3 Inventarisierungs-Tools im Überblick

So halten Sie Ihre IT-Dokumentation aktuell

| Autor / Redakteur: Thomas Bär, Frank-Michael Schlede / Andreas Donner

Wer seine IT-Inventarisierung einfach halten möchte, sollte die Finger von Excel-Tabellen lassen und sich spezialisierte Software zulegen!
Wer seine IT-Inventarisierung einfach halten möchte, sollte die Finger von Excel-Tabellen lassen und sich spezialisierte Software zulegen! ( © duncanandison - Fotolia)

Mit den Jahren wächst dem Administrator seine Netzwerkinfrastruktur sprichwörtlich über den Kopf. Die Zahl der angeschlossenen Geräte nimmt stetig zu und dank der Virtualisierung gibt es viel mehr im Netzwerk, als man auf den ersten Blick sehen könnte. Wie soll das nur alles dokumentiert werden?

Wer als IT-Verantwortlicher über viele Jahre das Unternehmensnetzwerk mit aufgebaut hat, wird sich sicherlich noch ganz gut an beinahe jede Komponente erinnern können. Sind aber erst einmal mehr als 10 Administratoren am Werk, die tagtäglich Konfigurationsänderungen und Installationen durchführen, so wird es schnell unübersichtlich. Allerspätestens, wenn IT-Profis die Firma verlassen, geht mit ihnen auch Know-how über die Konfiguration verloren. Alle Versuche, die Datenmengen mit Office-Programmen wie Access oder Excel zu verwalten, sind letztendlich zum Scheitern verurteilt, da auch dieser Lösungsdesigner einmal in den Ruhestand geht oder bei einem anderen Arbeitgeber anheuert. Nur wenige selbstgestrickte Programme bieten zudem das zeitgesteuerte Auslesen von Inventardaten oder Konfigurationsdetails an, daher ist der Einsatz dieser Programme stets mit hohem Aufwand verbunden.

Eine stets aktuelle IT-Dokumentation ist jedoch unverzichtbar für die Planung von IT-Investitionen, die etwaige Konsolidierung von Rechenzentren, den Betrieb des IT-Asset- und IT-Service- Managements, die schnellere Problemlösung durch den Support und Helpdesk sowie die Erstellung bzw. Aktualisierung von Sicherheits- und Disaster- Recovery Konzepten. IT-Dienstleister benötigen zudem meist eine aktuelle Inventarisierung und IT-Dokumentation als Grundlage für die Erstellung von Angeboten für Outsourcing-Verträge und die Durchführung von Lizenzaudits oder ISO-Zertifizierungen.

Eines gleich vorweg: Es gibt nicht die eine Lösung, die alles perfekt und nach den eigenen Vorstellungen umsetzen kann. Die „eierlegende Wollmilchsau“, die Lizenzverwaltung, Garantiedauer, Verkabelung, Seriennummern, Active Directory-Gruppenzugehörigkeit, E-Mail-Verteiler auf dem Exchange, zuständiger IT-Betreuer, Lieferanten, MAC-Adressen oder das Anschaffungsdatum von allein sofort richtig darstellt, gibt es so leider nicht. Nachfeilen ist bei jeder Inventarisierungs- oder Dokumentationslösung erforderlich. Unsere drei, hier kurz vorgestellten, Kandidaten können aber eine ganze Menge und sind ausgereifte Lösungen für unterschiedliche Einsatzzwecke.

Docusnap 6.3

Docusnap dokumentiert IT-Umgebungen und arbeitet dabei weitgehend automatisiert über die standardisierten Netzwerkprotokolle wie WMI, LDAP, SNMP oder SSH und kann so auf den Einsatz zusätzlicher Software-Agents verzichten. Im Netzwerk identifiziert die Software Serversysteme, Client-Computer, Peripheriegeräte wie Netzwerkdrucker, Switches, oder Router, analysiert das Active Directory, Microsoft Exchange-, Microsoft SharePoint-, Hyper-V- und SQL-Server und wertet die Daten von DNS- und DHCP-Diensten auf Microsoft-Servern aus. Neben Microsoft-Produkten arbeitet Docusnap mit VMware ESX, OS X, Xen Desktop, Backup Exec, Veeam und verschiedenen Linux-Varianten zusammen. Installiert wird die Software jedoch stets auf einem Computer mit Microsoft Windows.

Pro System ermittelt Docusnap die eingerichtete Software, ermittelt Hardware-Komponenten, analysiert Partitionen und Festplatten, wertet lokale Benutzergruppen und Benutzer aus, dokumentiert Freigaben, sichtet Berechtigungen, listet Dienste auf und protokolliert die lokalen Drucker und deren Anschlüsse. Das Ergebnis der Untersuchung ist eine über den Browser einsehbare Online-Dokumentation, oder verschiedenste Reports und Übersichten in den Office-Formaten Word, Excel oder Visio.

Schon direkt nach der Installation wird der Administrator von einem Inventarisierungs-Assistenten aufgefordert die lokale Domäne zu analysieren. Firmenname, Domäne und Benutzername schlägt die Software vor – einen Service, den wir bei vielen anderen Programmen in dieser Form noch nicht gesehen haben. Im Anschluss daran beginnt die Software mit der Analyse der Umgebung. Wie bei allen ausgereiften Programmen kann der Administrator die Scans zeitlich steuern. Bei Docusnap lässt sich auch die Ergebniserstellung zeitlich steuern. Auf Wunsch beschränkt sich die Software auf eine reine HTML-Dokumentation, ohne Office-Formate. Die Stärke von Docusnap liegt eben in der Erstellung von Dokumentationen mit Netzwerkübersichten mit VLAN-Darstellung, Active Directory Plänen, der Erzeugung von Datenblättern. Viele hundert Seiten erzeugt die Software wie von Geisterhand und so mancher IT-Profi wird erstaunt sein, was alles im eigenen Netzwerk konfiguriert wurde.

weiter mit JDisc Discovery 3.2 und i-DOIT

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