Aastra startet Vertrieb neuer DECT-Technologie

SIP-DECT 2.1 hat Feldtest erfolgreich bestanden

17.05.2011 | Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

SIP-DECT 2.1 eignet sich laut Aastra gut für Unternehmen mit weitläufigen Geländen, Werkstätten oder Produktionsstraßen.
SIP-DECT 2.1 eignet sich laut Aastra gut für Unternehmen mit weitläufigen Geländen, Werkstätten oder Produktionsstraßen.

Aastra Deutschland hat nach einer erfolgreichen Feldtestphase die Version 2.1 der SIP-DECT-Technologie für den Vertrieb freigegeben. SIP-DECT 2.1 bietet unter anderem Funktionen wie Lokalisierung und ein laut Hersteller verbessertes Messaging und Alarming sowie die Technologie DECT XQ, die die Folgen von Interferenzen in reflektierenden Umgebungen wie Lagerhallen vermindert soll.

In stark reflektierenden Umgebungen wie Hallen mit Metallverschalung oder Hochregallagern kann die Übertragung von Funkwellen schwierig sein. Das Ergebnis sind Störungen beim Empfang, im Extremfall werden Gespräche sogar unterbrochen. DECT XQ steht für Extended Quality. „Bei DECT XQ wird zwischen Basisstation und Mobilteil die doppelte Bandbreite genutzt. Dieses Mehr an Bandbreite kann für die Aufbereitung des Sprachsignals genutzt werden, sodass selbst in schwierigen Umgebungen die Sprachqualität gut ist“, erklärt Jürgen Signer, Geschäftsführer der Aastra Deutschland GmbH.

Messaging und Alarming

DECT-Telefone von Aastra können von nun an auf zahlreichen Wegen Nachrichten empfangen, seien es Mitteilungen von anderen Mobilteilen mit bis zu 1.000 Zeichen, E-Mails, Faxe oder RSS-Feeds. Die Messaging-Funktion eigne sich besonders für Krankenhäuser, Hotels, die Logistikbranche oder den Einzelhandel. Lautsprecherdurchsagen – beispielsweise in Kaufhäusern – seien nicht mehr notwendig. An die XML-Schnittstelle sollen auch externe Applikationen anderer Hersteller angeschlossen werden können, beispielsweise Alarmserver.

Lokalisierung

Die Lokalisierungsfunktion eigne sich besonders für Betriebe aus den Bereichen Healthcare oder Unternehmen mit weitläufigen Geländen, Werkstätten oder Produktionsstraßen. Wäre beispielsweise eine Person in Folge eines Sturzes bewegungsunfähig, würde vom Mobilteil ein „Man-Down-Alarm“ ausgelöst. Über einen Lokalisierungsserver, auf dem ein Gebäudeplan hinterlegt ist, könne dann festgestellt werden, im Bereich welcher Basisstation sich diese Person aufhält. Hilfe für die gestürzte Person ließe sich schnell und zielgerichtet organisieren. Um den genauen Standort festzustellen, würde von der Zentrale (oder einem anderen Mobilteil, das die Helfer mit sich führen) schließlich auf dem betreffenden Mobilteil ein akustischer Alarm ausgelöst.

Die vollständig von Aastra entwickelte SIP-DECT-Lösung kann in den meisten IP-Umgebungen eingesetzt werden, die auf offenen Standards beruhen (einschließlich IP-Centrex), und beinhaltet:

  • Aastra-Basisstationen, sogenannte Radio Fixed Parts (RFPs): Sie werden an das IP-Netz angeschlossen und sind für Innen- und Außenbereiche erhältlich.
  • Spezielle RFPs: Mit ihnen können gleichzeitig DECT-Netze und WLAN-Access-Points aufgebaut werden. Anwender würden also für beide Technologien nur eine Art RFPs benötigen.
  • OpenMobility Manager (OMM): Die Software verwaltet alle DECT-Mobilteile und Mobilitätsmaßnahmen (Roaming, seamless Handover zwischen den Basisstationen).
  • XML: Hierüber können Applikationen anderer Hersteller angeschlossen werden, beispielsweise für Alarming-, Messaging- oder Lokalisierungsfunktionen.
  • DECT-Mobilteile der Aastra-600d-Familie.

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