Mit dem Network Scanner von Softperfect lassen sich Windows- und macOS-Netzwerke nach Geräten durchsuchen, Fernwartungsaufgaben durchführen und Freigaben anzeigen, die auf den Geräten verfügbar sind. Das Tool liefert einen schnellen Überblick und bietet viele Funktionen.
Der SoftPerfect Network Scanner für Windows und macOS ist ein praktisches und preiswertes Admin-Werkzeug.
(Bild: SoftPerfect / Joos)
SoftPerfect Network Scanner steht als Testversion auch kostenlos zur Verfügung, kann dann aber nur 10 Geräte im Netzwerk anzeigen. Wer mehr Geräte anzeigen will, muss eine kostenpflichtige Lizenz erwerben. Diese steht in der Home-Edition für 29 Euro, und als Business-Version für 49 Euro zur Verfügung.
Die Freeware-Variante wurde eingestellt, aber die Testversion bietet im Testzeitraum alle notwendigen Funktionen. Die Software scannt mit ICMP-Requests beliebige IP-Bereiche. Der Vorteil des Scanners liegt darin, dass er auch als portable Version zur Verfügung steht. Für die Ausführung sind außerdem keine Administratorrechte notwendig.
Network Scanner stellt nicht nur Scanvorgänge zur Verfügung, sondern bietet auch einige Funktionen für die Remoteverwaltung. Die Computerverwaltung von Windows-Computern kann genauso geöffnet werden, wie eine RDP-Sitzung, die Bearbeitung der Registry, oder die Verwaltung der Dienste. Natürlich können auch Linux-Rechner ferngewartet werden. Hier stehen zum Beispiel auch SSH-Sitzungen in Network Scanner zur Verfügung. Selbst Telnet sowie Remote-PowerShell-Sitzungen können genutzt werden.
Auch zur Fehlersuche kann SoftPerfect Network Scanner genutzt werden. Dazu steht bei „Optionen“ zum Beispiel die Option „Entfernte Performance“ zur Verfügung, mit der die Auslastung eines Computers über das Netzwerk angezeigt werden kann.
SoftPerfect-Netzwerk-Scanner kann über WMI, SNMP, HTTP, SSH und PowerShell Computer anpingen, Ports scannen, freigegebene Ordner auflisten und Informationen über Netzwerkgeräte anzeigen. Zusätzlich können auch Remote-Dienste und weitere Daten angezeigt werden. Der Network Scanner bietet darüber hinaus flexible Filter- und Anzeigeoptionen. Die Daten können exportiert werden, dazu stehen verschiedene Formate zur Verfügung.
Network Scanner in der Praxis
Nach dem Start von Network Scanner wird im oberen Bereich eine Start- und eine End-IP-Adresse angegeben. Über „Scan starten“ untersucht Network Scanner alle IP-Adressen in diesem Bereich. Nach einiger Zeit erscheinen die Geräte, die erreicht werden und das Gerät anbinden kann. In weiteren Spalten zeigt das Tool die Antwortzeiten für Pings und die MAC-Adressen an. Wenn verfügbar, werden auch der Hostname und weitere Informationen angezeigt. Sind für eine Adresse Dateifreigaben verfügbar, zeigt das der Client ebenfalls an. Bereits durch den ersten Scan werden Informationen angezeigt und Benutzer wie Administratoren können sich schnell einen Überblick über die einzelnen Netzwerkgeräte verschaffen.
Über den Menüpunkt „Datei“ lassen sich IP-Adresslisten laden und Ergebnisse speichern. Auch die Konfiguration von Network Scanner kann hier gespeichert und wieder geladen werden. Dadurch können Benutzer entweder mehrere Konfigurationen für unterschiedliche Netzwerke speichern, oder es können mehrere Benutzer mit dem Programm arbeiten.
Über das Kontextmenü lassen sich anschließend Aufgaben für die gefundenen Geräte durchführen. Mit einen Rechtsklick bspw. lassen sich Dateifreigaben direkt öffnen. Außerdem kann über das Kontextmenü auch der Speicherplatz angezeigt werden, der für die Freigabe zur Verfügung steht.
Computer lassen sich über das Kontextmenü ebenfalls verwalten. Dazu wird „Gerät öffnen“ und dann „Computerverwaltung“ aufgerufen. Mit Remote Desktop wird eine RDP-Sitzung gestartet. Diese beiden Menüpunkte setzen natürlich voraus, dass der Benutzer über ausreichend Rechte verfügt, um diese Aufgaben durchzuführen.
Über das Kontextmenü können Computer oder andere Geräte aber auch mittels Wake-On-LAN gestartet und mit „Remote herunterfahren“ heruntergefahren werden. Hier lassen sich mit „Batchdatei erstellen“ auch mehrere Remotebefehle auf dem Computer durchführen. Dazu gehören Möglichkeiten zur Änderung an der Registry oder das Übertragen von Dateien. Wer Anpassungen an der Registry auf Remote-Rechnern durchführen will, kann über „Optionen“ mit „Entfernte Registry“ Zugriff auf den Rechner nehmen.
DHCP-Server, UPnP-Geräte und doppelte IP-Adressen finden
Über den Menüpunkt „Aktionen“ können im Netzwerk auch DHCP-Server gesucht werden. Dazu wird der Menüpunkt „DHCP Server Suche“ verwendet. Bei diesem Vorgang verbindet sich der Client auch mit Active Directory, um genehmigte DHCP-Server anzuzeigen. Danach werden im Fenster die einzelnen DHCP-Server sowie deren Autorisierungs-Status in Active Directory angezeigt. Durch die Auswahl von „UPnP Gerätesuche“ durchsucht das Tool das Netzwerk nach UPnP-Geräten und zeigt diese an. Dadurch werden auch Medienserver angezeigt. Mit „Finde doppelte IP-Adressen“ lassen sich auch IP-Adresskonflikte auflösen.
Stand: 08.12.2025
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