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Netzwerk-Virtualisierung und Breitbandanbindung als Grundlage von Cloud Computing

Ohne flexible optische Netze bleibt Cloud Computing ein Wunschtraum

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Szenario 1: Disaster Recovery und Business Continuity

Ein Einsatzbeispiel für DWDM im Bereich Cloud Computing ist die Kopplung von Rechenzentren eines Cloud-Service-Providers (Bild 2). Eine doppelt ausgelegte Verbindung zwischen zwei Rechenzentren stellt sicher, dass selbst bei Ausfall von Systemen in einem Rechenzentrum oder des gesamten Data Centers der Service-Provider weiterhin Dienste wie beispielsweise Infrastructure as a Service zur Verfügung stellen kann. Über statische optische Breitbandleitungen werden in diesem Fall Anwendungen und Daten in beiden Data Centern gespiegelt. Eine solche Lösung bietet sich auch für Private Clouds an, also Cloud-Infrastrukturen, die ein Unternehmen in Eigenregie aufbaut und betreibt.

Mithilfe eines DWDM-Netzes lässt sich zudem eine Intra-Cloud-Infrastruktur aufbauen (Bild 3). In diesem Fall lassen sich Server und Storage-Systeme über die Grenzen einzelner Rechenzentren hinweg virtualisieren. Die Standorte, an denen sich die Speichersysteme und die virtualisierten Server-Ressourcen befinden, sind über optische Breitband-Verbindungen miteinander gekoppelt.

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Für beide Szenarien eignet sich WDM in besonderem Maße, zum einen wegen der niedrigen Latenzzeiten, zum anderen wegen der Möglichkeit, eine synchrone Datenspiegelung über Entfernungen von bis zu 200 Kilometern hinweg durchzuführen. Hinzu kommt, dass sich auch Infiniband- und Fibre-Channel-Pakete über diese Infrastruktur transportieren lassen.

Zudem stellt DWDM pro Wellenlänge eine Bandbreite von 100 GBit/s bereit. Eine Glasfaser hat somit eine Übertragungskapazität von bis zu 8 TBit/s. Dies reicht selbst für extrem anspruchsvolle Anwendungsfälle aus.

Szenario 2: Zugang zu Cloud-Services

Das zweite große Anwendungsfeld ist Carrier Ethernet im Zusammenhang mit Cloud Computing zur Anbindung von Endkunden an Cloud-Services. Wichtig sind in diesem Zusammenhang nicht nur große Bandbreiten und niedrige Verzögerungszeiten. Entscheidend ist, dass sich Dienste dynamisch bereitstellen und schnell an wechselnde Anforderungen anpassen lassen.

Adva Optical Networking stellt mit der FSP 150 Familie eine Lösung bereit, mit deren Hilfe Bandbreite flexibel provisioniert werden kann. In Verbindung mit dem FSP Service Manager von Adva Optical kann ein Netzbetreiber gewissermaßen auf Knopfdruck einem Anwender bestimmte Kapazitäten oder virtuelle Ethernet-Verbindungen (Ethernet Virtual Circuits) zur Verfügung stellen, mit der gewünschten Bandbreite und in der erforderlichen Service-Qualität.

Fazit

Cloud Computing ist ohne eine leistungsstarke und flexible Netzinfrastruktur im Access- und Core-Bereich nicht vorstellbar. Die Zukunft wird Cloud-Dienste bringen, die selbstständig eine bestimmte Bandbreite und Dienstgüte vom Netzwerk anfordern. Das bedeutet, das Netz von morgen muss mehr bieten als hohe Übertragungskapazitäten. Gefordert sind ein hohes Maß an Skalierbarkeit und die Fähigkeit, durchgängig – Ende zu Ende – unterschiedliche Service-Levels bereitzustellen und Applikationen flexibel zuweisen zu können.

Eine DWDM-basierte Infrastruktur und Carrier Ethernet als Zugangstechnologie, erfüllen diese Anforderungen. Dass sich die Cloud-Infrastruktur von morgen bereits heute realisieren lässt, belegt Adva Optical mit Lösungen wie dem FSP 3000 und dem FSP 150. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, die Netzwerkinfrastruktur zu virtualisieren und damit den Grundstein für die Cloud von morgen zu legen.

Über den Autor

Christian Illmer ist als Senior Director Business Development Enterprise bei Adva Optical Networking tätig. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Lösungen für optische Transportnetze und Ethernet-Infrastrukturen.

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