Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 25

Moderne LAN-Technologien: Virtuelle Netze und IEEE 802.1Q VLANs

18.06.2009 | Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Andreas Donner

Mit virtuellen Netzen lassen sich logisch und physikalisch getrennte Netzgruppen bilden; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
Mit virtuellen Netzen lassen sich logisch und physikalisch getrennte Netzgruppen bilden; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels

Durch Switching, Gigabit Ethernet und Link Aggregation entstehen sehr leistungsfähige Netze. Oft besteht der Wunsch, auf diesen Netzen z.B. aus organisatorischen Gründen oder wegen des Datenschutzes, Services oder Benutzergruppen so zu trennen, dass sie zwar das gleiche Netz benutzen, sich aber gegenseitig nicht sehen und nur innerhalb der definierten Gruppe kommunizieren können. Dafür sorgen VLANs.

Der Begriff „Virtual Network“ steht für eine Technologie, die die Schaffung logischer Anwendergruppen bei gleichzeitiger Zuordnung hinreichender Bandbreite ermöglicht.

Netzwerkmanager schaffen logische Workgroups zur Vereinfachung der allgemeinen Verwaltungsaufgaben. Die Benutzer in einer logischen Workgroup arbeiten üblicherweise in realen Projekten oder Arbeitsbereichen eng zusammen. Die logische Workgroup ist damit meist eine enge Abbildung der Organisationsstruktur auf die Netzwerkstruktur.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit logischer Workgroups besteht im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Datenschutz, Datensicherheit und Verarbeitungsintegrität.

Der Verkehr ist innerhalb einer Workgroup bis auf Ausnahmen relativ geschlossen, die Teilnehmer der Workgroup kommunizieren fast ausschließlich untereinander. Außerdem können zu einer Workgroup bestimmte Betriebsmittel ohne persönlichen Benutzer, wie Server, Gateways oder Ähnliches gehören.

Subnetz-Adressen sind ein ungeeignetes Mittel für die Schaffung logischer Workgroups, da sie nur die physische Lokation einer Workstation in einem Netz definieren und nicht die Zugehörigkeit dieser Station im unternehmensweiten Informationsfluss.

Virtuelle Netze sind ein technologisches Konzept zur Implementierung logischer Workgroups innerhalb eines Netzes mittels Switches auf der Schicht 2. Virtuelle Netze werden durch eine Menge von Switching Hubs aufgebaut, die ihrerseits durch ein Backbone miteinander verbunden sind. Sind virtuelle Netze auf den Lokalen Bereich beschränkt spricht man von virtuellen LANs, VLANs. Aber auch andere Übertragungstechniken aus dem Wide Area Bereich, wie Frame Relay oder IP over SONET sind extrem leistungsfähig und können in die Konstruktion virtueller Netze einbezogen werden. Im lokalen Bereich ist vor allem Gigabit Ethernet ein geeignetes Trägermedium für das strukturierte Backbone logischer Subnetze.

weiter mit: Der Aufbau virtueller Netze

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2022439 / Netzwerk Basics)