Suchen

Großkunden dürfen Technik testen und LMU-Studenten experimentieren T-Systems eröffnet in München ein Innovationszentrum

| Redakteur: Ulrike Ostler

T-System will „Zukunft zum Anfassen“ bieten. Der IT- und TK-Dienstleister hat in der bayerischen Hauptstadt ein erstes Innovationszentrum eröffnet. Im Münchner Euroindustriepark können Unternehmen künftig auf rund 450 Quadratmetern neue Informations- und Telekommunikationslösungen in einem realistischen Arbeitsumfeld testen.

Firma zum Thema

Im „Datacenter 2020“ testen Intel und T-Systems, wie Rechenzentrum effizienter arbeiten können. Künftig soll der gesamte Stromverbrauch nur noch 20 Prozent über dem Verbrauch der Rechner liegen.
Im „Datacenter 2020“ testen Intel und T-Systems, wie Rechenzentrum effizienter arbeiten können. Künftig soll der gesamte Stromverbrauch nur noch 20 Prozent über dem Verbrauch der Rechner liegen.
( Archiv: Vogel Business Media )

T-Systems will mit dieser „Werkstatt“ Innovationen erlebbar machen. Kunden können eigene Ideen für die Weiterentwicklung einer Lösung einbringen und sie auf ihre individuellen Anforderungen zuschneiden. Wissenschaftlicher Partner des Innovation Center ist die Münchner Ludwig-Maximilian-Universität (LMU).

Das Innovationszentrum befindet sich im größten Rechenzentrum von T-Systems, unter einem Dach mit dem kürzlich eröffneten „Datacenter 2020“. In diesem Forschungsrechenzentrum entwickeln Experten von T-Systems und Intel gemeinsam Lösungen, mit denen sich der Bau und der energieintensive Betrieb von Rechenzentren aus umwelttechnischer Sicht verbessern lässt.

Bildergalerie

Eine mit Biogas gespeiste Brennstoffzelle liefert so bspw. Strom für einen Serverbereich im Rechenzentrum. Die Abwärme der Zelle wird in Kälte umgewandelt, so dass der Stromverbrauch für den versorgten Bereich um fast die Hälfte gesunken ist.

Win-Win

Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems, sagt zur Eröffnung des Zentrums: „Mit dem Innovation Center kommen wir hautnah heran an die Bedürfnisse unserer Großkunden und ergänzen die schon vorhandenen Zukunftsschmieden für Privatkunden der Deutschen Telekom in Berlin und Bonn.

Bayerns Wirtschafts-Staatssekretärin Katja Hessel betont die Bedeutung für die Region und die Universität: „Mit der Eröffnung des Innovation Centers in München stellt der Standort Bayern erneut seine Attraktivität für Technologieunternehmen unter Beweis. Studenten der Ludwig-Maximilians-Universität erhalten durch die Kooperation die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen.“

T-Systems wiederum gewinne durch Ideen und Sichtweisen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Neben den Lösungen, die T-Systems zur Marktreife bringt, entwickeln Studenten der LMU vorhandene Lösungen weiter.

Dazu steht ihnen ein separater Arbeitsraum als „Thinktank“ zur Verfügung. Bereits 40 Studenten haben in der Aufbauphase des Innovation Center je zweiwöchige Praktika absolviert.

(ID:2047265)