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Business Continuity für Unternehmensnetze Mit AIOps und Observability die Netzwerkresilienz stärken

Von Krishna Sai

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Die Botschaft war klar, als die U.S. National Science Foundation bekannt gab, mit einem neuen Programm für mehr Resilienz in Next-Generation-Netzwerken zu sorgen. In einer immer vernetzteren Welt darf es Ausfälle oder Beeinträchtigungen von Kommunikationsnetzwerken nach einem möglichen Angriff nicht geben. Man kann sich noch nicht einmal menschliches Versagen leisten.

Mit einer Kombination aus AIOps und Observability lassen sich höchst zuverlässige Netzwerke realisieren, wie sie heute gebraucht werden.
Mit einer Kombination aus AIOps und Observability lassen sich höchst zuverlässige Netzwerke realisieren, wie sie heute gebraucht werden.
(Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com )

Bevor das "Resilient and Intelligent Next-Generation Systems"-Programm (RINGS) ins Leben gerufen wurde, hatte das US-Verteidigungsministerium 600 Millionen USD in 5G-Technologien investiert. Auch andere Branchen verlassen sich auf Telekommunikationssysteme der nächsten Generation, um alles von der Telemedizin bis hin zum intelligenten Gerätemanagement voranzubringen. Dazu gehören unter anderem entscheidende Bereiche wie das Gesundheits- und Versorgungswesen.

Doch um wirkliche Resilienz zu schaffen, müssen Unternehmen über das traditionelle Netzwerkmonitoring hinausgehen. Neuere Lösungen wie AIOps (Artificial Intelligence for IT Operations) und Network Observability helfen, Netzwerkausfälle in kürzerer Zeit zu identifizieren und zu beheben. Sie stärken so die Netzwerkresilienz und Performance.

Was ist AIOps?

AIOps bezeichnet die Methode, künstliche Intelligenz und ihre Komponenten (etwa prädiktive Analysen oder maschinelles Lernen) im IT-Betrieb einzusetzen. AIOps erfasst Daten aus verschiedenen Quellen und verwandelt sie in handlungsrelevante Informationen. Mit diesen können Unternehmen bestimmte Situationen proaktiv angehen oder sogar vorhersehen – etwa bei Anzeichen für einen Angriff auf das Netzwerk oder eine Serviceunterbrechung.

Wie unterscheidet sich AIOps von traditionellem Netzwerkmonitoring?

AIOps geht über das traditionelle Netzwerkmonitoring hinaus. Das System bietet Unternehmen nicht nur prädiktive Informationen, mit denen Systeme ein potenzielles Problem im Voraus erkennen können, sondern kann auf diese auch automatisch reagieren.

Falls doch ein Eingreifen nötig ist, liefert AIOps Daten aus verbundenen Ressourcen (wie Sensoren, Kameras, anderen Geräten und Netzwerkelementen) und trennt dabei wichtige von unwichtigen Informationen. So sieht das IT-Management direkt, welche Informationen eine hohe Priorität haben, und das Team kann sich auf die dringenden Fälle konzentrieren. AIOps bietet also einen hohen Grad an Observability für alle Vorgänge in einem Next-Generation-Netzwerk.

Was ist Network Observability und warum ist sie so wichtig?

Das gesamte Netzwerk beobachten zu können, bietet IT Managern einen entscheidenden Vorteil, wenn es darum geht, echte Resilienz zu erreichen. Bei der Observability geht es nicht nur darum, zu sehen, was im Netzwerk passiert: Es geht darum, mehrere Datensätze nutzen zu können. So lassen sich Probleme schnell erkennen und beheben, bevor sie zu Störungen führen. Anstatt Schwierigkeiten nur mithilfe von Protokolldaten zu ergründen, können Unternehmen eine Kombination aus Protokolldaten, Anwendungsdaten und anderen Metriken nutzen.

Stellen Sie sich Observability als die Möglichkeit vor, geradeaus, nach links und nach rechts zu schauen:

Links ist die Vergangenheit: Was ist kürzlich im Netzwerk passiert?
In der Mitte ist die Gegenwart: Was passiert genau jetzt im Netzwerk?
Rechts ist die Zukunft: Was wird voraussichtlich zukünftig passieren angesichts dessen, was zuvor passiert ist und gerade passiert?

Das, was wir zur Zukunft sehen, speist sich aus der großen Menge an Daten zur Vergangenheit und Gegenwart.

Wie unterscheidet sich Observability von traditionellem Netzwerkmonitoring?

Das Netzwerkmonitoring ist eine reaktive Maßnahme: IT-Manager werden erst auf Probleme aufmerksam gemacht, wenn sie bereits eingetreten sind. Die AIOps-basierte Observability ist eine vorausschauende Maßnahme. Sie kann mit größerer Wahrscheinlichkeit Probleme verhindern und die Resilienz stärken.

Außerdem sind die Netzwerke von heute hochkomplex. Sie bestehen aus internen, lokalen und hybriden Clouds und sind ständig im Wandel. Um sie effektiv zu verwalten und den reibungslosen Betrieb sicherzustellen, muss man sie ungefiltert im Blick behalten können.

Wie hängt all dies mit der Performance zusammen?

Mit dem Aufkommen von 5G, der zunehmenden Verbreitung smarter Geräte und der Aussicht, dass Remote-Arbeitsumgebungen auch langfristig üblich bleiben werden, ist unsere Welt vernetzter als je zuvor. Ein einziger Konnektivitätsverlust kann zu geringfügigen Unannehmlichkeiten führen (wie dem Ausfall einer Social-Media-Plattform). Aber auch zu ernsthaften größeren Störungen, etwa nach einem Angriff auf ein Versorgungsunternehmen.

AIOps und Observability bieten einen effektiven Schutz gegen diese Störungen. AIOps hilft dabei, Ausfallzeiten vorherzusehen und Bedrohungen proaktiv anzugehen. Und auch wenn ein Problem eintritt, können Teams es mithilfe von Observability schnell identifizieren und zur Quelle zurückverfolgen, sodass die Netzwerke ihre hohe Performance und Resilienz behalten.

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Über den Autor

Krishna Sai ist Group Vice President für Engineering bei SolarWinds.

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