Migrationen in die Cloud besser und fehlerfreier durchführen

So verschieben Sie Postfächer zu Office 365 und beheben Probleme

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Treten bei der Verbindung von Exchange zu Office 365 Probleme auf, lassen sich diese mit ein bisschen Know-how oft leicht beheben.
Treten bei der Verbindung von Exchange zu Office 365 Probleme auf, lassen sich diese mit ein bisschen Know-how oft leicht beheben. (Bild: Microsoft)

Unternehmen, die ihre Exchange-Organisation an Office 365 anbinden und auf Probleme beim Verschieben von Postfächern stoßen, sind oft lange mit der Fehlersuche beschäftigt. In diesem Beitrag geben wir einige Hinweise, wie sich die Probleme vermeiden oder beheben lassen.

Treten bei der Verbindung von Exchange zu Office 365 Probleme auf, lassen sich diese teilweise auch mit Zusatztools entdecken und beheben. Microsoft stellt dazu das MOSDAL-Support-Toolkit (Microsoft Online Services Diagnostics and Logging) zur Verfügung, mit dessen Hilfe Administratoren Verbindungsprobleme zu Office 365 analysieren können.

Um Probleme mit Microsoft-Clouddiensten zu lösen, laden Administratoren MOSDAL herunter und installieren das Toolkit auf einem Computer. Über einen Assistenten lassen sich Probleme finden und besser analysieren (siehe Abbildung 1).

Der Assistent zum Anbinden von Exchange an Office 365 fügt der lokalen Organisation eine akzeptierte Domäne für die Hybridnachrichtenübermittlung und Anfragen der AutoErmittlung hinzu. Funktioniert an dieser Stelle etwas nicht, können sich Administratoren die akzeptierte Domäne anzeigen lassen, indem sie den folgenden Befehl in der Shell ausführen:

Get-AcceptedDomain | fl DomainName, IsCoexistenceDomain

Verbindungsprobleme beim Verschieben von Postfächern beheben

Wenn Administratoren vor allem Leistungsprobleme beim Verschieben von Postfächern zu Office 365 haben, bietet es sich an, eine genaue Analyse der Verbindungsgeschwindigkeiten vorzunehmen. Microsoft stellt dazu ein Online-Überprüfungstool zur Verfügung, mit dem sich die Verbindungen genauer analysieren lassen (siehe Abbildung 2). Das Tool ist über die folgenden Links zu finden:

Die Seiten benötigen Java. Das heißt, zur Analyse verwenden Administratoren am besten einen Test-Rechner, der sich im gleichen Netzwerk befindet, wie die Exchange-Server. Bei Netzwerk-Problemen spielt es keine Rolle, wo das Tool gestartet wird. Es ist allerdings sinnvoll, den Rechner im gleichen Netzwerksegment zu positionieren. Damit das Tool funktioniert, muss nach der Installation von Java im Java Control Panel auf dem Rechner die Webseite des Tests eingetragen werden (siehe Abbildung 3).

Probleme genauer analysieren

Wenn Administratoren Mailbox-Verschiebungsanforderungen über Migrationsbatches im Exchange Administration Center gestartet haben, lassen sich im Empfängerbereich genauere Informationen anzeigen. Hier ist auch zu sehen, welche Postfächer Probleme bereiten und ob das Problem an einer Datenbank, einem Empfänger oder einem Exchange-Server liegt. Dazu wählen Administratoren die Batch-Migration aus und rufen dann die Details auf (siehe Abbildung 4). Hier lassen sich wichtige Informationen auch herunterladen.

Intrusion Detection-Einstellungen beachten

Administratoren sollten auch die Firewall-Protokolle überprüfen, um sicherzustellen, dass es von dort keinen geschwindigkeitsbegrenzenden Effekt gibt, der Probleme verursacht. Derartige Probleme sowie eventuell gelöschte Pakete sollten in den Protokollen der Firewalls auftauchen.

Vor allem Technologien im Bereich Intrusion Detection und Intrusion Prevention greifen oft in den Netzwerkverkehr zwischen Exchange und Office 365 ein. Das gilt vor allem für Unternehmen, die auf das Microsoft Forefront Threat Management Gateway (TMG) setzen (siehe Abbildung 5 und 6).

Am besten sollten die IP-Adressen der Office 365-Server in Ausnahmelisten und vertrauenswürdige Subnetze eingetragen werden. Eine genaue Liste ist in der TechNet zu finden. In diesem Zusammenhang machen auch Loadbalancer oft Probleme, da die Verbindungen zu Office 365 über die Firewall durch wechselnde IP-Adressen oft verloren gehen.

Hilfe im Internet und durch Tools einholen

Egal welches Problem auftritt, Administratoren können sich recht sicher sein, dass auch andere das Problem bereits hatten. Anstatt selbst nach einer Lösung zu suchen, ist es daher oft sinnvoller im Internet über spezielle Seiten, Whitepaper, Foren und Tools das Problem einzugrenzen und gezielt nach Schwierigkeiten zu suchen. Dabei sollten Administratoren auf die folgenden Tools und Webseiten setzen:

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