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Microsoft Endpoint Configuration Manager & Endpoint Manager Microsoft-Clients in der Cloud und On-Premises verwalten

Von Thomas Joos

Mit Endpoint Configuration Manager stellt Microsoft die On-Premises-Erweiterung seiner Cloud-Lösung Endpoint Manager zur Verfügung. Wir zeigen die Möglichkeiten und Vorteile der Umgebung, und klären auf, ob diese besser ist als andere Systeme.

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Microsoft Endpoint Configuration Manager (ECM) ist der Nachfolger vom System Center Configuration Manager (SCCM) und spielt in Kombination mit dem Endpoint Manager (vormals Intune) seine volle Leistungsfähigkeit aus.
Microsoft Endpoint Configuration Manager (ECM) ist der Nachfolger vom System Center Configuration Manager (SCCM) und spielt in Kombination mit dem Endpoint Manager (vormals Intune) seine volle Leistungsfähigkeit aus.
(Bild: © red150770 - stock.adobe.com)

Mit Microsoft Endpoint Manager stellt Microsoft seine Cloud-Plattform zur Verwaltung von Clients bereit, die vormals vor allem als „Intune“ bekannt war. Mit Microsoft Endpoint Manager können alle Computer im Netzwerk zentral über ein Cloud-Portal verwaltet, inventarisiert, mit Richtlinien abgesichert und gepatcht werden. Sinnvoll ist das Produkt vor allem für Unternehmen mit mehreren Niederlassungen und zahlreichen Homeoffice-Plätzen, die parallel auch auf Linux und macOS setzen. Auch Windows 365 kann an Microsoft Endpoint Manager angebunden werden.

Für den Einsatz ist kein lokaler Server notwendig. Mit Endpoint Configuration Manager (ECM) stellt Microsoft parallel eine Serverlösung zur Verfügung, die sich direkt an Endpoint Manager und die Funktionen der Cloud-Lösung anbindet.

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Microsoft ECM erweitert die Möglichkeiten von Endpoint Manager

Um die Möglichkeiten von Endpoint Manager noch aufzubohren, stellt Microsoft den Endpoint Configuration Manager (ECM) zur Verfügung. Dabei handelt es sich um den Nachfolger von System Center Configuration Manager (SCCM).

Einfach ausgedrückt erweitert ECM die Funktionen von Endpoint Manager noch und bringt die Verwaltungslösung für Clients aus der Cloud in das eigene Rechenzentrum. Das ist sicherlich der größte Vorteil von ECM, das Produkt ist Bestandteil von Endpoint Manager und daher extrem mächtig, was die Verwaltung von Clients und Servern betrifft. Dabei spielen nicht nur Windows-Rechner eine Rolle, sondern auch Linux-Computer.

Im Gegensatz zum Endpoint Manager ohne ECM wird die ECM-Installation sehr eng an das eigene Rechenzentrun und an Active Directory angebunden. Bestandteil der Umgebung sind auch umfangreiche Analysefunktionen, sodass bspw. auch SQL-Fehler erkannt werden können.

Während ECM seinen Fokus auf der umfassenden Verwaltung von Computern im lokalen Rechenzentrum hat, konzentriert sich Endpoint Manager auf die Gesamtheit aller Computer eines Unternehmens, auch die Cloud-PCs oder Homeoffice-Rechner. Richtlinien lassen sich dadurch zentral und mit Hilfe von ECM auch lokal in Netzwerken umsetzen. Das gilt auch für die Konfiguration von Systemen, inklusive der Verteilung von Software. Dabei kann ECM auch als lokaler Speicherort für Softwareinstallationsdateien dienen, die wiederum über Endpoint Manager gesteuert werden.

Endpoint Configuration Manager ist auch in der Lage Windows-Server zentral zu verwalten und auch Software auf Clients und Server zu verteilen. Neben der Überwachung der Konformität von angebundenen Computern, kann ECM auch Softwareupdates verteilen. Dabei setzt die Lösung natürlich auf WSUS oder Azure Update Automation. ECM stellt daher die Schnittstelle zu Endpoint Manager dar.

