Anbieter zum Thema
Der Zähler bekommt eine eigene DSL-Leitung
Wesentlich für den Anschluss der Kommunikationsgeräte ist die eigene DSL-Leitung, die die Telekom in dem Emdener Neubaugebiet verlegt: „Wir nutzen für den Datentransfer nicht die DSL-Anschlüsse der Kunden, sondern bauen eine eigene, unabhängige Infrastruktur auf und betreiben diese. Nur so können wir die Sicherheit der Daten sowie die Verfügbarkeit des Ausleseservices garantieren“, betont Helge Meyer, Smart-Metering-Experte der Deutschen Telekom. Da es sich um ein Neubaugebit handele, ergänzt Hold, seien die Kosten dafür vertretbar.
Es sei auch keine Vermischung von Telekommunikations- und Energiedaten möglich. Der Kunde der Stadtwerke Emden muss nicht gleichzeitig Kunde der Telekom sein.
Als Alternative zum Datenversand über einen Festnetzverbindung lassen sich die Werte auch mobil übertragen. Meyer: „Unsere Lösung entspricht sehr hohen Sicherheitsanforderungen, ist nach ISO 27001 zertifiziert und erfüllt den SAS-70-Standard.“
Erste Reaktionen und weitere Pläne

Das Gesamtangebot der Telekom hat die Stadtwerke Emden überzeugt: „Wir haben mehrere Anbieter verglichen und uns für die Telekom entschieden, weil wir den gesamten Service aus einer Hand erhalten“, sagt Remmer Edzards, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden. „Wir führen jetzt eine Kundenbefragung durch, um das allgemeine Interesse an dieser neuen Technologie abschätzen zu können.“
Erste Ergebnisse aus Gesprächen zeigten, dass anscheinend viele Strom- und Gaskunden wissen wollen, wie sie mit Hilfe von intelligenten Zählern ihren Verbrauch aktiv verringern können. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, wollen die Stadtwerke Emden die Smart Meter auch in anderen Wohngebieten einsetzen.
(ID:2046832)