Prototyp schafft elf Gigabit pro Sekunde

Nokia und Telekom testen XG-FAST

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

XG-FAST steckt laut Nokia noch immer in einer „frühen Phase von Labortests“, wurde von Alcatel-Lucent aber bereits 2014 vorgestellt.
XG-FAST steckt laut Nokia noch immer in einer „frühen Phase von Labortests“, wurde von Alcatel-Lucent aber bereits 2014 vorgestellt. (Bild: Alcatel-Lucent)

In einem Labortest haben Nokia und Deutsche Telekom acht Gbit/s über 50 Meter Standard-Drop-Kabel geschickt. Das dabei genutzte Verfahren XG-FAST könnte Kupferleitungen so zur Alternative für FTTH-Installationen machen.

Wie jetzt bekannt wurde, haben Deutsche Telekom und Nokias Tochter Alcatel-Lucent bereits Ende 2015 XG-FAST unter Laborbedingungen gestestet. Über zwei 50 Meter lange Cat-6-Kabelpaare seien dabei Geschwindigkeiten von über elf Gbit/s erreicht worden; bei ähnlichen Tests mit Standard-Drop-Kabeln wurden auf gleicher Länge mehr als acht Gbit/s übermittelt.

Die mit Prototypen im Darmstädter Kabellabor der Deutschen Telekom durchgeführten Prüfungen belegten demnach, dass sich XG-FAST als Alternative für FTTH-Anwendungen anbietet. Schon seit einiger Zeit verspricht Alcatel-Lucent mit XG-FAST auch symmetrische Dienste mit einem Gbit/s über Entfernungen bis zu 70 Meter.

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XG-FAST ist eine von Alcatel-Lucents Forschungszweig Bell Labs entwickelte Erweiterung der G.fast-Technologie. Beide Verfahren überbrücken die letzten Meter bis zum Endkunden und übertragen Daten dabei über Kupferkabel sowie vergleichsweise kurze Distanzen.

Bruno Jacobfeuerborn, CTO der Deutschen Telekom, kommentiert: „Die Arbeiten im Rahmen dieser Technikdemonstration geben uns einen Einblick in die zukünftigen Möglichkeiten der Maximierung vorhandener Ressourcen mit XG-FAST. Uns steht eine weitere Technologieoption zur Verfügung, mit der wir unseren Kunden schnell und kostengünstig hohe Übertragungsraten bieten und gleichzeitig unsere Glasfaserinfrastruktur näher zu unseren Kunden bringen können.“

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