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Kundenfreundliches Verlegen von Glasfasern in Rohrsystemen Trans Data Electronik vereinfacht das Einblasen vorkonfektionier Duplex-Kabel

Redakteur: Ulrike Ostler

Mit „Modular Optical Connector“ (tMO) stellt die Trans Data Elektronik GmbH (tde), ein Distributor und Systemanbieter von Netzwerktechnik, eine patentierte Lichtwellenleiter-Lösung für den Einsatz in Kabeleinblassystemen vor. Damit entfallen Konfektions- und Spleißarbeiten.

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tde ermöglicht es, die Glasfaser-Stecker erst nachträglich anzubringen
tde ermöglicht es, die Glasfaser-Stecker erst nachträglich anzubringen
( Archiv: Vogel Business Media )

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das Verlegen von Glasfasern ein trickreiche Sache und nur wenigen Spezialisten vorbehalten. Doch Glasfasernetze breiten sich aus und die Verfahren entwickeln sich weiter.

Laut tde bietet sich tMO, die jüngste Glasfasertechnik aus ihrem Haus, insbesondere für Fiber-to-the-Home-Anwendungen an. Denn Installationsarbeiten können ohne Zugang zur Home-Seite stattfinden und zeitaufwendige Konfektions- oder Spleißarbeiten entfallen.

tMO erlaubt sowohl Stecker in Simplex-Ausführung als auch die LC-Duplex-Varianten (Archiv: Vogel Business Media)

Der Grund: Das Steckergehäuse wird erst nach dem Einblasen der Kabel angebracht. Somit ist mit tMO auch der Einsatz von Duplex-Steckverbindern im vorkonfektionierten System möglich.

Herkömmliche Verkabelung in Rohrsystemen

Traditionell werden Glasfaserkabel in Gebäuden verlegt, indem sie ein Installateur mit Hilfe von Einziehhilfen an ihren Bestimmungsort zieht. Doch wenn die Kabel bereits mit Steckergehäusen versehen sind, gibt die Steckergröße den Mindestdurchmesser der Rohre vor. Zudem muss sich der Installateur während des Verkabelungsprozesses im Gebäude aufhalten.

Auch bei Einblassystemen findet das Einblasen der Kabel in Microducts von der Gebäude-Seite aus statt. In der Regel werden erst vor Ort im Gebäude die Steckverbinder angespleißt oder konfektioniert. Allerdings war das Einblasen vorkonfektionierter Kabel in enge Rohrsysteme aufgrund der Größe der Duplex-Steckverbinder unmöglich.

Der tMO Einblasstecker

Der tMO-Einblasstecker verändert den Vorgang. Die zu verlegenden Kabel sind zwar vorkonfektioniert, aber noch nicht mit Steckgehäusen versehen. Die Kabel werden von zentraler Stelle aus eingeblasen und gelangen so zum Kundenanschluss. Dort erst wird das Steckergehäuse durch ein Aufrasten auf dem Kabel angebracht und ist einsatzbereit.

Nach Anbieterangaben einzigartig an dem System ist, dass sowohl Stecker in Simplex-Ausführung als auch die LC-Duplex Varianten installierbar sind. Das gilt auch für große Distanzen. Erfolgreich getestet wurde das System bis zu 800 Metern.

tMO erlaubt enge Biegeradien (Archiv: Vogel Business Media)

Die tMO-Stecker sind zu 100 Prozent LC-kompatibel und auch in einer APC-Ausführung mit schräg geschliffenen Faserenden erhältlich. Ein schlanker Miniatur-Aufteiler splittet das Kabel der Duplex-Variante in zwei separate Kabel, welche an den Enden vorkonfektionierte Steckerkomponenten aufweisen.

Der Innendurchmesser der zu verwendenen Rohre beträgt für die Duplex-Ausführung 4 Millimeter und für Simplex 3 Millimeter. Die so vorkonfektionierten Glasfaserkabel können damit problemlos in gängige Micro-Rohre eingeblasen werden.

Enge Biegeradien von bis zu 35 Millimetern stellen für die Duplex-Lösung kein Hindernis dar. Obwohl tMO speziell für den Einsatz im Kabeleinblassystem „Draka Jetnet“ entwickelt wurde, ist das System laut tde auch in Kombination mit anderen gängigen Einblassystemen verwendbar.

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