazit

Beide Produkte machen einen guten Eindruck. Als Punktsieger aus dem Duell der virtuellen Server geht der VMware Server 1.02 hervor, da er sehr flexibel einsetzbar ist, mehr Features bietet und gerade auf schwächerer Hardware einen besseren Performance-Eindruck macht.

Der Microsoft Virtual Server 2005 punktet leicht gegenüber VMware, wenn er auf einer guten 64-Bit Doppelprozesser-Plattform (4 CPU-Kerne) mit schnellen RAID-Controller und viel Speicher zum Einsatz kommt.

Beide Produkte können das selbst ernannte Ziel, die Hardware optimal auszunutzen, allerdings nicht erfüllen.

Quellen

  • „Do More With Less: Exploring Virtual Server 2005“, TechNet Magazine März/April 2006
  • „Virtual Machine Guide“, VMware Server 1.0 , VMware Inc.

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