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TP-Link-Router mit Open-Source-Firmware Router und OpenWRT für individuelle WLAN-Lösungen

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Peter Schmitz

Ob Asterisk-Telefonanlage, IPv6-Support oder OpenVPN: Die Linux-Distribution OpenWRT bietet Funktionen und Open-Source-Softwarepakete, mit denen sich derzeit rund 30 TP-Link-Router individuell konfigurieren und erweitern lassen.

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TP-Link hat auch den N750-Dualband-Gigabit-Router TL-WDR4300 für den Einsatz mit OpenWRT freigegeben.
TP-Link hat auch den N750-Dualband-Gigabit-Router TL-WDR4300 für den Einsatz mit OpenWRT freigegeben.

Die Linux-Distribution OpenWRT wird für Embedded-Geräte genutzt, etwa für CPE-Router (CPE; Custom Premises Equipment, kundeneigene Router, die im Zusammenhang mit dem Service von Internet-Dienstleistern genutzt werden), Smartphones oder Pocket-Computer.

Mit OpenWRT können Administratoren, IT-Verantwortliche in kleineren Firmen oder auch Telekommunikations- und WLAN-Dienstleister Router individuell konfigurieren, erweitern oder zusätzliche Funktionen zuschalten. Derzeit sind laut TP-Link etwa 30 der hauseigenen Geräte zu OpenWRT kompatibel. TP-Link erlaubt explizit den Einsatz von Open-Source-Firmware und gestattet auch den Rückweg zur TP-Link-Firmware.

Telefonanlage, Gäste-WLAN und RADIUS-Server

Mit dem N750-Dualband-Gigabit-Router TL-WDR4300 oder etwa dem Wireless-N-Gigabit-Router TL-WR1043ND als Ausgangsplattform und der für OpenWRT verfügbaren freien Software Asterisk kann ein Administrator eine Telefonanlage aufbauen, die VoIP-Telefonie bietet. Bei hohen Sicherheitsanforderungen, kann mit der Open-Source-Software OpenVPN noch ein Virtual Private Network für die Asterisk-Anlage installiert werden.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind die Einrichtung eines Gäste-WLANs oder die Unterstützung des IPv6-Protokolls. Kleinere Unternehmensnetze sollen sich mit dem mobilen UMTS/HSPA-Hotspot TL-MR3020 oder TL-MR3040 für IPv6 fit machen lassen.

Mit der Open-Source-Software FreeRADIUS und einem TP-Link-Router kommen Dienstleister zu einem RADIUS-Server (RADIUS; Remote Authentication Dial-In User Service), der bei Einwahlverbindungen in das Computernetzwerk dazu dient, Benutzername und Kennwort zu überprüfen. Das hilft beispielsweise, Zugriffsbeschränkungen für Hotspots einzurichten.

OpenWRT und zurück

Die vorinstallierte Firmware der TP-Link-Router lässt sich durch OpenWRT ersetzen, wobei sich der Anwender für den Rückweg alle Optionen offen halten kann, denn bei Bedarf kann er auch wieder die Original-Software einspielen – eine Aktion, die TP-Link explizit erlaubt. Allerdings erhalten User nur Support für die Original-Firmware.

IT-Experten bekommen, wenn sie OpenWRT heruntergeladen haben, ein voll beschreibbares Datensystem sowie einen integrierten Paketmanager. Alternativ ist es auch möglich, sich per Telnet-Sitzung ein Passwort einzurichten und sich anschließend per SSH-Protokoll in die Linux-Firmware einzuloggen und die gewünschten Module zu installieren.

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