Das sind die Vorteile von ECM gegenüber anderen Systemen

Die Vorteile von ECM im Vergleich zu Alternativen liegen generell nicht im Funktionsumfang. Hier bieten auch andere Lösungen ähnliche bis gleiche Funktionen, allerdings nicht ganz so umfassend und optimiert für den Betrieb in Microsoft-Netzwerken.

Der hauptsächliche Vorteil besteht in der Anbindung an Microsoft Endpoint Manager. Dadurch öffnen Unternehmen die Verwaltung der Umgebung in die Cloud und ermöglichen eine mächtige und ausgereifte zentrale und Cloud-gestützte Verwaltung von Computern und Servern. Dabei lassen sich auch Smartphones anbinden und auch Linux-Computer sind integrierbar. Parallel dazu sind auch andere Clouddienste von Microsoft kompatibel, zum Beispiel Microsoft 365, Windows 365 und Azure. Diese Dienste arbeiten ebenfalls mit ECM zusammen, sodass der Funktionsumfang von ECM schon durch diese umfassende Unterstützung anderer Clouddienste sehr mächtig wird.

Unternehmen, die auf diese Lösungen setzen, profitieren von der sehr engen Zusammenarbeit der verschiedenen Produkte, deren Verteilung ECM und Endpoint Manager im Netzwerk steuern. Solche Lösungen sind schwer zu finden und schon gar nicht in dieser Tiefe mit Verbindung zwischen den einzelnen Clouddiensten von Microsoft. Wenn im Netzwerk dagegen keine Clouddienste von Microsoft zum Einsatz kommen und die Verwaltung nicht mit Endpoint Manager erfolgen soll, sind die Vorteile von ECM nicht mehr ganz zu umfassend.

Microsoft Endpoint Configuration Manager und Endpoint Manager stellen eine Einheit dar, die beim gemeinsamen Betrieb umfassende Verwaltungsmöglichkeiten für Windows und Linux bietet sowie iOS und Android steuern kann. Die Vorgänger SCCM und Intune haben zwar rudimentär auch bereits zusammengearbeitet, allerdings nicht so umfassend.

ECM erweitert die Funktionen von Endpoint Manager, aka Intune, in das lokale Rechenzentrum und stellt seine Funktionen wiederum für Endpoint Manager zur Verfügung. Die beiden Systeme bilden eine Einheit, die Mitbewerber schwer nachstellen können, schon gar nicht, wenn auch Microsoft 365, Windows 365 oder Microsoft Azure parallel zum Einsatz kommen.

Auch die Anbindung von Azure AD und die Möglichkeit zum Löschen oder Zurücksetzen von Geräten ist Bestandteil der Umgebung. ECM kann als lokaler Zwischenspeicher für Anwendungen dienen, die Endpoint Manager an Clients verteilen kann. Die Verwaltung erfolgt über die Cloud, die Anwender bemerken davon nichts, sondern erhalten die jeweilige Anwendung schnell und unproblematisch auf ihren Rechner, ganz unabhängig davon, wo dieser aktuell betrieben wird und welchem Netzwerk er angehört.

Hybride Netzwerke mit ECM

Microsoft geht den Weg, Produkte in der Cloud zu verankern immer weiter und bietet parallel Lösungen für das Rechenzentrum an, die wiederum eng mit der Cloud zusammenarbeiten. Bekannte Kombinationen sind Microsoft 365 mit lokalen SharePoint- und Exchange-Installationen, Azure AD und Active Directory, Windows 365 und Windows 10, Microsoft Azure und Azure Stack HCI sowie jetzt Endpoint Manager und Endpoint Configuration Manager. Als zentrales Verwaltungsinstrument dient das kostenlose Windows Admin Center.

Fazit

In vielen Unternehmen kommen zwar Cloud-Lösung von Microsoft zum Einsatz, es gibt aber auch noch den Bedarf an lokalen Diensten im Netzwerk. Bei einer engen Verbindung zwischen Cloud- und On-Premises profitieren Unternehmen von der engen Zusammenarbeit den verschiedenen Cloud-Produkten mit On-Premises-Lösungen. Verwalten lassen sich die Clients in dieser Umgebung mit Endpoint Manager in Verbindung mit Endpoint Configuration Manager. Bei dauerhaften Hybrid-Lösungen stellt ECM eine ideale Ergänzung zum Endpoint Manager dar.

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