Störungsmeldungen in der Cloud beschleunigen Support für IoT

Netzwerkmonitoring für Heimnetze

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Derzeit können sich Anwender bei der Deutschen Telekom als Alphatester für Pie Home bewerben.
Derzeit können sich Anwender bei der Deutschen Telekom als Alphatester für Pie Home bewerben. (Bild: Deutsche Telekom/VIT)

Die Deutsche Telekom testet eine Monitoringlösung für Heimnetze. Pie Home aggregiert Daten in der Cloud und unterstützt Supportmitarbeiter mit Wissensdatenbanken und Analysefunktionen. Probleme sollen so schneller gelöst werden.

Schon heute kommunizieren in Heimnetzen nicht nur klassische Desktops, sondern auch Tablets, Streamingboxen oder Netzwerkdrucker. Das Internet of Things (IoT) könnte den Trend zu mehr vernetzten Geräten in privaten Haushalten verstärken. Künftig würden dann intelligente Rauchmelder, Heizungssysteme oder Kühlschränke Netze noch komplexer und anfälliger für Störungen machen. Die Deutsche Telekom testet darum aktuell ein Monitoring-Werkzeug, mit dem mögliche Probleme schneller entdeckt und behoben werden können.

Die Pie Home genannte Lösung stammt vom Anbieter Pie Digital, sammelt Daten lokaler Netze und speichert diese in der Cloud. Der Hersteller beschreibt ein Datenrepository, das gleichzeitig als Wissensdatenbank und Quelle für weitere Analysen dient. So könnten Service Provider beispielsweise wiederkehrende Probleme identifizieren oder miteinander inkompatible Geräte aufspüren. Mit diesem Hintergrundwissen sollen Helpdesks Supportanfragen um mindestens 30 Prozent schneller als bisher abwickeln.

Die Deutsche Telekom gibt sich derweil noch zurückhaltender und übt sich in Konjunktiven. Auf Anfrage heißt es: Heimnetzwerke gehörten nicht zum Telekom-Netz und würden meist vom Kunden in eigener Regie entstört. Hierbei hilft Pie Home allerdings mit einer automatisiert erstellten Netzwerk-Map. Die Lösung warnt Anwender zudem, bei möglichen Problemen. Hierunter fallen beispielsweise fehlender Virenschutz oder dauerhaft überlastete Systeme.

Anhand dieser Hinweise könnten Kunden unnötige Servicetechnikereinsätze vermeiden. Auch eine Ferndiagnose sei möglich, wenn der Kunde den Zugriff auf seine Daten im Störungsfall freigäbe – heißt es seitens der Deutschen Telekom. Zumindest in den Geschäftsbedingungen für Pilotkunden sichert sich der Anbieter dieses Recht jedoch schon jetzt ungeniert zu: "Sie erkennen an und erklären sich einverstanden, dass Telekom Informationen über die Software und Ihr Heimnetzwerk durch die Software sammelt, verarbeitet und auf Servern speichert, die sich im Auftrag von Telekom bei Strato AG, Deutschland befinden, [...]"

Pie Digital betont immerhin, dass Daten verschlüsselt in die Cloud übertragen werden. Optional können die Informationen dort auch chiffriert abgelegt werden.

Experimentierfreudige Endanwender dürfen sich derzeit als Alphatester für Pie Home bewerben. Die Software setzt einen Windows-Rechner voraus, auf dem der "Pie Manager" läuft und das Netzwerk überwacht. In der Terminologie von Pie Digital ist von einem "TotalTechHero" genannten Hintergrundservice die Rede.

Den Status ihres Netzes können Nutzer indes nicht nur von ihrem Windows-PC aus begutachten. Clients für Android und iOS sind ebenfalls verfügbar. Ist der "TotalTechHero" offline, beziehen die Clients die Daten zum (historischen) Netzwerkstatus aus der Cloud.

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