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Infrastruktur für Großveranstaltungen 5G-Netze auf Festivals ersetzen WLAN und DSL

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Private 5G-Netze könnten zur neuen Grundlage digitaler Veranstaltungsprozesse werden. m3connect setzt auf temporäre 5G-Infrastrukturen – unabhängig vom Ort und ohne öffentliche Netze.

m3connect setzt bei Festivals auf private 5G-Netze statt WLAN. Die temporäre Infrastruktur soll digitale Prozesse stabilisieren und skalieren.(Bild:  m3connect)
m3connect setzt bei Festivals auf private 5G-Netze statt WLAN. Die temporäre Infrastruktur soll digitale Prozesse stabilisieren und skalieren.
(Bild: m3connect)

Zutrittskontrollen, Bezahlterminals, Funklösungen: Bei Großveranstaltungen entstehen hochdynamische Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur. Der Aachener Anbieter m3connect baut daher auf eigene 5G-Netze im Frequenzbereich von 3,7 bis 3,8 GHz, um digitale Prozesse autark und ausfallsicher umzusetzen. In der aktuellen Festivalsaison kommt die Lösung unter anderem beim Kimiko-Festival in Aachen sowie beim Summerjam und dem Rainbow Festival in Köln zum Einsatz.

Kernelement sei eine standortbezogene Funkzellenarchitektur, die mit lokalem Edge-Computing kombiniert wird. Die Datenverarbeitung soll dadurch latenzarm und unabhängig vom Internet erfolgen. Ergänzt werde das Konzept durch Quality-of-Service-gesteuertes Traffic-Shaping, mandantenfähige VLANs und Zugriffskontrolle via SIM- oder eSIM-Authentifizierung. Die gesamte Infrastruktur wird redundant aufgebaut und mit autarker Stromversorgung kombiniert, um Resilienz auch bei Strom- oder Netzausfällen zu gewährleisten.

„Unsere Aufgabe besteht nicht darin, eine Mobilfunkverbindung bereitzustellen – sondern ein belastbares, domänenübergreifendes Kommunikationsnetz temporär aufzubauen“, sagt Justin Eichenlaub, Head of Cellular Solutions bei m3connect.

Bandbreite nach Bedarf – auch ohne Kabel

Die Internetanbindung sei nicht an bestehende Leitungen gebunden. m3connect kombiniere verschiedene Übertragungswege – etwa DSL, Starlink, Telekom 5G oder hybride Szenarien. Bei Bedarf lassen sich diese bündeln, um mehr Bandbreite bereitzustellen.

Das Konzept sei skalierbar – je nach Besucherzahl oder Geländegröße. Kritische Anwendungen wie Bühnensteuerung oder Sicherheitslogistik lassen sich logisch trennen, was mögliche Störungen einzelner Dienste begrenzen soll. Ziel sei es, so Eichenlaub, Kommunikationsnetze auch dort sicher und stabil verfügbar zu machen, wo normalerweise keine Infrastruktur vorhanden ist.

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