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Bandbreite und Durchsatz müssen passen Tipps für qualitativ hochwertige Video-Konferenzen

Redakteur: Ulrike Ostler

Die Flugverbote nach dem Eyjafjallajökull-Ausbruch sorgten für einen sprunghaften Anstieg von Video-Konferenzen. Mehr Firmen denken über die Anschaffung eigener Systeme nach. Einige Tipps helfen, die bei Video-Konferenzen auftretenden Probleme wie Artefakte, ein „eingefrorenes Bild“ und Zeitverzögerungen zu vermeiden – und ermöglichen es, Video-Konferenzen auch über bestehende IP-Netzwerke zu realisieren.

Videokommunikation funktioniert auch bei Aschewolken. Wie das Netz optimal dafür vorbereitet ist, verrät Martin Walzer von Blue Coat. Bild: Pixelio/Helga Hauke
Videokommunikation funktioniert auch bei Aschewolken. Wie das Netz optimal dafür vorbereitet ist, verrät Martin Walzer von Blue Coat. Bild: Pixelio/Helga Hauke
( Archiv: Vogel Business Media )

In der Woche vom 19. April dieses Jahres bot BT Geschäftreisenden an, die hierzulande wegen der Aschewolke festsaßen, seine Video-Konferenzräume kostenlos zu nutzen. Die Konferenzen waren zwischen zwei oder mehreren Standorten möglich, auf Anfrage konnten auch Verbindungen ins Ausland realisiert werden.

Auch Easynet-Kunden, die selbst keine Video-Konferenz-Lösung einsetzen, konnten die Räumlichkeiten von Easynet vorübergehend kostenlos nutzen, „um eigene Erfahrungen mit Video-Conferencing in High-Definition-Qualität und dem End-to-End-Management der Lösung zu sammeln“.

Und Polycom, Hersteller von Video-Konferenz-Ausstattung, berichtet, dass beim Kunden Regus, mit einem Netz von rund 2.500 öffentlich verfügbaren Video-Konferenzräumen und immersiven Telepresence-Suites, die Nutzung in ganz Europa in der Zeit des Flugverbots um 180 Prozent angestiegen – seit Donnerstag, dem 15. April. In Deutschland verzeichnete der Anbieter eine Zunahme an Videokonferenzen in demselben Zeitraum von 290 Prozent. Am Montag, den 19. April, lag die Anzahl der eingehenden Anrufe in den Regus-Call-Centern um 450 Prozent über der üblichen täglichen Anfragezahl. Auch die Webseite wurde mit Anfragen überschwemmt.

orteile über Vulkanasche hinaus

Die Hersteller von Video-Konferenz-Equipment scheinen nicht umsonst zu hoffen, dass solche ersten Erfahrungen dazu führen, dass in vielen Unternehmen Überlegungen angestellt werden, bald möglichst eine eigene Ausstattung für Video-Konferenzen oder gar Telepräsenz anzuschaffen.

Martin Walzer, Manager Systems Engineering in Deutschland Österreich und der Schweiz sowie Ost-Europa bei Blue Coat Systems, sieht den Trend. Er sagt: „Die Vorteile von Video-Konferenzen liegen auf der Hand.“

Einerseits könnten die Unternehmen ihre Kosten für Geschäftsreisen erheblich senken. Andererseits aber – im Gegensatz zu E-Mail oder Telefonkonferenz – böten sie ein Mindestmaß an persönlichem Austausch.

weiter mit: Walzer-Tipps für störungsfreie Video-Konferenzen

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